Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Tainy, Bad Bunny & Julieta Venegas – Lo Siento BB:/

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Tainy bringt Bad Bunny und Julieta Venegas zusammen, Daptone Records teilen einen legendären Auftritt von Sharon Jones & The Dap-Kings im Apollo Theater und ein Big Tune von Koffee – das sind unsere fünf Songs der Woche!

Tainy, Bad Bunny & Julieta Venegas – Lo Siento BB:/

Bad Bunny und Julieta Venegas kommen zusammen, um eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zu erzählen. In "Lo Siento BB:/" trifft ein trauriges Monster, das an eine Gestalt aus "Wo die wilden Kerle wohnen" erinnert, auf seine große Liebe. Aber natürlich ist bei dem ungleichen Paar das Drama vorprogrammiert. Musikalisch startet die mexikanische Singer/Songwriterin Julieta Venegas am Piano im dreamy Wüstensetting mit Zuckerwattenhimmel, während Bad Bunny kurze Zeit später mit seinem Pop-Reggaeton-Mix und melancholischen Lyrics einsteigt. Die Produktion kommt von Tainy, der gerade in der puertoricanischen Musikszene so richtig durchstartet. Schon als Jugendlicher konnte Tainy mit seinen Reggaeton-Riddims überzeugen. Mit der Star-Combo von "Lo Siento BB:/" kündigt der Produzent sein kommendes Debütalbum an.

Sharon Jones & The Dap-Kings – There Was A Time (Live At The Apollo)

Das Apollo Theater in New York zählt wohl zu den geschichtsträchtigsten Venues der Schwarzen Musik. Ella Fitzgerald, Billie Holiday, die Jacksons oder Lauryn Hill sind nur ein paar Namen, die in der West 125th Street in Harlem auf der Bühne standen. Für die Soul-Connaisseure von Daptone Records macht es deshalb Sinn, ihr Jubiläum an diesem legendären Ort zu feiern. Immerhin blickt das Label aus Brooklyn auf 20 Jahre feinste Soul- und Funkmusik zurück. Zum runden Geburtstag ist jetzt das Live-Album "The Daptone Super Soul Revue" erschienen, das drei epische Nächte im Apollo Theater aus dem Jahr 2014 nochmal bündelt. Natürlich durften auf der Bühne die legendäre Sharon Jones und ihre Dap-Kings nicht fehlen. Die Combo performte unter anderem den Klassiker "There Was A Time" von James Brown, der selbst über 200 Mal im Apollo Theater spielte.

Koffee – West Indies

Seit Koffee vor ein paar Jahren in der jamaikanischen Reggae-Szene von sich reden gemacht hat, erwarten wir mit ungebändigter Vorfreude ihr erstes Album. Die Messlatte hat sie in den letzten Jahren schon ziemlich hoch gelegt: mit einem Grammy für ihre EP "Rapture" ist sie die jüngste und einzige Frau in der Kategorie "Bestes Reggae Album". Nach einem kurzen musikalischen Hiatus bekommen wir mit "West Indies" jetzt einen ersten Vorgeschmack auf das, was uns nächstes Jahr auf ihrer LP erwarten wird: leichtfüßige Riddims und dazu ihr unverwechselbarer Gesang. Im Video zelebriert Koffee ihre Heimat Jamaika und die gesamten West Indies mit Bildern aus dem paradiesischen Negril von Traumstränden, Urwäldern und Good Vibes, wohin das Auge reicht.

Alewya – Play

Aus der Not ist bei Alewya eine ganze Karriere geworden: Eigentlich hatte die Londonerin mit Wurzeln in Ägypten und Äthiopien Kurzfilme gedreht, für die sie Musik benötigte. Um sich den Ärger mit Lizenzen und dergleichen zu ersparen, hat sie diese einfach selbst produziert. Dabei bedient sich Alewya an Sounds aus dem Londoner Underground: Dubstep, Electronica und Afrobeats/Dancehall. Beim düsteren Global Pop von "Play" trifft Afro-Fusion auf futuristische Dance Music. Passend dazu bewegt sich die Sängerin im dazugehörigen Video auf einer wilden Party, die bis in die frühen Morgenstunden geht. Alewya tanzt sich in die Freiheit und zelebriert ihre Weiblichkeit. Mehr von Alewya gibt es Mitte November auf ihrer Debüt-EP "Panther In Mode".

Opek – No Coincidence

BoomBap-Beats in der Kleingartenkolonie – der Dortmunder Produzent Opek chillt im Schrebergarten mit Bassist Duy Long. Die beiden versprühen dabei gut abgehangene Kopfnickervibes mit viel Jazz-Sensibilität und lässiger Sommermode. Opek überträgt seine Skills vom Schlagzeug auf den Drumcomputer und lädt auf dem dazugehörigen Album "Corners" Freunde zum Mitspielen ein. Dabei lässt er sich auch von seiner großen Liebe zum Ruhrpott inspirieren: Je trister die Stimmung, desto wärmer und kuscheliger die Beats.

Stand: 08.10.2021, 17:00