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Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Megan Thee Stallion – Thot Shit

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Megan Thee Stallion wird wieder zu Tina Snow, Natalia Lafourcade und Los Cojolites sammeln für die mexikanische Kultur und Nneka beendet ihren musikalischen Hiatus – das sind unsere fünf Songs der Woche!

Megan Thee Stallion – Thot Shit

Tina Snow ist zurück! Das Alter Ego von Rapperin Megan Thee Stallion. Und im ersten Video nach der Rückkehr wird gleich klar: Hier wird nicht lange gefackelt. "Thot Shit" ist eine eiskalte Abrechnung mit alten, weißen Männern. Um genau zu sein: ultrakonservativen Politikern, die Megan Thee Stallion für ihren "Real Hot Girl Shit" an den Pranger stellen. Die Konsequenz: Megan aka Tina läuft mit einem Haufen Hotties auf und macht Sexträume zum Albträumen. Dabei twerken Tina und ihre Girls mal auf dem Müllwagen, mal im Diner oder Krankenhaus. Der richtige Track, um den "Hot Girls Summer" einzuleiten und eine gebührende Fortsetzung von "Tina Snow" - der gleichnamigen EP, mit der Megan 2018 ihren Durchbruch hatte. Der Name ist angelehnt an den bereits verstorbenen Pimp C und sein Alter Ego Tony Snow - einer von Megans Lieblingsrappern und Koryphäe des Südstaaten Rap.

Natalia Lafourcade feat. Los Cojolites – Nada es verdad

"Nada es verdad" - "Nichts ist wahr", das kündigt die neue Single von Natalia Lafourcade und Los Cojolites an. Damit thematisieren die Sängerin und die Gruppe aus Mexiko sozialpolitische Aspekte wie Gewalt, Drogenhandel und Ungleicheit. Der Track ist bereits 2017 erschienen und wurde auch schon gemeinsam von Natalia Lafourcade und Los Cojolites performt. Jetzt ist er aber im Zuge von Lafourcades Musik-Serie "Un canto por México Vol. II" erschienen, die releast wurde, um ein Kulturzentrum in Veracruz wiederaufzubauen, die Stadt aus der auch Natalia stammt. Neben Los Cojolites sind bei dem Projekt außerdem noch große Namen wie Mon Laferte, Caetano Veloso und Pepe Aguilar beteiligt, die im Zuge dessen mexikanische Lieder performen und neuinterpretieren. Zu "Nada es verdad" wurde jetzt auch passendes Video in Animationsoptik veröffentlicht.

Nneka – Love Supreme

Für Nneka fehlt nicht mehr allzu viel auf der Artist-To-Do-Liste. Die Künstlerin aus Nigeria, die später nach Hamburg ging und dort bis heute lebt, hat in über 15 Jahren Karriere schon so einiges hingelegt. Nas ist ihr Fan, Drake hat sie gesamplet. Ihr Debütalbum "Victim of Truth" wurde damals mit "The Miseducation of Lauryn Hill" verglichen. Trotzdem ruht sich die Sängerin nicht auf ihren Erfolgen aus, sondern veröffentlicht mit "Love Supreme" in diesem Jahr neue Musik – nach fünf Jahren musikalischem Hiatus. Und auf "Love Supreme" knüpft Nneka an das an, was sie in den letzten Jahren so erfolgreich gemacht hat: Ehrliche Emotionen gebettet in sanftem Soul – mit Tendenzen aus Dub und HipHop. Natürlich geht es dabei um die Liebe!

Liniker – Baby95

Wenn Liniker einen Track veröffentlicht, möchte man sich einfach nur dort hinein kuscheln. So smooth kommt die brasilianische Künstlerin mit ihrem R'n'B und der Música Popula Brasileira daher. Bei "Baby95", dem neuen Track von Liniker, ist das nicht anders. Der Song ist eine Hommage an queere Intimität geworden, bei der ein ganz klarer Samba bzw. Pagode-Einschlag zu hören ist, das als Subgenre von ersterem gilt. Vor allem im zweiten Teil des Videos wird dieser deutlich, wenn der Beat etwas an Fahrt zunimmt und zwei Menschen ihre Liebe feiern. Das nächste Album von Liniker wird übrigens das erste ohne Os Caramelows sein, die Gruppe aus Araraquara, mit der Liniker sonst immer ihre Alben veröffentlicht hat. "Baby95" ist schon mal ein erster Vorgeschmack darauf, wie der Solotrip klingen könnte.

DJ P2N – Makasi

DJ P2N liefert neue Kost für den Amapiano-Hype: Der kongolesische Producer hat in Südafrika studiert und auf seinen zahlreichen Parties den Sound der dortigen Clubs aufgesaugt. Jetzt verbindet er diese mit den Tunes seiner Heimat und feiert die "Evolution of Congo" auf seinem ersten Mixtape, das schon im Oktober erschienen ist. Neben Amapiano heißt das vor allem viel Kwaito, aber auch traditionell kongolesische Rhythmen. Zu hören sind darauf zahlreiche Künstler*innen aus dem Kongo, wie Majoos, H-Baraka oder DJ Boyoma. "Makasi" ist der Opener der Platte und wurde jetzt auch mit visuellem Material versorgt. Das zeigt vor allem avantgardistische Tanzmoves auf den Straßen von Lubumbashi, der Heimatstadt von DJ P2N.

Stand: 11.06.2021, 17:00