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Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Bad Bunny x Rosalía – La Noche de Anoche

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Bad Bunny und Rosalía gehen in Flammen auf, Mahalia und Rico Nasty rächen sich am Ex und Ballaké Sissoko & Sona Jobarteh packen ihre Koras aus – das sind unsere fünf Songs der Woche!

Bad Bunny x Rosalía – La Noche de Anoche

Bad Bunny und Rosalía sind die wohl beste Combo, die die Latin-Music-Scene aktuell zu bieten hat. Alles, was die beiden anfassen wird zu Gold. Klar, dass die gemeinsamen Tracks der beiden umso mehr durch die Decke gehen. "La Noch de Anoche" dreht schon seit der Veröffentlichung von Bad Bunnys Album "El Último Tour Del Mundo" im November seine Runden in der COSMO-Playlist, ist aber erst jetzt mit einem Musikvideo ausgestattet worden. Und darin fliegen förmlich die Funken zwischen den beiden, denn am Ende gehen Rosalía und Bad Bunny vor Liebe in Flammen auf. Währenddessen stehen sie in einer pastellfarbenen Wüstenkulisse im Sonnenuntergang, gekleidet im Balldress. Wie im Märchen und mit ganz viel Chemie, die sogar bis zu den Zuschauer*innen durchdringt. Da passt es auch, dass das Video zum Valentinstag veröffentlicht wurde.

Mahalia feat. Rico Nasty – Jealous

UK-R'n'B trifft auf US-R'n'B – Mahalia und Rico Nasty haben sich für den gemeinsamen Track "Jealous" zusammengetan und schwören Rache an ihren Ex-Geliebten. Eigentlich eine ungewöhnliche Combo, denn die sonst so smooth-softe Mahalia hat sich mit Rico Nasty eher das Kontrastprogramm ins Boot geholt. Trotzdem funktioniert "Jealous" ziemlich gut, denn auch Nasty lässt verhältnismäßig zurückhaltende 90's R'n'B Vibes für sich sprechen. Daran erinnert auch das gemeinsame Video, in dem beide schwarze Lederoutfits im TLC-Stil tragen, während sie das Smarthome des Ex sabotieren. Für Mahalia geht es in dem Song aber nicht nur um Rache, sondern auch ums Eigenempowerment, nachdem sie negative Vibes aus ihrem Umfeld bekommen hat und diese mit ihrem Queen-Dasein zunichtemacht.

Ballaké Sissoko & Sona Jobarteh – Djourou

Ballaké Sissoko ist die Kora-Koryphäe schlechthin – ein alteingesessener Meister, der die Kunst beherrscht wie kaum ein anderer. Mit "Djourou" hat er ein neues Album angekündigt und gleichzeitig schon die erste Kostprobe samt Video veröffentlicht. Ballaké zupft allerdings nicht alleine an den Saiten: Mit Sona Jobarteh aus London hat er sich eine Vertreterin der neuen Kora-Generation zur Unterstützung geholt. Sie ist die erste professionelle Kora-Spielerin und eine der wenigen Frauen, die das Instrument überhaupt spielen. Eigentlich wird die Tradition nämlich vom Vater auf den Sohn übertragen. Die Virtuosität der beiden ergibt auf "Djourou" eine ekstatische Klang-Symbiose, wobei der Titel sich auf die 21 Saiten der Kora bezieht und metaphorisch für die Verbindung steht, die Ballaké darauf mit seinen Gästen eingehen wird – mit dabei sind Salif Keita, Camille, Feu! und Piers Faccini.

Papatinho feat. Seu Jorge & Black Alien – Final de Semana

Für seine neue Single "Final de Semana" hat Produzent Papatinho gleich zwei Schwergewichte der brasilianischen Musik zusammengebracht: Samba-Funk-Legende Seu Jorge und Rapper Black Alien. Was alle gemeinsam haben: Die Vorfreude aufs Wochenende! Denn das ist die Zeit, in der sich Koryphäe Jorge aufs Motorrad schwingt und gemeinsam entspannte Parties gefeiert werden. Dazu passt auch die leichte Música Popular Brasileira zwischen Rap, Gitarre und funkigem Samba. Allerdings hat sich Papatinho für das Aushängeschild seines neuen Albums noch so einiges einfallen lassen: Im Verlauf kommt nämlich ein ganzes Orchester aus Geigen und Kontrabass hinzu. Das Albumdebüt von Papatinho wird "Workaholic" heißen und neben Seu Jorge und Black Alien insgesamt 20 Gäst*innen featurn – darunter auch große Namen wie Anitta und Ludmilla.

Wendy Sulca, Susana Baca & Marié Cherry - Mujer Montaña (Vivir sin miedo)

In Lateinamerika gehen nach wie vor die Menschen auf die Straße, um gegen Gewalt an Frauen zu protestieren. Aktuell in Mexiko, aber auch in Peru. Dorther kommt auch das Female Power Trio bestehend aus Wendy Sulca, Susana Baca und Marié Cherry, das sich für "Mujer Montaña" zum musikalischen Protest zusammengeschlossen hat. Der Track ist ein Aufruf an Frauen, nicht über Gewalt zu schweigen. Gleichzeitig aber auch ein starkes Stück Empowerment, mit dem die Sängerinnen ihre Anden-Roots thematisieren. Wendy Sulca, die in der Vergangenheit vor allem als Teenie-Star auf Youtube durchgestartet ist, und Marié Cherry schlagen hier die Brücke zwischen den Generationen, indem sie auch Susana Baca ans Mikrofon bitten. Die afro-peruanische Musiklegende und Latin-Grammy-Gewinnerin hat zeitweise auch als Kultusministerin von Peru gearbeitet.

Stand: 19.02.2021, 17:00