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Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Channel Tres - Skate Depot

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Channel Tres geht im Lockdown skaten, Priya Ragu setzt mit "Good Love 2.0" zur internationalen Karriere an und Olamide hofft auf grünes Licht von seiner Angebeteten – das sind unsere fünf Songs der Woche.

Channel Tres – Skate Depot

Kopfhörer rein, Skate-Schuhe an und unter Palmen dem Sonnenuntergang entgegen düsen – das ist wohl das Beste, was man während der Corona-Pandemie in Los Angeles machen kann. Auch Channel Tres musste sich während des Lockdowns die ein oder andere neue Beschäftigung suchen. Skaten war eine davon – und Musik machen. Wie der Compton Native die Quarantäne erlebt, hat er auf seinem kommenden Mixtape "I Can't Go Outside" festgehalten. So ist auch der housy West-Coast-Soundtrack "Skate Depot" entstanden. Der Track wurde nach dem Skate Depot benannt, in dem Channel Tres einst seinen ersten Job hatte. Damals haben die Skate-Qualitäten des 29-Jährigen nicht gereicht, er wurde entlassen. Uns Skater-Laien hat Channel Tres im dazugehörigen Video aber mehr als überzeugt – skatetechnisch wie musikalisch.

Priya Ragu – Good Love 2.0

Musik macht Priya Ragu schon lange – erst als Backgroundsängerin, dann fing sie an eigene Songs mit ihrem Bruder zu schreiben. Jetzt geht die Solokarriere für die Sängerin aus der Schweiz aber richtig los: "Good Love 2.0" ist die erste offizielle Single, die über den Labelgiganten Warner erscheint. Priya hat tamilische Wurzeln und channelt diese auch in ihrer Musik. So schaffte sie es schon vor dem Major-Deal bis nach Indien und in die Playlisten der UK-Radios. Krishna-Mantras, Tabla und Tamil treffen auf Neo-R'n'B und Future-Beats. Dazu kommt die unfassbar warme Stimme von Priya, mit der sie sich mühelos nebst Genre-Kolleginnen wie Jorja Smith oder Snoh Alegra einreiht. Das Video wurde Anfang des Jahres in Goa gedreht - mit einem Cast aus Dehli, eigens zusammengestellt von Priya.

Olamide – Green Light

Gegen die dunkle Herbst-Tristesse ist das neue Video von Olamide genau das Richtige: Das Video zu "Green Light" strahlt in allerlei Farben. Und auch die dazugehörigen Tunes aus leichten Afrobeats und Raps bringen Sonnenschein-Vibes, während Olamide hofft, endlich grünes Licht von seiner Angebeteten zu bekommen. Mit dem Video ist auch das dazugehörige Album des Nigerianers erschienen: "Carpe Diem" bildet dabei musikalisch den nigerianischen Untergrund ab. Olamide, der den Hype selbst nicht mehr nötig hat, nutzt die Platte um junge, auftrebende Künstler*innen zu pushen und unbekannte Sounds hervorzubringen. Neben klassischen Afrobeats ist auch Reggae und Dancehall dabei, "Celestial"-Elemente aus Kirchenmusik und Galala, eine Musik- und Tanzrichtung, die gerade in Lagos steilgeht.

Kaytranada feat. Tinashe – The Worst In Me

Mit "Bubba" hat Kaytranda Ende 2019 ein Dance-Album vom Feinsten abgeliefert, das auch so manchen Pop-Banger parat hatte. Zu verdanken hatte er das auch seinem wohlgepickten Line-Up aus R'n'B-Stimmen, darunter Kali Uchis, GoldLink, Masego oder auch Tinashe. Letztere ist auf "The Worst In Me" zu hören, der - pünktlich zu Halloween - jetzt auch auch mit einer visuellen Ode an den klassischen Horrorfilm ausgestattet wurde. Die Sängerin spitzt im Video die Vampirzähne für einen Booty Call und rammt sie ihrem Geliebten in den Hals, während sie von einer toxischen Beziehung singt. Dazu gibt es den typischen Kaytranada-Signature-Sound aus tiefen Electronica-Bässen, Claps und hallenden Synths.

Ricky Kej – Shine Your Light (Song By Refugees)

Grammy-Gewinner Ricky Kej hat für sein neues Projekt ganz besondere Menschen um sich gescharrt. Über zwei Monate lang hat er 24 geflüchtete Musiker*innen, die nun in Indien leben, einen Song aufnehmen lassen, der Hoffnung spenden soll – mit Gitarre, Geige, Keys und Gesang. "Shine Your Light" appelliert an Gemeinschaftlichkeit und Liebe. Gesungen wird auf Englisch, Dari, Farsi und Pashto. Eine ziemlich rührende Angelegenheit, die durch bewegende Bilder aus unterschiedlichen Geflüchtetenlagern untermalt wird. Kej will den Beteiligten damit eine Stimme geben, aber sie vor allem motivieren, auch in ihrer neuen Heimat mit der Musik weiterzumachen.

Stand: 16.10.2020, 18:00