Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Residente - Antes Que El Mundo Se Acabe

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Residente sammelt Küsse auf der ganzen Welt, Khruangbin halten Erinnerungen aufrecht und Amanda Magalhães lässt eine riesige Party steigen und liefert brasilianisches Lebensgefühl vom Feinsten – das sind unsere fünf Songs der Woche.

Residente - Antes Que El Mundo Se Acabe

2020 wird wohl für uns alle als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem es nicht ganz so rund lief. Dank Corona steckt die ganze Welt in Quarantäne und Isolation. Vielleicht ist das aber auch eine neue Chance für uns alle. "Anstatt zurück zur Normalität zu kehren, fangen wir von vorne an" - so beginnt der neue Song "Antes Que El Mundo Se Acabe" von Residente. Er handelt von der Liebe in Zeiten von Covid-19. 100 Küsse über den gesamten Erdball hat der Puertoricaner dafür in dem Video zum Song vereint – von Peru über Mexiko bis nach UK und Österreich. Damit will Residente betonen, dass die Welt zwar gerade Pause macht, aber nicht die Liebe.

Khruangbin – So We Won't Forget

Manchmal sind Erinnerungen alles, was uns noch bleibt. Umso wichtiger ist es, diese zu bewahren. Davon handelt auch das neue Video von Khruangbin. In "So We Won't Forget" geht es um einen Mann, der den Tod seiner kleinen Tochter mit einem Plüschtier-Schrein am Straßenrand betrauert, um so die Erinnerungen an sie am Leben zu halten. Das ist einerseits schön, anderseits sehr herzzerreißend. Mit "So We Won't Forget" kündigt das Trio aus Texas nun auch sein kommendes Album an: „Mordechai“ erscheint Ende Juni und schon jetzt haben Khruangbin verraten, dass es Musik aus Pakistan, Korea und Westafrika enthalten wird.

Amanda Magalhães - O amor te dá

Ein buntes Stück Lebensfreude – das bringt das neue Video von Amanda Magalhães auf den Punkt. In "O amor te dá" singt und tanzt die Brasilianerin ganz unbeschwert mit ihren Freunden – zwischen lila, grünen und gelben Häusern, unter strahlend blauem Himmel. Eine echte Wohltat für die Augen und natürlich fürs Ohr! Leichte Percussions, Gitarren und Synths erzeugen brasilianisches Lebensgefühl vom Feinsten, während Amanda von den verflossenen und neuen Chancen der Liebe singt. Die Carioca gilt aktuell als die junge Hoffnung der Música Popular Brasileira und hat erst vor wenigen Wochen den gemeinsamen Track "Saiba" mit Seu Jorge rausgebracht. Ihr Debütalbum soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Papillon – Maisha Ya Babu

Papillon stammt aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Nairobi. Sein Volk sind die Mbeere, eine von über 400 Bantu in Süd- und Mittelafrika. Die Tradition dieser Völker sieht Papillon mittlerweile in enormer Gefahr: Das urbane Leben wird immer weiter ausgebaut, die Globalisierung schreitet voran. Afrikanische Stämme und ihre Traditionen haben immer weniger Platz und sind vom Aussterben bedroht. Genau das zeigt auch Papillon mit seinem neuen Video "Maisha Ya Babu". Neben Baumaschinen, Müllcontainern und den viel befahrenen Straßen Nairobis posiert er mit majestätischen Gewändern und traditionellen Masken oder spielt seine Mwari Wa Ur, eine selbst gebaute Leier. "Maisha Ya Babu" ist ein Aufruf, sich wieder mit seinen Wurzeln zu verbinden – denn laut Papillon gibt es noch Hoffnung.

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Die Orsons - Lovelocks

Ein ganzes Album vom Tourleben – das haben die Orsons für ihr nächstes Album "Tourlife4life" angekündigt und mit "Lovelocks" jetzt die zweite Single daraus veröffentlicht. In dem Track geht es allerdings nicht um kreischende Fans und Tourbusse, sondern um die Liebe und das außerordentliche Gefühl, das sie in einem auslöst. Wenn der Stift nur noch Liebeslieder schreibt und die Kamera nur noch RomComs dreht. Ganz klischeehaft werden Liebesschlösser an Brücken gehangen und es regnet Bonbons. Alles und jeder schwebt auf Wolke 7 – auch im dazugehörigen Video, das in gewohnt poppig-pinker Orsons-Manier und Ballonthema gestaltet wurde. Einfach schön diese Liebe!

Stand: 22.05.2020, 16:00