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Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Amanda Magalhães e Seu Jorge - Saiba

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

2019 war ein großartiges Musikjahr, das Unmengen an guten Videos hervorgebracht hat. Natürlich konnten es nicht alle auf Anhieb in unsere "Fünf Songs" schaffen. Für euch haben wir die Lost Tracks von 2K19 aber noch einmal rausgekramt – mit The Killers, Amanda Magalhães und Pabllo Vittar.

Amanda Magalhães feat. Seu Jorge - Saiba

Eine echte brasilianische Legende trifft auf den Nachwuchs der Szene: Seu Jorge gibt sich auf der neuen Single von Amanda Magalhães die Ehre - die brasilianische Newcomerin, die in Sachen Musik und Schauspiel zurzeit so richtig Fahrt aufnimmt. Zusammen kommen die beiden in einer sinnlichen Liebeshymne: "Saiba" erzählt die Geschichte von zwei Liebenden, wobei sich die Künstler nicht nur musikalisch ganz nah kommen. Die bassreiche Música Popular Brasileira von Jorge trifft auf die zarte Stimme von Amanda. Im dazugehörigen Video kuscheln die beiden als glückliches Paar, das in seine ganz eigene Unterwasserwelt abtaucht. Ganz große Gefühle!

 

 

The Killers – Land Of The Free 

Das Jahr 2019 war geprägt von Flucht – nicht nur in Europa, sondern auch in den USA. US-Präsident Trump hat diese mit seiner Einwanderungspolitik besonders erschwert, was vor allem an der mexikanischen Grenze zu dramatischen Szenen geführt und Familien auseinander gerissen hat. Da ist nur ironisch, dass ausgerechnet die USA sich "The Land Of The Free" nennen. Ein Titel, den auch die Indie-Band The Killers in diesem Jahr aufgegriffen hat. "Land Of The Free" ist eine Anti-Trump-Hymne, die tragische Bilder von der mexikanischen Grenze, aber auch den Zusammenhalt zeigt. Dafür ist der legendäre Regisseur Spike Lee höchstpersönlich dort hingereist, um die Emotionen einzufangen. In diesem Jahr soll übrigens auch das neue Album von The Killers kommen.

 

 

Pabllo Vittar – Amor de Que

An Pabllo Vittar ist im Musikjahr 2019 einfach niemand vorbeigekommen. Vor kurzem erst hat das Time-Magazine den Global-Pop-Star aus Brasilien zum "Next Generation Leader" gekürt. Mit über 9 Millionen Followern weltweit gilt die 25-jährige Drag-Queen nämlich als großes Vorbild der LGBTQI+ Community – genau das, was die Welt dieser Tage braucht. Aber auch musikalisch und in Sachen Videos hat Pabllo Vittar im letzten Jahr ordentlich abgeliefert. Jedes Video ist ganz großes Kino – mit schillernden Outfits, knalligen Farben und reichlich Glamour. Nicht weniger davon hat auch der Clip von "Amor de Querer" zu bieten, in dem sich Pabllo als männerverschlingende  Diva gibt. Zu hören ist die poppige Technobrega-Nummer auf dem Album "111", dessen erster Teil Ende Oktober erschienen ist. In diesem Jahr soll es mit dem Zweiten weitergehen.

 

K.O.G & The Zongo Brigade – For My People

Nach zahlreichen Nebenprojekten, wie mit iZem von Enchufada oder Onipa, hat sich K.O.G im letzten Jahr auch seiner Zongo Brigade gewidmet. "For My People" ist die erste Single des Ghanaers  als K.O.G & The Zongo Brigade. Und wie schon der Name verrät, zollt dieser vor allem den westafrikanischen Tunes seiner Heimat Respekt. Afrobeat, Soul und Funk verursachen als energiegeladene Mischung mittelschwere Beben in unseren Boxen und polen die Sinne auf ekstatischen Tanz um. Mit dem dazugehörigen Album "Wahala Wahala" wollen K.O.G & The Zongo Brigade aber vor allem das Leben in der Diaspora abbilden. Der Wechsel zwischen zwei Welten – London und Accra – mit all seinen musikalischen wie persönlichen Herausforderungen.

 

#UnVioladorEnTuCamino

Ende November haben sich tausende Frauen von Santiago de Chile bis New York über Madrid, Brüssel und Berlin auf Plätzen in den jeweiligen Städten zusammengefunden. Sie alle haben ihre Augen mit einem schwarzen Band bedeckt und tanzten auf den gleichen eingängigen Elektro-Beat. Es ist allerdings kein herkömmlicher Flashmob: Es ist ein weltweiter Protest gegen die Gewalt an Frauen. Im Text geht es darum, dass Frauen nicht länger die Schuld für sexuelle Übergriffe bei sich suchen sollten – weder in ihrem Verhalten, noch in der Kleidung, die sie tragen. Der Grund für Vergewaltigungen sind die Täter, nicht deren Opfer. Innerhalb weniger Wochen ist das feministische Video unter dem Hashtag #UnVioladorEnTuCamino zu einem viralen Hit geworden und zeigt, wie stark Frauen sein können, wenn sie gemeinsam eine starke Front bilden.

Stand: 10.01.2020, 16:11