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Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Max Herre, Athen

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Max Herre reist nach Athen, Freddie Gibbs und Madlib züchten Zebras und Sampa The Great nimmt uns mit nach Sambia - das sind unsere fünf Songs der Woche!

Max Herre - Athen

Ganze sieben Jahre nach dem letzten Album, kehrt Max Herre jetzt mit seiner neuen Single "Athen" zurück: Die Lyrics sind gewohnt deep, ein Song von gescheiterter Liebe ganz im Stile des einstigen Freundeskreis-Members. Musikalisch wagt der gebürtige Stuttgarter allerdings einen Neustart: 80er-Synthies, verzerrte Gitarren, Drums und Stimmmodulation kommen hier zum Einsatz. Um die griechische Lovestory perfekt zu machen, hat er außerdem die Stimme von Melina Kana gesampelt, eine der bekanntesten Sängerinnen Griechenlands. Das dazugehörige Album wird auch "Athen" heißen und erscheint am 30. August.

Freddie Gibbs feat. Madlib – Crime Pays

Es ist nicht das erste Mal, dass US-Rapper Freddie Gibbs und die Produzenten-Legende Madlib gemeinsame Sache machen. Am 28. Juni erscheint ihr Album "Bandana", mit dem MadGibbs die Story vom 2014er-Streich "Piñata" weitererzählen. "Crime Pays" ist die mittlerweile dritte Single daraus und liefert genau das, was der Rap-Enthusiast sich erhofft: Madlib konstruiert wie gewohnt klassische Soul- und Jazz-Samples mit ordentlich Synths und BoomBap-Flair. Freddie Gibbs spittet derweil pointierte Lyrics übers Thugger-Leben und gibt sich als bossy, Champagner schlürfender Inhaber einer Zebra-Farm.

Sampa The Great – Final Form

Sampa The Great strebt nach ihrer "Final Form" - musikalisch und emotional. Ihre neue Single ist eine Ode an die Selbstoptimierung. Fast schon erhaben erklingt der HipHop der Wahl-Australierin mit Wurzeln in Sambia da. Gewohnt stark flext Sampa über einen heftigen Kopfnicker-Beat durchtränkt mit Soul, der jegliche Negativität wegbläst. Das bringt die Message auf den Punkt, denn auch als Künstlerin befindet sich Sampa im ständigen Dialog mit sich selbst und strebt nach ihrer„Final Form“. Das dazugehörige Video wurde in Sambia gedreht und hebt mit tanzenden Menschen die Kultur ihrer Heimat hervor. Faust in die Luft: "Black Power!"

DAM – Emta Njawzak Yamma

DAM ist die erste HipHop-Combo Palästinas und schon seit über zwanzig Jahren im Geschäft. Als eine der Vorreiter in Sachen Rap auf Arabisch haben sie in ihrer Heimat wahre Pionierarbeit geleistet und gelten nach wie vor als Sprachrohr der jungen Generation. In ihrem neuen Song "Emta Njawzak Yamma" geht's um das Thema Heirat – wie die Eltern zweifelhaft versuchen den passenden Deckel für den Single-Topf zu finden. Maysa, Tamer, Mahmoud und Suhel wollen aber lieber erstmal sich selbst finden, bevor sie sich ins Ehe(un)glück stürzen. Dabei schaffen sie es, trotz ernster Message, den älteren Semestern auf humorvolle Weise klarzumachen, dass sie in der Lage sind selbst zu bestimmen – und mit arabischen Percussions und Elektro-Sounds klingt es auch noch hervorragend.

Feli – Omule, deschide ochii

Feli hat sich mit ihrem Mix aus Urban Pop und traditionell-rumänischer Musik zu einem echten Phänomen in ihrer Heimat gemausert. Im letzten Jahr erschien ihr erstes Album "Eu sunt Feli", was so viel bedeutet wie "Ich bin Feli", mit dem sich die Rumänin erstmalig der breiten Masse vorstellte. Jetzt hat sie mit "Omule, deschide ochii" eine neue Single rausgebracht, die das Mobbing thematisiert, dass sie zu Anfang ihrer Karriere ertragen musste. Dabei ist der Track eine emotionale und künstlerische Befreiung. Passenderweise sieht man im Vidoe zur Single wie unterschiedlichste Charaktere ein gemeinsames Kunstwerk schaffen.

Stand: 07.06.2019, 16:35