Live hören
Jetzt läuft: Dior 2001 von RIN

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Mariza - - Blonde Sängerin auf der Bühne.

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

2018 ist Geschichte, aber diese Perlen definitiv nicht! Wir haben für Euch noch einmal unsere besten Songs des letzten Jahres zusammengebracht. Mit dabei: Sho Madjozi aus Südafrika, Tierra Whack aus Atlanta und die portugiesische Sängerin Mariza! - das sind unsere fünf Songs der Woche.

Mariza – Quem Me Dera

Mit ihrem gleichnamigen Album hat Mariza definitiv eine der Platten des Jahres abgeliefert. Die Königin des Fados lässt darauf die zeitgenössische Musik Portugals hochleben, ohne aber die Tradition zu vergessen. Schmerzhaft schön teilte sie mit uns auf „Quem Me Dera“ den Schmerz ihres gebrochenen Herzen – ein Liebeslied wie aus dem Bilderbuch, das jeden zum Taschentuch greifen lässt. Aber ohne Tränen und Herzschmerz, wäre es eben auch kein waschechter Fado!

Sho Madjozi - Huku

Sho Madjozi aus Südafrika gilt als die Prinzessin der afrikanischen Musikszene und hat der Spielzeit 2018 einen viralen Tanzhit geschenkt: "Huku" ist eine Mischung aus Gqom, HipHop und Elektro-Sounds, der mit treibendem Vibe jedes noch so eingerostete Tanzbein in Schwung versetzt. Xibelani Dance heißen die Moves - eine südafrikanische Tanzart, so mitreißend, dass das ganze Netz mitmachte. Das Debütalbum „Limpopo Champions League“ ist im Dezember erschienen.

Small Island Big Songs feat. Charles Maimarosia – Naka Wara Wara To’o

Small Island Big Song ist ein unabhängiges Musikprojekt, das unterschiedlichste Künstler aus Regionen im Pazifik und Indischen Ozean vereint. Drei Jahre lang haben die Initiatoren Musik und Feldaufnahmen gesammelt und damit den selbstbetitelten Langspieler erstellt. Darauf ist auch „Naka Wara Wara To’o”, ein Song in der Are’Are-Tradition der Salomonen. Angeführt wird er von Multiinstrumentalist Charles Maimarosia, der das Erbe der Are’Are schon seit seiner Kindheit aufrechterhält. Ukule, Panflöten Körperpercussions und Trommeln bringen uns direkt zur Südsee!

Ammar 808 feat. Cheb Hassen Tej – Ain essouda

Sofyann Ben Youseff ist die Zukunft des Maghreb. Mit seinem Projekt Ammar 808 vereint er drei der schönsten Stimmen Nordafrikas: Mehdi Nassouli aus Marokko, Sofiane Saidi aus Algerien und Cheb Hassen Tej aus Tunesien. Heißt konkret: Arabischer Gesang trifft auf Clubsounds mit 808-Bässen. Mittelpunkt seiner Musik ist die legendäre Drum Machine TR-808 aus den Achtzigern. „Maghreb United“ lässt dabei aber nicht nur Tradition und Moderne veschmelzen, sondern versucht auch die Frage zu beantworten, wie die nordafrikanische Musik ohne Kolonialisierung und jahrelange Diktatur geklungen hätte.

Tierra Whack – Whack World

„Welcome to the Whack World“ - Rap-Newcomerin Tierra Whack aus Atlanta lädt uns ein in ihre ganz besondere Welt aus bunten Lollis, flauschigen Streichelzoos und Trap-Pop ein und definiert dabei ganz nebenbei das Konzept Album neu. Jeder Track ist nämlich gerade mal eine Minute lang, womit Album und Video auf eine Spielzeit von gerademal 15 Minuten kommen. Tatsächlich lässt uns „Whack World“ aber nichts vermissen. Im Gegenteil ergeben die kurzen Clips mit wechselnden Stimmungen ein artsy Gesamtkunstwerk, das aufregender kaum sein könnte und den Nerv der schnelllebigen Generation Insta trifft.  

Stand: 08.01.2019, 09:00