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Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Screenshot:Rosalía - Bagdad

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Rosalía covert Justin Timberlake, Thutmose liefert echtes Storytelling und Holly Herndon setzt auf Künstliche Intelligenz. Diese Tracks dürft ihr diese Woche nicht verpassen - unsere fünf Tracks der Woche!

Rosalía - Bagdad

Für ihre neue Single "Bagdad" hat Spaniens neuer Superstar Rosalía sich den Klassiker "Cry Me A River" von Justin Timberlake vorgeknöpft und ihre eigene Version daraus gemacht. Das 2018er-Remake glänzt mit spanischen Lyrics. Und Rosalía klingt noch melancholischer und rachsüchtiger als ihr Vorgänger. Statt Synthie-Grooves und Falsettgesang gibt es bedächtige Bässe, Flamenco-Klatschen und Klavier. Rosalía ertrinkt im Video am Ende in ihren Tränen – so much drama!

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Thutmose feat. Erykah Badu - Pressure

Mit acht Jahren ist Thutmose von Nigeria nach Brooklyn gezogen. Eine Reise, die viel Hoffnung in sich trug, aber auch Ausdauer verlangte. Die Erfahrung will er auf seiner neuen Single "Pressure" mit anderen teilen: Wie es ist, aus der Heimat fliehen zu müssen, wenn sie mit Waffen auf die eigenen Eltern zielen, in einem neuen Land, in einem neuen Leben mitzuhalten. Echtes Storytelling, das packt, aber trotzdem nichts an Vibe einbüßt – und mit deepem Vorwort von keiner Geringeren als Erykah Badu.

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Sir Mantis – Sorry Not Sorry

Gegen toxische Männlichkeit und Homophobie! Sir Mantis aus Leipzig ist "sorry not sorry", wenn er mit Battlerap und feministisch-sozialkritischen Inhalten vorherrschende Geschlechterrollen in die Knie zwingt. Schon seit dem 15. Lebensjahr steht der Rapper aus Sokees Umfeld in der Cypher - damals noch als Frau. Im Frühjahr 2019 ist Payback-Tag für alle, die früher sagten: "Nicht schlecht für eine Frau". Denn dann erscheint das Debüt "Jennifer Gegenläufer" - übrigens der alte Rap-Name von Sir Mantis.

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ÌFÉ - THE TEARER (Bembe) - OFFICIAL VIDEO

Die afrokubanische Elektro-Band ÌFÉ hat mit „The Tearer“ einen perkussiven Global-House-Track gedroppt und gleich ein Video im Anmie-Stil dazu, in dem die Yoruba Göttin Oyá beschworen wird. Oyá ist die Göttin des Sturms – genau wie eine andere fiktive Superheldin: nämlich Storm von den X-Men aus den Marvel Comics. Storm verkörpert Oyá in dem actiongelandenen Video. Sie verteidigt die Welt vor dem Bösen, mit wehendem weißen Haar lässt sie Blitze auf die Bösewichte regnen und fliegt, getragen vom Wind, durch die Lüfte. Es geht in „The Tearer“ um unkontrollierbare Veränderungen, die wie ein Hurrikan über uns hereinbrechen können.  Für ÌFÉ sind die Superhelden der moralische Kompass, der uns daran erinnern soll, nach dem Guten zu streben.

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 Holly Herndon & Jlin feat. Spawn – Godmother

Künstlerische Avantgarde trifft auf Künstliche Intelligenz – Holly Herndon hat ein neues Projekt, das Faszination und Angst gleichermaßen auslöst. Die Klang-Künstlerin aus San Francisco hat Sounds von Elektronikmusikerin Jlin für "Godmother" neu arrangiert – mit Hilfe von Spawn, einer Künstlichen Intelligenz, die Herndon eigens dafür entwickelt hat. Das dazugehörige Video lässt Gesichter ineinander verschmelzen und erinnert dabei an Visuals von Aphex Twin – allerdings hier von der Maschine generiert. Musik der Zukunft.

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Stand: 07.12.2018, 10:00