Live hören
Jetzt läuft: Zukunft Pink von Peter Fox feat. Inéz
Kontra K

Global Pop News 23.11.2022

Ermittlungen gegen Kontra K

Stand: 23.11.2022, 11:01 Uhr

Rapper soll mit Drogen gehandelt haben | Regeländerung bei ESC | UK Music Diversity Report | Unsere News aus der Welt des Global Pop.

Von Bamdad Esmaili

Verdacht auf Drogenhandel: Ermittlungen gegen Kontra K

Er ist einer der erfolgreichsten deutschen Rapper: Kontra K. Aktuell ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen des Verdachts auf Drogenhandel Kontra K, der mit bürgerlichen Namen Maximilian Diehn heißt, soll über ein Krypto-Handy Geschäfte über 100 Kilo Cannabis abgewickelt haben. Diese Handys sind bei Kriminellen beliebt, weil verschlüsselt telefonieret werden kann. Laut NDR Angaben wollte Kontra K mit dem Drogen im Wert von mehreren hunderttausend Euro Handel betreiben. Die Ermittler haben das verschlüsselte Handy gehackt. Der Anbieter der Handys hatte seine Nutzer bereits vor zwei Jahren gewarnt, die Handys nicht zu nutzen, nachdem bekannt geworden war, dass die französische Polizei die Server des Unternehmens gehackt und Chatnachrichten über mehrere Monate mitgeschnitten hatte. Ihre Ermittlungsdaten teilten sie auch mit dem Bundeskriminalamt. Die Ermittler konnten 4500 Tatverdächtige identifizieren. Es wurden fast 2000 Haftbefehle erlassen. Vermögen von mehr als 600 Millionen Euro wurden vorläufig gesichert. Und diese Daten haben auch prominente Personen wie Kontra K überführt. Außerdem soll der Musiker über dieses Krypto-Handy mit einem Bekannten über einen möglichen Überfall auf einen deutschen Musikmanager geschrieben haben. Kontra K und sein Management schweigen zu den Ermittlungen. Nächsten Dienstag will der Rapper seine Tour starten.   

Regeländerung bei ESC

Sie ist die wichtigste Musikshow in Europa: Der Eurovision Song Contest. Jetzt ändern sich die Regeln beim ESC, künftig werden die Zuschauenden mehr Rechte bekommen. Es gab bei der diesjährigen Show in Turin Unregelmäßigkeiten. Das war beim zweiten Halbfinale wo die Abstimmung von sechs Ländern nicht sauber war. Jetzt haben die Macher der Europäischen Rundfunkunion (EBU) entschieden: Im kommenden Jahr sollen die Zuschauenden per Telefon abstimmen wer ins Finale kommt. Die Jury Entscheidung fällt bei den beiden Halbfinal-Shows weg. Denn wer jemals den Eurovision Song Contest gesehen hat, der weiß: Die Meinungen der Zuschauer und der Jury gehen oft sehr auseinander. Eine weitere Änderung: Auch Länder die nicht teilnehmen können abstimmen. Sie dürfen über ein kostenpflichtiges Onlinevoting wählen. Die Stimmen werden zusammenaddiert und in Punkte umgewandelt. Das Finale findet dann wieder mit einer Jury statt. Deren Stimmen zählen zu 50 Prozent und die andere Hälfte kommt vom Publikum. Martin Österdahl, Executive Supervisor beim ESC sagt: "Diese Änderungen würdigen die immense Popularität der Show, indem sie dem Publikum des größten Live-Musik-Events der Welt mehr Macht verleihen". Die Nächste Show findet am 13. Mai in Liverpool statt. Die Ukraine hatte zwar den Eurovision Song Contest gewonnen, aber aufgrund des Krieges wird die Show in UK veranstaltet.

UK Music Diversity Report

Eine neue Studie hat die britische Musikindustrie unter die Lupe genommen. Der neue UK Music Diversity Report sagt: Vielfalt der Mitarbeitenden im UK-Musikbusiness ist gesunken. Der Grund warum der Anteil von Menschen, die sich als schwarz, asiatisch oder ethnisch "nicht-europäisch" identifizieren gesunken ist, wird wie folgt erklärt. COVID-19 habe den "ethnisch diversen" Sektor stärker getroffen, als andere Sektoren, heißt es in der Studie. Während der Pandemiezeit sei die Gesamtzahl der Arbeitsplätze in der Branche von 197.000 auf 145.000 im Jahr 2021 zurückgegangen.

Es gibt jedoch auch eine positive Veränderung: Der Anteil an Frauen ist gestiegen, 52,9 Prozent der Beschäftigen sind weiblich. Auch die Zahl der Frauen in mittleren und höheren Positionen ist seit der letzten Umfrage im Jahr 2020 gestiegen. UK Music ist ein Zusammenschluss wichtiger Institutionen in der britischen Musikindustrie und ihr offizielles Sprachrohr. Seit ihrem Start im Jahr 2016 verfolgt die national angesehene Umfrage Fortschritte bei der Förderung von Vielfalt und Inklusion in der britischen Musikindustrie. Ein neuer Aktionsplan soll die Förderung von Vielfalt und Inklusion voran bringen.