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Keshavara veröffentlichen Album "Kabinett der Phantasie"

Keshavara

Global Pop News 01.10.2021

Keshavara veröffentlichen Album "Kabinett der Phantasie"

Von Kai Brands

Das zweite Album des Musikprojekts Keshavara | Schlagabtausch zwischen Residente und J Balvin | Neue Single von Pongo | The Specials mit neuem Cover-Album | Unsere News aus der Welt des Global Pop.

Keshavara veröffentlichen zweites Album "Kabinett der Phantasie"

Zehn Songs sind auf Keshavaras neuem Album "Kabinett der Phantasie", das uns mitnimmt in die kosmische Klangwelt des Musikprojekts um Frontmann Keshav Puroshotham aus Köln. Facettenreicher, oft psychedelischer Indie-Sound wäre eine mögliche Beschreibung der Musik. Sie spielen mit Stil-Elementen aus verschiedenen Teilen der Welt. Keshav und Niklas Schneider von Keshavara waren diese Woche zu Gast im COSMO Soundcheck. Dort hat Niklas erzählt, welche Sound-Beschreibung sie für passend halten: "Es hat mal jemand geschrieben, dass wir den Einkaufswagen durch die Supermarktkorridore der Musikgeschichte schieben und das hinein tun, was uns gefällt. Das halten wir für eine treffende Beschreibung unserer Musik. Wie sind grundsätzlich sehr offen und inspiriert von sehr unterschiedlichen Sachen aus unterschiedlichen Epochen. Kann sein, dass das japanischer Yacht Rock ist oder Spiritual Jazz aus den 70ern."

Letztes Jahr gab es für Keshavara den popNRW-Preis in der Kategoire "Outstanding Artist" und ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Das Geld ist auch in die Produktion eines eigenen Filmes geflossen, der heute im kleinen Rahmen Premiere feiert. Der Film soll zunächst auf Festivals gezeigt werden.

Social-Media-Schlagabtausch zwischen Residente und J Balvin

Der kolumbianische Reggaetón-Superstar J Balvin hat mittlerweile fünf Latin Grammys gewonnen. Diese Woche hat die Latin Grammy Academy die Nominierungen für die kommenden Awards bekanntgegeben. Das war offenbar Grund für J Balvin sich etwas Luft zu machen. Kurz nachdem die Latin Grammy Academy die Liste der Nominierungen am Dienstag veröffentlicht hat – J Balvin ist in drei Kategorien nominiert – hat er laut dem Online-Musikmagazin Stereogum getwittert: "Die Grammys schätzen uns nicht, aber sie brauchen uns." Weiter heißt es demnach: "[…]Sie zeigen uns keinen Respekt." Was genau er meint, wird daraus nicht wirklich klar. Später soll er via Twitter andere Artists zum Boykott der Awards aufgerufen haben, heißt es in verschiedenen Medienberichten. Die Tweets sind nicht mehr aufrufbar. Eine Reaktion darauf kam von Rapper Residente aus Puerto Rico. Er hat bei instagram ein Video hochgeladen, in dem er J Balvin widerspricht. "Wenn die Grammys uns nicht schätzen: warum habe ich dann 31 Grammys?", fragt Residente unter anderem (27 davon sind Latin Grammys). Später im Video tritt er offenbar einen kleinen Streit los. Er vergleicht J Balvins Musik mit Hotdogs und sagt: 2Nicht falsch verstehen: alle mögen Hotdogs. Aber wenn Leute gut essen wollen, gehen sie in ein Restaurant, das Michelin-Sterne verdient hat."

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J Balvin selbst hat bei instagram daraufhin ein Foto von sich an einem Hotdog-Stand hochgeladen. Residente hat später eine Aktion unterstützt, bei der es zu jedem Hot-Dog ein Gratis-Bier geben soll, woraufhin J Balvin Hotdog-Fotos mit seinem Schriftzug darauf hochgeladen hat. Um die Award-Kritik scheint es zwischen den Musikern nicht mehr zu gehen.

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Neue Single von Pongo: "Começa"

Die "Queen of Kuduro" Pongo liefert einen weiteren Song für den Dancefloor. Auf "Começa" gibt es den typischen Kuduro-Sound Pongos mit knackigen Beats und rotzigem Rap. "Comeca2 ist die zweite Single innerhalb der letzten drei Monate. Demnächst soll ihr Debüt-Album erscheinen. Ein offizielles Release-Datum gibt es noch nicht. Bisher hat sie zwei EPs veröffentlicht, die ihr auch den Titel "Queen of Kuduro" eingebracht haben. Kuduro ist der treibende und powervolle Elektronik-Musik- und Tanzstil aus Angola. Dort ist Pongo geboren. Mit acht Jahren ist sie mit ihren Eltern vor dem Bürgerkrieg nach Lissabon geflohen, wo sie später zusammen mit den Elektronik-Größen von Buraka Som Sistema arbeitet und bekannt wird.

„Protest Songs 1924 – 2012“: The Specials mit neuem Cover-Album

Die britischen Ska-Größen The Specials kennen sich mit Politik- und Gesellschaftskritik in der Musik aus. In ihren eigenen Songs ging es unter anderem gegen Sexismus und Rassismus. Die Band sind Teil des Two-Tone Movements, benannt nach dem Ska-Label, dessen Artists Ende der 70er und Anfang der 19080er-Jahre eine ganze Jugendkultur geprägt haben. Mittlerweile sind sie noch bzw. wieder musikalisch aktiv. 2019 veröffentlichen sie ihr Album „Ecore“. Heute ist ihr neues Album erschienen: "Protest Songs 1924 – 2012". Entsprechende Songs, ursprünglich entstanden in einem Zeitraum von 88 Jahren will die Band auf dem Cover-Album würdigen, z.B. Bob Marleys "Get Up, Stand Up2 von 1973 oder dem Song "Freedom Highway" von den Staple Singers, der die Proteste des Civil Rights Movements Mitte der 1960-Jahre in den USA begleitet. Insgesamt sind zwölf Coverversionen von Protestsongs auf dem Album.

Stand: 01.10.2021, 10:51