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Kölner Rapper ALBI X huldigt kongolesischen Meistern

Rapper Albi X

Global Pop News 11.06.2021

Kölner Rapper ALBI X huldigt kongolesischen Meistern

Von Lukasz Tomaszewski

Kölner Rapper ALBI X huldigt kongolesischen Meistern | Das Fusion Festival findet doch statt | Yetundey goes Die Prinzen | Yat-Khaaus Tuwa melden sich zurück | Unsere News aus der Welt des Global Pop.

Kölner Rapper ALBI X huldigt kongolesischen Meistern

"Bibamba" heißt der neue Song von Nachwuchs-Rapper ALBI X und es ist eine Hommage an Musiklegenden aus dem Kongo. "Bibamba" könnte man vom Stil her als einen Art Afro-Drill bezeichnen. Gerappt wird hier auf einem Mix aus Lingala, Englisch und Französisch. Normalerweise mixt Albi X auch Deutsch mit in seine Texte ein. Dann nennt er dieses Kauderwelsch "DeuFrLa". Inhaltlich ist der Song eine Hommage an den Klassiker "Coupé Bibamba" des kongolesischen Musikers Awilo Longomba.

Albi X hat vor allem den Refrain neu interpretiert. Der Song ist aber auch eine Hommage an eine weitere Musikerlegende aus dem Kongo: Er huldigt der Sänger-Ikone Papa Wemba. Albi X hat Papa Wembas typische Begrüßungsformel mit eingebaut. Insgesamt ist der neue Song eine ziemlich kraftstrotzende Nummer. Albi X sagt, dass er gerne seine Power, Motivation und Hoffnung weitergeben will. Er möchte den Horizont der Menschen erweitern und gibt gleichzeitig einen kleinen Einblick in die jüngere Popmusik-Geschichte Kongos.

Das Fusion Festival findet doch statt

Einzelne Konzerte finden unter Hygienemaßnahmen wieder statt. Das gilt auch für das legendäre Fusion Festival. Da gibts in letzter Zeit viel hin und her. Der Verein "Kulturkosmos", Veranstalter der Fusion, hat wohl eine Lösung gefunden: "Planet: C" heißt das neue Konzept. Nicht wie bisher an einem Wochenende im Juni, sondern an zwei Terminen im August und einem im September soll im Mecklenburgischen Lärz wieder geravt und gefeiert werden. Alpha, Beta und Gamma werden die drei deutlich kleineren Festivals heißen.

Dabei ist das Programm und die Besucher*innenzahl allerdings stark eingedampft worden. Zu jedem Termin sollen 10.000 Besucher*innen kommen. Und nicht mehr auf 30, sondern auf vier Bühnen gibt es Global Pop, Techno und Punk. Ein angepasstes Test- und Hygienekonzept samt PCR-Test liegt vor. Die Veranstalter*innen gehen davon aus, dass es genehmigt wird. Das Line-Up ist, wie immer bei der Fusion, Überraschung. Für Tickets kann man sich ab heute zwei Wochen lang bewerben: Sie kosten 100 Euro, inklusive PCR-Test.

Yetundey goes Die Prinzen

Alle 90s-Kids freuen sich jetzt! Ab heute gibt's eine neue Version des Prinzen-Klassikers "Alles nur geklaut". Die Newcomer-Rapperin Yetundey aus Berlin ist 25 Jahre alt - textet mal auf Deutsch, dann wieder auf Französisch und Englisch. Ihre Musik ist ein Mix aus HipHop, Electro und Pop. Oder eben brachialem Eurodance der 90er, wie bei "Alles nur gekauft". Yetundé singt über gekaufte Klick- und Streamingzahlen im Musikgeschäft: "Ohne Geld keinem deine Musik gefällt - und wer sich nicht kaufen kann, bleibt ein kleiner Mann."

Über den Track sagt sie: "Die Idee von den Prinzen 'Alles nur geklaut' zu klauen und daraus diesen neuen Track zu machen, kam von meinem Produzenten und ich fand die Idee einfach so genial und so lustig, dass ich ihn genötigt und gezwungen habe, dass wir diesen Song auf jeden Fall machen." Back to the 90s mit Augenzwinkern und kritischem Text. 1993, als das Original durch die Lautsprecher plärrte, war Yetundé noch gar nicht geboren.

Yat-Khaaus Tuwa melden sich zurück

Yat-Kha mixen traditionelle Musik aus Tuwa, Sibirien und weitere asiatische Klänge mit melancholischen Balladen und Roots-Rock. Gesungen wird auf der Landessprache Tuwinisch, auf Russisch und Englisch. Das Trio hat sich vor allem mit dem typischen, ultratiefen Kehlgesang von Frontmann Albert Kuvezin einen Platz auf den internationalen Bühnen erspielt: "We Will Never Die" heißt das achte Studioalbum der Band.

Tuwa liegt im Süden Russlands, an der nordwestlichen Grenze der Mongolei. Und die weiten, einsamen Steppen werden von Yat-Kha in Klang gegossen: Akustikgitarren, Streicher, Akkordeon, Chöre - alles sehr dreamy. Neben eigenen Kompositionen werden auch traditionelle Gedichte aus Tuwa vertont. Aber Yat-Kha haben auch zwei bekannte Cover-Songs auf dem neuen Album: "Solitude" von Black Sabbath und "While My Guitar Gently Wheeps" von George Harrison. Aufgenommen wurde das Album übrigens in Schwaben - im Studio der Krautrock Legende Hans-Joachim Irmler.

Stand: 11.06.2021, 10:19