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#WeMakeEvents fordert mehr Unterstützung

Arbeitnehmer der Veranstaltungsindustrie demonstrieren unter dem Motto #WeMakeEvents beim Parliament Square in London

Global Pop News 01.10.2020

#WeMakeEvents fordert mehr Unterstützung

Von Joyce Lok-Teng Lee

#WeMakeEvents fordert die Regierung dazu auf, mehr für die Veranstaltungsindustrie in Großbritannien zu tun | Kölnerin Hozan Cane aus türkischer Haft entlassen | Vereinte Nationen fordern Aufhebung der Todesstrafe für Musiker Yahaya Aminu Sharif | Burna Boy lehnt Protesteinladung ab | Unsere News aus der Welt des Global Pop.

Kampagne #WeMakeEvents der britischen Musikindustrie

Die britische Musikindustrie, hinter der Fatboy Slim und Radiohead stehen, ruft mit #WeMakeEvents die Regierung dazu auf, mehr für die Musikindustrie zu tun. Es geht auch um Vorschläge einer staatlichen Versicherung, damit Veranstaltende Kosten von abgesagten Events durch die Pandemie erstattet bekommen. In Großbritannien laufen die Kurzarbeitsregelungen aus. Die Gesundheitsministerin sagt, dass sie nur für Branchen verlängert werden, die gerade aktiv sind. Clubs und Konzertorte werden da als inaktive Branche ausgeschlossen. Dabei ist die Kulturszene in Großbritannien sehr umsatzstark. Produzent Calvin Harris ist auch sauer. Er sagt, die britische Regierung behandle die Musikindustrie wie Scheiße.

UN: Todesurteil von Yahaya Aminu Sharif aufheben

Mitte August wurde der nigerianische Gospelsänger Yahaya Aminu Sharif zum Tode verurteilt. Jetzt greifen die Vereinten Nationen ein und fordern die Aufhebung der Strafe. Sharif soll laut Kritikern Gotteslästerung in einem Song begangen haben: Er soll einen Imam gelobt und ihn höher als den Propheten Mohammad gestellt haben. In einem Statement der Vereinten Nationen heißt es: "Die Kriminalisierung dieser Ausdrücke ist nicht rechtmäßig. Musik ist kein Verbrechen." Vor einem halben Jahr soll Sharif den Song über WhatsApp geteilt haben. Die Direktorin von Amnesty International Nigeria mache sich große Sorgen um die Gerechtigkeit des Prozesses und die Anklage gegen Sharif, die auf WhatsApp Inhalten basieren. 87.000 Leute haben eine Petition gegen das Todesurteil unterschrieben.

Kölnerin Hozan Cane ist frei

Die deutsch-kurdische Sängerin Hozan Cane aus Köln ist nach mehr als zwei Jahren Haft in der Türkei frei. Angeklagt wurde sie wegen Terrorismus. Sie wurde vor zwei Jahren bei einer Kundgebung der pro-kurdischen Organisation PKK in der Türkei festgenommen. Ein Gericht hat vor Kurzem entschieden, dass das Urteil unverhältnismäßig ist, seit ein paar Wochen wird das Verfahren neu aufgerollt, da man zu dem Schluss kam, dass es keine Beweise für Canes Mitgliedschaft in der PKK gibt. Verlassen darf sie die Türkei aber nicht. Mitte Oktober geht der Prozess weiter. Grünen Politikerin Berivan Aymaz freut sich über die Freilassung und twittert, dass sie weiter dran bleiben und äußert die Hoffnung, dass die Sängerin Cane und ihre Tochter nach Deutschland ausreisen dürfen.

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Burna Boy lehnt Protesteinladung ab

Viele Menschen in Nigeria sind unzufrieden und protestieren heute am Unabhängigkeitstag. Megastar Burna Boy machte ziemlich deutlich, dass er nicht teilnimmt. Politiker und Aktivist Omoyele Sowore hatte Burna Boy über Twitter zum Protest Revolution Now eingeladen: "Hallo Burna Boy, überall beschreiben dich die Menschen als revolutionären Musiker. Die ausländischen Medien feiern dich und vergleichen dich mit Fela Kuti. Ich sehe dich als jemanden, der jeden führen kann." Burna Boy antwortete, dass alle Politiker gleich seien und er keinem vertraue. Er schreibt: "Nun, ich bin nicht Fela. Das habe ich etliche Male gesagt. Aber Sie sind ein Politiker. Halten Sie mich da raus. Danke." Einige stellen sich hinter Burna Boy, andere hinter Sowore und kritisieren, dass Burna Boy nur in Songs die Regierung kritisiert, aber nie aktiv vorgeht. Sowore war früherer Präsidentschaftskandidat und gilt als einer der Gegenspieler vom jetzigen Präsidenten Buhari.

Stand: 01.10.2020, 10:50