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Emicida macht sich für freiwilliges Engagement stark

Emicida

Global Pop News 22.09.2020

Emicida macht sich für freiwilliges Engagement stark

Von Maike de Buhr

Emicida unterstützt die Kampagne #HistóriasQueVoam | Spendenkampagne für Artists in Afrika | Calis Bless fordert mehr Support für Künstlerinnen | Unsere News aus der Welt des Global Pop.

Emicida unterstützt freiwillig Engagement in der Geschäftswelt

Brasiliens Rap-Superstar Emicida macht sich für freiwilliges Engagement stark. Und wer könnte das besser als er: Emicida setzt sich für die afrobrasilianische Community ein, seine Songs sind mitreißend und die Texte politisch. Seine Stimme hat er jetzt der Kampagne #HistóriasQueVoam für ein Video geliehen. Die Kampagne erzählt die Geschichten von Menschen, die freiwillige Hilfe von Fachkräften bekommen haben und so selbst etwas auf die Beine stellen konnten.

Emicida liefert in dem Clip eine Mischung aus Motivationsrede und Freestyle: "Sie sagen, dass das gesamte Universum aus dem Urknall geboren wurde: eine einzige große Explosion die aus dem Nichts kam. Also habe ich beschlossen, dass auch ich aus dem Nichts explodieren werde!", meint Emicida, ganz getreu nach dem Motto: jeder hat die Kraft etwas zu schaffen. Hinter der Kampagne stecken 333 NGOs, die die Hilfe des größten Getränkehersteller Brasiliens, Ambev, in Anspruch nehmen. Die Firma stellt die Mentoren, die ihr Managementwissen und ihre Arbeitszeit spenden. Sie wollen Menschen in Brasilien im Job und in ihrer Existenz weiterhelfen. Mit diesem Programm sollen sie bereits sechs Millionen Menschen geholfen haben.

#SOULIDARITY: Spendenkampagne für Artists in Afrika während Corona-Pandemie

Das Coronavirus hat die Musikindustrie hart getroffen: Durch abgesagte Touren, Konzerte und Festivals fehlen vielen Artists und Bands Einnahmequellen.  Die Kampagne #SOULIDARITY setzt sich mit einer Spendenaktion für Musiker und Musikerinnen vom afrikanischen Kontinent ein. 700000€ will #SOULIDARITY sammeln um 188 Artists von Angola bis Zimabwe finanziell zu unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel der Musiker Bassekou Kouyate aus Mali oder die Highlife-Band Santrofi aus Ghana. Hinter der Aktion steht die deutsche Non-Profit Organisation Start With Culture. Bei der konnten sich Artists für den Fund bewerben. Über die Social-Media-Kanäle von #SOULIDARITY bekommen die Bands dazu eine Plattform, um sich den Menschen trotzdem zu zeigen – als Ersatz für fast 400 Shows, die den Artists Pandemie-bedingt weggebrochen sind.
Die Kampagne wird dazu von prominenten Stars unterstützt. Afro-Pop-Legende Salif Keita aus Mali oder der angolanische Sänger Paulo Flores sind Botschafter und rufen zu Spenden auf. Denn es gibt kaum staatliche Unterstützung für afrikanische Musiker*innen. "The Music Must Go On" findet Soulidarity: Während Artists in jeder Krise immer Botschafter*innen seien, wäre es jetzt an der Zeit, für sie einzustehen und ihnen zu helfen. Sammelt die Kampagne mehr Geld, wollen sie noch mehr Artists finanziell unterstützen.

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Afro-Pop Newcomerin Calis Bless fordert mehr Support für Künstlerinnen

Die Afro-Pop Newcomerin Calis Bless sagt: Frauen in der nigerianischen Musikindustrie müssen sich gegenseitig besser unterstützen, so wie es die männlichen Kollegen eben auch machen. Wie das nigerianische Magazin Vanguard berichtet, haben ihr zufolge Künstler wie Olamide, Don Jazzy und Davido bereits geholfen das Interesse an mehreren aufstrebenden männlichen Künstlern zu wecken und sie mit ihrem Support ins Rampenlicht in der Branche gerückt. Calis Bless fordert die wenigen prominenten Musikerinnen in Nigeria, wie Tiwa Savage, Yemi Alade und Simi, auf, das gleiche zu tun und aufstrebende Newcomerinnen zu unterstützen, um die Zahl berühmter Musikerinnen im Land zu erhöhen. Calis Bless ist selbst seit zwei Jahren im Musikgeschäft, aber sie hat das Gefühl, dass Talent allein nicht ausreichen würde. Geld müsse auch her, um Recording Sessions bezahlen zu können und Musik zu promoten. Sie erhebt dazu schwere Vorwürfe gegen Kollegen. Manche hätten sexuelle Gefälligkeiten von ihr verlangt im Gegenzug für Zusammenarbeit. Als sie das ablehnte, sollen sie ihre Hilfe verweigert haben. Calis Bless will sich aber nicht entmutigen lassen und ihren Traum von einer erfolgreichen Karriere im weiter verfolgen. Um das zu finanzieren soll sie zusätzlich als Hairstylistin arbeiten

Stand: 22.09.2020, 10:00