Live hören
Jetzt läuft: Lavalampe Lazer von Goldroger

Interaktive Festival-Weltkarte mit Songs zum Nachhören

Oslo World Maps the World

Global Pop News 01.04.2020

Interaktive Festival-Weltkarte mit Songs zum Nachhören

Von Maike de Buhr und Marc Mühlenbrock

Die "Oslo World Maps the World" ist eine interaktive Festival-Weltkarte mit vielen Songs zum Nachhören | Deutsche Musikermanager fordern Radioquote | Fringe Festival in Schottland abgesagt | Unsere News aus der Welt des Global Pop.

Interaktive Festival-Weltkarte: "Oslo World Maps the World"

Die Festival-Saison ist wahrscheinlich schon beendet, bevor sie so richtig angefangen hat. Umso schöner ist die Aktion vom Oslo World Festival. Die Macher*innen haben eine digitale Festival-Karte erstell, auf der man per Mausklick um die ganze Global-Pop-Festival-Welt surfen kann. "Wir haben 50 Festivals weltweit gebeten 20 Songs zusammenzustellen, die ihr Festival am besten repräsentieren", erzählt Oslo-World-Leiterin Alexandra Archetti Stolen im COSMO-Interview. "Viele haben mitgemacht, große und kleine auf der ganzen Welt."

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Auf einer bunten Weltkarte sind Festivals, wie Womad, Sonar oder Nyege Nyege, verortet. Wenn man mit der Maus drüberfährt, erscheint jeweils eine Playlist gefüllt mit Songs von Acts, die entweder dieses Jahr auf den Festivals spielen sollten oder dort schon legendäre oder besonders viele Auftritte hingelegt haben. Das Oslo World Festival ist zwar selber noch nicht abgesagt, weil es erst Ende Oktober stattfinden soll, mit dieser Aktion wollen die Macher*innen aber nicht nur Festivals unterstützen, die ausfallen oder verschoben werden müssen. Sie möchten Fans auch die Möglichkeit geben virtuell durch die Welt zu reisen und Musik zu entdecken. Am Dienstag ist die Karte mit dem Namen "Oslo World Maps The World" gelauncht. In den nächsten Wochen sollen noch weitere Festivals hinzugefügt werden.

Deutsche Musikermanager fordern Radioquote

Die Coronokrise trifft die Künstler rund um Welt hart – Konzerte und Festivals fallen aus und damit bricht eine wichtige Einnahmequelle für sie weg. Jetzt setzten sich in Deutschland Künstler-Managerinnen und Manager für sie ein. In einem Rundschreiben fordern eine Radioquote von 50 Prozent für in Deutschland lebende Künstler. Das Motto lautet: "Wir bleiben zu Hause - spielt Ihr unsere Songs". Denn in diesen besonderen Zeiten sei Solidarität gefragt, sagt Marc Feldmann, einer der Künstler-Manager, die die Aktion ins Leben gerufen haben. "Es geht ums Überleben von Künstler, Musikern die in Deutschland leben. Und da geht es gar nicht um Deutsch-Tümmelei. Die können auch Spanisch, Französisch, Englisch oder Deutsch singen, das ist eigentlich egal. Wir wollen Künstler unterstützen, die in Deutschland, Österreich oder Schweiz leben und arbeiten."

Inwieweit das zur Benachteiligung internationaler Künstler führen könnte, vertieft das Rundschreiben nicht. Zu den Artists, die die Initiative unterstützen, gehören zum Beispiel Samy Deluxe, Mighty Oaks, Selig oder Megaloh. Besonders wichtig ist der Initiative aber sich für Newcomer einzusetzen. Gerade aufstrebenden Artists fehlt es jetzt an Reichweite und vor allem an Geld. "Die Kämpfen ums überleben und sie stehen gerade bei null und haben noch keine Rücklagen, weil sie gerade im Aufbau sind bzw darüber strugglen, dass sie den Beruf Musiker für ihr Leben hinkriegen wollen", so Marc Feldmann

Die Initiative appelliert an alle Radiosender, die heimischen Artists nicht zu vergessen und die vielfältige und talentierte Musikszene mit viel Sendezeit am Leben zu halten. Sie fordern eine Musiksendung für ihre Künstler zwischen 15 und 20 Uhr.

Fringe Festival abgesagt

Die Konzertlandschaft liegt wegen Corona gerade brach und auch die Festival-Saison wird immer kürzer. Zwei der größten Festivals der Welt, das Coachella in Kalifornien und das Primavera in Barcelona, sind schon auf den Spätsommer verschoben worden. Heute wurde das größte Kultur-Festival der Welt abgesagt. Das Fringe Festival in Edinburgh zieht jährlich im August viereinhalb Millionen Menschen in die Stadt. Knapp 50.000 Konzerte, Theater-Aufführungen und Darstellungen aller Art werden für dieses Jahr gecancelt. Schottlands First Minister Nicola Sturgeon bezeichnete die Entscheidung als herzzerbrechend, aber richtig. Damit sind alle fünf Festivals, die im August in Edinburgh stattfinden sollten, abgesagt.

Stand: 01.04.2020, 09:30