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Jetzt läuft: You Should Be Sad von Halsey

Neue Single von Little Dragon feat. Kali Uchis

Die kolumbianische Sängerin Kali Uchi, Screenshot aus dem Video "After The Storm ft. Tyler, The Creator, Bootsy Collins"

Global Pop News 05.03.2020

Neue Single von Little Dragon feat. Kali Uchis

Von Anne Lorenz

Neue Single von Litte Dragon "Are you feeling sad" | Urteil aus Berlin gegen Fake-Streams |  Tanzen mit den Hologrammen der Lieblingsstars
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Neue Single “Are you feeling sad” von Little Dragon feat. Kali Ulchis

Die Global Pop Band Little Dragon aus Schweden hat sich für ihre neue Single mit der kolumbianisch-amerikanischen Sängerin Kali Uchis zusammengetan. Ihr gemeinsamer Song "Are you feeling sad" klingt nach Frühling. Das können Little Dragon einfach. Verträumte Sounds die sofort Stimmungen und Bilder erzeugen. Das Lied ist eines der wenigen bei dem Little Dragon sich einen Musikgast eingeladen haben. Bei ihnen läuft es eigentlich andersrum. Die Band wird häufig von anderen Bands gefeatured. Wie zum Beispiel bei BadBadNotGood, SBTRKT oder KAYTRANADA. Ihre eigenen Songs bestreiten sie sonst lieber allein. Bei Kali Uchis machen Little Dragon aber eine Ausnahme, von ihr sind sie nämlich ganz große Fans. Als sie die finale Version mit ihr zum ersten Mal gehört haben, war es für die Musiker wie ein verspätetes Weihnachtsgeschenk.

Die Single ist Vorbote auf das neue Little Dragon Album. Auf dem kehren die vier Musiker zu ihre alten Instrumente zurück: Schlagzeug, Bass, Keyboards, Harfe, Gitarre und Vocals. Passend dazu wird die Scheibe "New Me, Same Us" heißen – "Neues Ich, gleiches Wir". Darauf haben Little Dragon mal wieder alles selbst produziert und aufgenommen – in ihrem alten Heimatstudio in Göteborg. 2New Me, Same Us" kommt Ende des Monats raus. Nächste Woche spielen Little Dragon schon mal eine Show im Festsaal Kreuzberg in Berlin. Die ist aber leider schon restlos ausverkauft.

Urteil gegen Fake-Streams

Auf der Plattform Followerschmiede.de konnten sich Künstler bisher Abrufe ihrer Songs auf Streaming-Portalen wie Spotify kaufen, um damit höher oder überhaupt in die Charts einzusteigen, oder Lizenzzahlungen zu erschleichen. Damit ist jetzt Schluss. Der Bundesverband Musikindustrie hat die Webseite für Fake-Streams mit einer einstweiligen Verfügung beim Landgericht Berlin stilllegen lassen. Vor etwa einem Jahr haben wir zum ersten Mal von solchen manipulierten Klickzahlen gehört. In der Doku "Der Rap Hack: Kauf dich in die Charts". Die gab es damals auf dem ARD-YouTube Kanal Y-Kollektiv. Da hat ein junger Mann anonym davon berichtet, wie er Streaming-Zahlen für Geld verfälscht.

Die stillgelegte Followerschmiede ist allerdings nicht der einzige Anbieter für solche Betrügereien. Es gibt zum Beispiel auch noch den Anbieter Followersnet. Der lockt genauso mit Spotify Plays und bieten dazu auch noch gekaufte Instagram-Follower an. Die sind heute mindestens genauso wichtig: Je mehr Follower ein Künstler hat, desto ernster wird er genommen. Mit dem Urteil aus Berlin ist also noch längst nicht jeder Betrug in der Musikindustrie aus der Welt geschafft, vor allem nicht international. Der Weltverband für Phonoindustrie fordert deshalb, dass Streamingdienste nach besseren technischen Lösungen für dieses Problem suchen.

 Hologram- Tour von Whitney Houston

Tanzen mit den Hologrammen deiner Lieblingsstars

Seit dem Tupac Hologramm beim Musikfestival Coachella 2012 sind die lebensgroßen 3D-Lichtbilder von Musiker-Größen der absolute Hit. Gab es später auch noch mit Michael Jackson oder Whitney Houston. Und auch die Gorillaz nutzen diese Technik um ihre berühmten Comic-Charaktere auf der Bühne zum Leben zu erwecken. Diese Hologramm-Idee denkt ein junges Startup-Unternehmen aus Los Angeles jetzt weiter.
Als App fürs Smartphone wollen die Macher ermöglichen, dass wir mit unseren Stars zu Hause zum Lieblingslied tanzen kann. Mit dabei sind bisher Künstler wie Rapper Vic Mensa und Pussy Riot. Die wurden mit über hundert Kameras gefilmt während sie ihre Songs singen und tanzen. Aus dem Material hat das Unternehmen dann dreidimensionale Abbilder der Stars geschaffen. Die App greift auf die Handy-Kamera zu. Während im Hintergrund der ausgewählte Song läuft, filmt man sich beim Tanzen und steht –zack- direkt neben einem der Künstler.
Von Pussy Riot ist zum Beispiel der Song "Hangerz" gefeatured. Neuste Single der feministischen Punk-Rock-Band aus Moskau – darin singen sie über Abtreibung und Frauenrechte. Sängerin Tolokonnikova sagt zu der neuen App: "Unsere Regel ist, dass alle bei Pussy Riot mitmachen dürfen. Mit der App kann sich jetzt jeder der Bewegung anschließen." Die Macher dieser neusten Promo-Idee aus der Musikindustrie wollen damit genauso durchstarten wie zum Beispiel TikTok oder Instagram.

Stand: 05.03.2020, 09:30