Pañuelazo #19F - Künstler*innen unterstützen Protestmarsch für legale Abtreibung in Argentinien

Pañuelazo #19F - Protest

Global Pop News 20.02.2020

Pañuelazo #19F - Künstler*innen unterstützen Protestmarsch für legale Abtreibung in Argentinien

Von Anne Lorenz

Solidarität für argentinische Abtreibungsproteste aus dem Global Pop |  Berliner Label Habibi Funk mit Taschen-Plattenspieler | Reaktionen auf Mord an Pop Smoke | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Pañuelazo #19F "Legale, sichere und kostenlose Abtreibung für Alle"

In Argentinien gab es gestern Abend einen riesigen Protestmarsch für legale Abtreibung. Tausende Menschen sind mitgelaufen, darunter feministische Gruppen aus den USA und Chile und auch Künstlerinnen aus dem Global Pop haben sich solidarisiert. "Legale, sichere und kostenlose Abtreibung für Alle" – das war der Slogan des Marsches. Die Demonstrierenden fordern, dass das Thema noch dieses Jahr in die parlamentarische Agenda aufgenommen wird. Nach dem Protestmarsch haben sich alle vor dem argentinischen Kongress in Buenos Aires versammelt.

Ein Meer aus grünen Halstüchern, die Pañuelazo sind ja in den letzten Jahren zum Symbol der Proteste im Kampf für Frauenrechte geworden. Und diesen Kampf kämpfen auch viele Künstlerinnen aus dem Global Pop schon von Anfang an mit. Rapperin Miss Bolivia zum Beispiel, sie ist gestern sogar selbst mitgelaufen. Kurz vorher hat sie ein Bild in voller Protestmontur mit gereckter Faust gepostet, dazu schreibt sie: "Wir sehen uns gleich". Auch die Kumbia Queers waren dabei, sie haben heute Nacht ein Bild von der Versammlung auf dem Platz vor dem Kongress geteilt. Und Singer/Songwriterin Mon Laferte hat ihre Twitterseite kurzfristig in einen Newsfeed für die Proteste umfunktioniert und Artikel sowie wichtige Infos gepostet. Die Chilenin hat ja auch den roten Teppich der Latin Grammys schon medienwirksam zum Protestieren genutzt, für die Revolution in ihrem eigenen Land. Sie kam Oben-Ohne, auf ihrer Brust stand: "In Chile wird gefoltert, vergewaltigt und gemordet."  Der Kampf um legale Abtreibung in Argentinien geht schon seit über fünfzehn Jahren. Auf seiner Europareise hat der argentinische Präsident vor knapp zwei Wochen ein neues Gesetzesvorhaben angekündigt, um Frauen, die abtreiben, vor Strafverfolgung zu schützen.

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Taschen-Plattenspieler von Habibi Funk

Das Berliner Plattenlabel mit Herz für arabische Grooves der 70er Jahre hat einen mobilen Plattenspieler entwickelt. Es gibt schon ein paar solcher Taschen-Plattenspieler-Modelle,  aber aus Sicht von Habibi Funk Label Gründer Jannis Stürtz keine mit ausreichender Qualität. Also hat er sich mit einem Produktdesigner aus Bonn zusammengetan und drei Jahre an einem Prototyp gearbeitet. Der ist jetzt fertig – CT-01 heißt das Modell. Und für die Auflage der ersten 1000 Plattenspieler gibt es jetzt eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter.

Dort kann man dann sogar eine exklusive Habibi Funk Edition davon bestellen. Damit kann man dann im Park oder bei spontanen Outdoor-Partys angeben und seine schönsten Plattenschätzchen in bester Qualität abspielen. Für Jannis Stürtz als alter Vinyl-Perlentaucher hat dieser Taschen-Plattenspieler darüber hinaus aber noch einen ganz anderen Wert: "Man kann ihn zu Hause benutzen, aber man kann ihn auch genauso gut unterwegs benutzen und das ist halt so für die Arbeit von Habibi Funk essenziell. Dass wenn ich irgendwie in Kairo in einem Plattenladen bin, wo es halt meistens irgendwie keine Möglichkeit gibt sich in Platten vorher rein zu hören, dass man halt selber die Möglichkeit hat. Für mich ist das also dementsprechend fast ein Arbeitsgerät. Eben bei der Arbeit in Nordafrika und im Nahen Osten wenn ich halt nach Musik suche." Also auch ein Goldstück für alle Platten-Digger, die sich gerne auf Vinyl-Märkten rumtreiben.

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Rapper zum Mord an Pop Smoke

Gestern Abend ist die Nachricht bekannt geworden: In den USA ist schon wieder ein aufstrebender junger Rapper getötet worden. Pop Smoke wurde in los Angeles erschossen. Zahlreiche Reaktionen kommen aus der HipHop Szene. Rapper-Kollege 50 Cent twittert: "Kein Erfolg ohne Eifersucht, Verrat kommt von denen, die Dir nahestehen." Die Polizei hat bisher keine Infos bestätigt, Pop Smoke soll aber bei einem Einbruch in seine Villa in den Hollywood Hills erschossen worden sein. Der Kommentar von 50 Cent lässt vermuten, dass er von Gang-Rivalität ausgeht. Nicky Minaj schreibt etwas ähnliches: "Die Bibel sagt, dass Eifersucht so grausam ist wie das Grab. Unglaublich. Ruhe in Frieden, Pop." Und Snoop Dogg postet ein Bild des Rappers auf Instagram und schreibt dazu: "Rest in Peace lil homie – verdammt, es tut schon wieder so weh, zu früh von uns gegangen!"

Pop Smoke war gerade mal zwanzig Jahre alt. Erst vor wenigen Tagen hat der New Yorker Durchstarter sein Album "Meet The Woo, V.2" rausgebracht und ist damit direkt auf Platz sieben der US-Billboard-Charts eingestiegen. Seine Rapper-Kollegen haben ihn respektiert. Migos Rapper Quavo zum Beispiel, der erinnert sich jetzt nochmal an Pop Smoke. Er schreibt: "Er war so talentiert, bescheiden, respektvoll und voller Wertschätzung. Er hat immer Fragen gestellt, er war wie ein Schwamm, hat alles schnell gelernt – ein junger BOSS!"

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Stand: 20.02.2020, 09:30