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Neuauflage von Gil Scott-Herons "I'm new here"

Gil Scott Heron live bei The Nova Jazz & Blues Night 2010

Global Pop News 06.02.2020

Neuauflage von Gil Scott-Herons "I'm new here"

Von Maike de Buhr

Gil Scott-Herons "I'm New Here" in der Neuauflage von Makaya McCraven | Bob Marley Museum und neues Video zu "Redemption" | Tarek K.I.Z. hat keine Angst von Drohungen aus dem Netz | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Gil Scott-Herons "I'm New Here" in der Neuauflage von Makaya McCraven

Zehn Jahre ist es her, dass Gil Scott-Heron sein letztes Album "I'm New Here" rausbrachte. Der Musiker aus den USA starb kurz danach. Nun erscheint über das Label XL Recordings eine Neuauflage des Album, um das Erbe des legendäreren Musikers, Poeten und Bürgerrechtlers zu würdigen. Seit den Siebzigern nutzte Gil Scott-Heron seine Stimme in Büchern und Musik, um sich für die Rechte von Schwarzen einzusetzen. Zu Funk, Soul und Jazz sprach er meist seine Texte über die Musik und gilt damit als Wegbereiter des HipHop. XL Recordings hat sich nun einen Star des Modern Jazz dazugeholt, um die Songs von Gil Scott-Heron im neuen Glanz erstrahlen zu lassen. Der Schlagzeuger, Produzent und Beatmacher Makaya McCraven gibt "I'm New Here"  die improvisierte Live-Mentalität des Jazz und elektronische, samplebasierte Teile hinzu. Die neue Version "We're New Again - A Reimagining by Makaya McCraven" erscheint morgen, am Freitag, den 7. Februar 2020.

Tarek K.I.Z. hat keine Angst von Drohungen aus dem Netz

K.I.Z. sind die großen Provokateure der Deutschrapszene. Auch solo schlägt Tarek von der Band in die Kerbe. Sein Video zum Song "Nach wie vor" hat ihm viel Kritik eingebracht. Darin metzelt er wie in einem Tarantino-Splatter-Film drei Leute nieder, die den AFD-Spitzen-Politikern Alexander Gauland, Alice Weidel und Björn Höcke sehr ähnlich sehen. Das überzogene Szenario voller Blut, Gedärmen und einem abgetrennten Kopf hat ihm einige Drohungen aus der Rechten Szene eingebracht. Aber Tarek lässt sich nicht einschüchtern, erzählte er im COSMO-Interview: "Ich habe keine Angst. Auch weil ich weiß, dass viel geredet wird im Internet. Es ist halt auch Teil des Kunstprojekts, die Drohungen und Provokation dahinter. Und wenn sowas passiert, dann macht es das Kunstprojekt noch größer." Tarek hat letzten Freitag sein Solo-Album "Golem" veröffentlicht.

Christine and The Queens mit "People, I've been sad”

"Leute, ich war traurig." Mit dem einfachen und direkten Satz widmet Christine and The Queens ihren neuen Song dem schweren Gefühl. In "People, I've been sad" singt sie in Englisch und Französisch darüber in Traurigkeit zu versinken und sich alleine zu fühlen. Ihre Stimme ist dabei sehr eindringlich, die Worte mal stark abgehakt, mal sanft tragend. Mit einer tiefen Synth-Bassline und Streichern dazu erschafft sie ein warmes Bad der Melancholie ohne runterzuziehen. Die Single ist ihr erster neuer Solo-Song nach dem Album "Chris", mit dem sie die letzten anderthalb Jahre unterwegs war. Christine and The Queens ist eine Pop-Ikone. Ganz empathisch geht sie auch an schwierige Themen ran, ob Häusliche Gewalt, Verletzlichkeit, oder sexuelle Identität. Mit ihrer genderfluiden Art wird Christine and The Queens besonders von der LGBTQ-Community gefeiert.

Livestream zum Bob Marley Museum und neues Video zu "Redemption"

75 Jahre wäre Bob Marley heute geworden. Am Bob Marley Museum in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston steigt die Party schon! Wo sonst soll man eine Bob Marley Party schmeißen? Denn das Bob Marley Museum ist auch das Haus, wo er gelebt hat. Jedes Jahr wird dort der Geburtstag gefeiert und es ist quasi das Headquarter des Marley Clans. Bis tief in die Nacht soll die Veranstaltung gehen. Donisha Prendergast Marley, die Enkeltochter von Bob und Rita Marley, hat eben eine Rede gehalten. Sie hat ihre Mutter als Königin bezeichnet und erzählt, dass es ohne sie das Bob Marley Museum gar nicht geben würde. Damit hat Rita Marley maßgeblich dafür gesorgt, dass das Erbe der Marley Familie weitergetragen wird. In Deutschland können wir mit einem Livestream an den Festlichkeiten teilnehmen.

Auftreten werden die Kinder und Enkelkinder von Bob Marley. Auch Toots Hibbert, der mit Bob Marley zusammengearbeitet hat, und Jesse Royal werden zu Ehren Bob Marleys Konzerte geben.

Das Thema der diesjährigen Feier ist "Redemption" - auch einer der erfolgreichsten Tracks von Bob Marley. 40 Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung ist dazu heute ein neues Video veröffentlicht worden, animiert von französischen Künstlern, die insgesamt 2747 Zeichnungen gemacht haben. Es werden Symbole von Hoffnung und Einigung gezeigt, also all das, was der Song aussagt. Das Video feiert auch Bob Marleys Beitrag zu Black Culture und Black Empowerment.

Stand: 06.02.2020, 11:18