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Eminem droppt überraschend neues Album

Eminem

Global Pop News 17.01.2020

Eminem droppt überraschend neues Album

Von Marc Mühlenbrock & Joyce Lok-Teng Lee

Eminem droppt überraschend neues Album | Mura Masa blickt auf neuem Album in die Vergangenheit | Antilopen Gang spricht in neuem Song über das erste Mal | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Eminem droppt neues Album

Heute Morgen gab's eine Riesenüberraschung für alle Rap-Fans: Eminem hat ein neues Album gedroppt. "Music To Be Murdered By" heißt es und ist ganz schön voll. Mit kurzen Interludes sind es insgesamt 20 Tracks auf denen Eminem im gewohnten Maschinengewehr-Style reimt. Das Album hat auch viele Gaststars: Anderson .Paak ist mit drauf, der inzwischen verstorbene Rapper Juice WRLD und Popstar Ed Sheeran. Außerdem gibt es noch schöne Oldschool-Feelings auf einem Track mit Q-Tip von A Tribe Called Quest und Black Thought von The Roots.

Auf "Music To Be Murdered By" ist Eminem gewohnt martialisch und düster unterwegs. Es geht um ernste Themen, um Depression, um Gewalt in der Familie, um Konflikte mit sich selbst und mit anderen Rappern. Aber der Detroiter Rapper gibt dem Ganzen auch einen komischen Twist. Der Titel ist geklaut von einem Album von Kult-Horror-Regisseur Alfred Hitchcock. Eminem samplet diese Platte und hält sich - genau wie Hitchcock auf dem Original-Cover - gleichzeitig eine Axt und eine Pistole an die Schläfe.

Mura Masa blickt auf neuem Album in die Vergangenheit

Der britische Elektronik-Produzent Mura Masa vollzieht einen Stilwechsel. Vorher hat er karibische Sounds gemacht, wurde viel in Clubs gespielt. Das neue Album "R.Y.C." ist eher was für zuhause auf Kopfhörern. Es bietet allenfalls traurige Clubtracks und wirkt introvertiert. Das ist das Konzept des ganzen Albums: "R.Y.C." steht für "Raw Youth Collage". Mura Masa widmet sich seiner Kindheit und seiner Teenagerzeit in England, auf der Ärmelkanalinsel Guernsey, wo er geboren ist. Er nennt es einen ungefilterten Blick zurück auf schöne und traurige Erinnerungen. Mura Masa hat sich dafür auch die passenden Stimmen gesucht, hat zum Beispiel zusammengearbeitet mit den Indie-Sängerinnen Georgia, Clairo und Ellie Roswell von der Retro-Alternative-Band Wolf Alice.

Antilopen Gang mit Song über das erste Mal

In HipHop-Texten über Sex ist es meist Standard, dass die Rapper von sich als supergeile Hengste reden. Die Antilopen Gang liefert in ihrer neuen Single "Bang Bang" jetzt das Gegenbeispiel. Es ist ein Song über den ersten Sex und wie unrühmlich der eigentlich sein kann. Die drei Mitglieder der Antilopen Gang erzählen in drei Strophen jeweils super offen und ehrlich ihre Geschichte. Der Song könnte vielen Teenager-Jungs helfen, er kann ihnen den Druck nehmen und Mädchen können ein bisschen hinter die Fassade blicken.

Gangmitglied Koljah ist sich aber nicht so sicher, ob der Song wirklich dafür taugt: "In erster Linie erzählen wir in "Bang Bang" von uns selbst, als wir noch orientierungslose Teenager waren. Ich finde es nicht verkehrt, wenn sich das so ein paar Jungs anhören, die in einer ähnlichen Situation sind und die sich dann aufmuntern lassen. Ich glaube, ich selbst hätte das nicht ertragen, in der Situation ein solches Lied zu hören. Hätte mir die Ohren zugehalten und wäre peinlich berührt gewesen."

"Bang Bang" handelt von dem Druck, es gleich beim ersten Mal bringen zu müssen, von Potenzproblemen und trotzdem den Angeber spielen zu müssen und dem antiquierten Rollenbild des Mannes. Das alles ziemlich ernsthaft und zum Glück gar nicht klamaukig. Nächsten Freitag kommt "Abbruch Abbruch" raus, das neue Album der Antilopengang.

Stormzy und Soweto Kinch stehen hinter Herzogin Meghan Markle

UK kommt einfach nicht zur Ruhe: Da scheint es ein ernstes Rassismus Problem zu geben. Rapper Stormzy macht das an der Medienhetze gegen Herzogin Meghan Markle fest. Die hat sich verstärkt, seitdem sie und Prince Harry Ende letzter Woche verkündet haben, dass sie von den royalen Pflichten zurücktreten. Stormzy kann nicht nachvollziehen, was die Leute gegen Meghan haben. Vielen Medien wirft er Rassismus vor. Das hat er in einem Interview bei einer New Yorker Radiostation gesagt.

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"Sie ist Schwarz, darum geht's doch!" sagt Stormzy. Dann ahmt er einen britischen Moderatoren nach, der zu Meghan gesagt hat: "Sie ist so arrogant". Stormzy ist überzeugt, dass der Moderator so über sie spricht, weil sie afroamerikanische Wurzeln habe. Stormzy ist nicht alleine mit seiner Meinung: Er bekommt Rückendeckung von Soweto Kinch, einem Schwarzen, britischen Jazz Saxophonisten. Er selbst hat auch Erfahrungen mit Rassismus gemacht.

Stand: 17.01.2020, 09:30