Hans Zimmer und Dua Lipa für den neuen Bond?

Dua Lipa

Global Pop News 14.01.2020

Hans Zimmer und Dua Lipa für den neuen Bond?

Von Marc Mühlenbrock & Joyce Lok-Teng Lee

Der neue James Bond: Hans Zimmer liefert Musik und Dua Lipa den Bond-Track? | Folksänger Shariat Sarker aus Bangladesch wurde festgenommen | Doku über das Leben weiblicher DJs in Lagos | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Der neue James Bond: Hans Zimmer liefert Musik und Dua Lipa den Bond-Track?

Hans Zimmer macht die Filmmusik für den 25. James Bond, "Keine Zeit zu sterben", der am 2. April in die Kinos kommt. Zimmer wurde im Nachhinein verpflichtet, er springt ein, weil die Produzenten mit der Arbeit von Vorgänger Dan Romer nicht zufrieden waren. Der deutsche Komponist und der englische Geheimagent sind beide seit mehreren Jahrzehnten in Hollywood, aber noch nie zusammengekommen.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Unterdessen brodelt weiter die Gerüchteküche, wer den neuen Bond-Song singt. Die meisten tippen auf die britische Popsängerin Dua Lipa. Andere Quellen behaupten, dass es ihre US-Kollegin Billie Eilish sein wird. Seit Beyoncé vor ein paar Tagen ein Bild eines Martini-Glases gepostet hat, spekulieren aber auch viele, sie hätte damit einen Hinweis gegeben.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Und auch ein paar Herren sind mit im Rennen: Ed Sheeran und Sting. Es ist allerdings nicht unwahrscheinlich, dass an allen Gerüchten etwas dran ist. Denn die Vergabe des Bond-Songs ist ein Wettbewerb. Oft werden mehrere Musiker und Musikerinnen unabhängig voneinander beauftragt, viele reichen auch per Initiativbewerbung ihren Songvorschlag ein – und am Ende wählt das Produzententeam dann einen aus.

Folksänger Shariat Sarker aus Bangladesch wurde festgenommen

In Bangladesch ist ein Sänger im Gefängnis, weil er den Islam beleidigt haben soll. Shariat Sarker, beliebter Folk-Sänger aus Bangladesch mit Millionen Fans, ist am Wochenende verhaftet worden. Die Verhaftung ist der vorläufige Höhepunkt einer Kampagne gegen ihn, seit seinem Konzert im Dezember, auf dem er angeblich etwas gegen den Islam gesagt haben soll. Hunderte Menschen waren gegen Sarker auf die Straße gegangen, islamische Geistliche hatten seine Inhaftierung gefordert. Freunde und Kollegen verteidigen Shariat Sarker: Er habe nur diejenigen kritisiert, die Religion als politisches Werkzeug missbrauchen. Der Hintergrund seiner Verhaftung könnte auch politisch sein: Sarker ist ein Sufi, eine Form des Islam, die keine religiösen Vertreter ihres Gottes oder Prediger braucht. Damit sind sie religiösen Hardlinern ein Dorn im Auge.

Seit gut zwei Jahren ist die Redefreiheit in Bangladesch gefährdet. Menschenrechtsgruppen sind alarmiert. Ein Gesetz von 2018 besagt, dass jeder, der die religiösen Gefühle anderer verletzt, bis zu lebenslang in Haft kommen kann. Wobei nicht genau definiert ist, ab wann man die Gefühle anderer verletzt. Es geht dabei auch um online-inhalte, die von dritten hochgeladen werden können, wie jetzt bei Sarker ein Ausschnitt eines Live-Konzerts. Im vergangenen Jahr sind bereit 29 Menschen so in Haft gekommen.

Doku über das Leben weiblicher DJs in Lagos

Die Doku "Assurance" zeigt, wie es für junge weibliche DJs heute aussieht. Und zwar nicht in Europa, sondern in Lagos, der Hauptstadt Nigerias. Gemacht hat die Doku die britisch-ghanaische Künstlerin Juba, selber Produzentin und DJ. Im Dezember war sie noch zu Gast bei Big Up, unserer Cosmo-Party in Berlin. Juba ist die Erzählerin der Doku, gezeigt werden aber drei Kolleginnen von ihr, die in Lagos auflegen: Sensei Lo, DJ Yin, DJ Ayizan. Die sagen, dass Frauen mindestens doppelt so hart arbeiten müssen, wie Männer, um akzeptiert zu werden und dann am Ende weniger verdienen. Wenn sie auflegen, würden sie sehr oft angemacht und belästigt, was sogar richtig gefährlich werden kann. Zwei der drei sagen aber auch, dass die Lage im Business sich generell verbessert habe - gerade in Lagos - weil sich dort eine Art Szene entwickelt hat.

Shaggy und Sean Paul beim Summerjam

Das größte Reggae-Festival Europas hat neue Künstler im Line-Up bekannt gegeben. Das Update kann sich echt sehen lassen: Es gibt nämlich gleich zwei neue Headliner! Mit dabei sind nun auch Shaggy und Sean Paul. Zwei alte Dancehall-Legenden, die inzwischen große Popstars geworden sind. Shaggy und Sean Paul werden unter anderem neben Patrice, Gentleman, Trettmann und Fettes Brot auftreten. Außerdem neu dabei sind Ky-Mani Marley und der Hamburger Rapper Samy Deluxe - alle zu sehen dann traditionell am ersten Juli-Wochenende am Fühlinger See in Köln.

Akon City hat das offizielle Go

Eine eigene Stadt bauen? Virtuell ist das kein Problem. Für den US-Sänger Akon, mit Roots aus Senegal, wird das jetzt offiziell Wirklichkeit. Schon 2018 hat Akon verkündet, dass er eine Stadt bauen will. Letztes Jahr fing dann der Bau an. Allerdings war - wie bei einigen anderen Projekten von ihm - nicht klar, wie und ob das letztendlich klappt. Deswegen war es umso überraschender, als er gestern auf Instagram offiziell verkündet hat, dass die finale Verhandlung für seinen Stadtbau abgeschlossen sei. Dazu postet er ein Bild mit Vertretern von einem senegalesischen Touristikunternehmen, die mit Akon an seinem Projekt arbeiten werden.

Es gibt auch Bilder davon, wie seine Stadt Akon City aussehen soll, und zwar mit futuristisch designten Gebäuden. In der Mitte der Stadt stehen zum Beispiel zwei Hochhäuser, die wie Wasserarme aus dem Boden ragen. Akon City soll schließlich das Real Life Wakanda werden. Die acht Quadratkilometer Land hat Akon vom senegalesischen Präsidenten geschenkt bekommen. Ein anderes Ziel des Projekts ist die Entlastung der Hauptstadt Dakar. In zehn Jahren soll Akon City fertig sein. Die Kosten für die Stadt belaufen sich auf knapp zwei Milliarden Euro, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass die Stadt nachhaltig, zum Beispiel mit Solarenergie, gestaltet werden soll. Wie das genau finanziert wird, ist unbekannt.

Dieses Element beinhaltet Daten von Instagram. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Stand: 14.01.2020, 12:14