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André 3000 leidet an Schreibblockade

André 3000

Global Pop News 18.12.2019

André 3000 leidet an Schreibblockade

Von Christian Werthschulte

André 3000 leidet an Schreibblockade | Alborosie: Neuer Song mit Michelle Hunziker | King Kaka klagt kenianische Elite an | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

André 3000 leidet an Schreibblockade

Alle Fans von Outkast müssen gerade leiden! Seit über 13 Jahren hat das HipHop-Projekt aus Atlanta keine Musik mehr rausgebracht. Denn André 3000, einer der beiden Köpfe von Outkast, leidet an einer Schreibblockade. "Ich habe nicht viel Musik gemacht. Meine Konzentration ist weg, ich habe kein Selbstvertrauen", sagt André 3000 im Podcast von Musikproduzent Rick Rubin. "Ich klimpere viel. Aber ich habe kein ernsthaftes Projekt in Angriff genommen. Ich würde das gerne. Aber es kommt einfach nicht zustande." Am meisten mache ihn fertig, dass seine Musik in der Öffentlichkeit immer auseinander genommen wird. André 3000 konzentriert sich stattdessen lieber auf seine Schauspielkarriere. Er hat zuletzt in dem Science-Fiction-Film "High Life" mitgespielt, den viele Kritiker als einen der besten Filme des Jahres bewerten. Und bald hat er eine Rolle in der Mystery-Serie "Despatches From Elsewhere". Darin entdeckt André 3000 ein übernatürliches Geheimnis hinter seinem Alltag. Die Serie läuft auf dem US-Sender AMC, wo auch schon "Mad Men" und "Breaking Bad" ausgestrahlt wurden.

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Alborosie: Neuer Song mit Michelle Hunziker

Alborosie hat einen neuen Song. Auf "Ciapet" hat er sich Verstärkung geholt – von Michelle Hunziker, bekannt als Moderatorin von "Wetten dass.." und "Deutschland sucht den Superstar". Die Schweizerin rappt auf diesem Dancehall-Stück einige Verse auf Italienisch. Im Video sieht man sie dann im Trainingsanzug Workout machen. Und Alborosie, aus Italien nach Jamaica ausgewanderter bekennender Rastafari, steht am Strand und schüttelt seine langen Dreads dazu. Michelle Hunziker macht schon länger Musik: Letztes Jahr hat sie etwa ein Trap-Stück aufgenommen – als Titelstück für ihre Talent-Show "All Together Now". "Ciapet" ist nun das Titelstück zur zweiten Staffel, ein Song mit Message: Er geht gegen Rassismus und Fake News und macht sich für Toleranz stark. Und auch dafür setzt sich Michelle Hunziker schon länger ein. Sie moderiert im italienischen Fernsehen eine politische Satiresendung, wo rechtspopulistische Politiker regelmäßig ihr Fett weg kriegen.

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King Kaka klagt kenianische Elite an

Als Rapper lebt man manchmal gefährlich. Das hat auch King Kaka aus Kenia erfahren. Der hat am Wochenende einen neuen Songs auf Youtube hochgeladen. Und behauptet nun, er bekomme deshalb Morddrohungen. "Wajinga Nyinyi" bedeutet auf Deutsch soviel wie "Ihr Narren". Darin klagt King Kaka die Elite von Kenia an. Sie habe in der Bildungspolitik und bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit versagt und sei korrupt. In Kenia ist das Stück am Wochenende viral gegangen. King Kaka erhält für seine Haltung viel Zustimmung, allerdings auch Drohungen. Er behauptet sogar, die oberste Polizeibehörde hätte ihn zum Verhör einbestellt. Die Polizeibehörde bestreitet dies allerdings. Anne Waiguru, die Gouverneurin einer kenianischen Provinz, hat King Kaka wegen seines Songs verklagt. Der Rapper wirft ihr darin Korruption und Veruntreuung von öffentlichen Geldern vor. Sie hat deshalb eine Unterlassungserklärung gefordert. Entspannter reagiert Ezekiel Mutua, Chef der kenianischen Filmbehörde. Er sagt, ein Song wie "Wajinga Nyinyi" würde beweisen, dass die Demokratie in Kenia sich gut entwickelt hat. In Uganda etwa würde King Kaka nach diesem Song nicht weiter frei rumlaufen können.

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Psychedelische Kurzdoku über Equiknoxx

Equiknoxx sind das wohl ungewöhnlichste Musikkollektiv aus Jamaika: Mit schrägem, instrumentalem Leftfield-Dancehallsound begeisterten sie Hipster und Feuilletons. Jetzt ist eine neue Doku über die Crew erschienen, die eine Art "visuelle Übersetzung" ihres aktuellen Albums "Eternal Children" ist. In dem Acht-Minuten-Clip werden mehrere Stücke des Albums angespielt. Aber auch neue, bisher unbekannte Song-Fragmente begleiten die Bilder. Gedreht wurden unterschiedlichste Eindrücke der Hauptstadt Kingston auf einer 16 Milimeter Kamera. Dadurch wirken die Aufnahmen besonders retro und artsy: Mal finden wir uns in einem Tonstudio wieder, dann erleben wir Straßenszene, Karnevalsgruppen, Tanzperformances in Hinterhöfen und einen Panoramablick bei Nacht von Kingston. Insgesamt ist die Kurzdoku etwas durchgeknallt und psychedelisch, aber eine erfrischende Abwechslung zu den gängigen Poser-Videos aus Jamaika - genau wie der Sound von Equiknoxx eben.

Stand: 18.12.2019, 10:00