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Massive Attack und Kate Tempest unterstützen Jeremy Corbyn

Massive Attack

Global Pop News 19.11.2019

Massive Attack und Kate Tempest unterstützen Jeremy Corbyn

Von Maike de Buhr

Massive Attack, Kate Tempest und Brian Eno unterstützen Jeremy Corbyn | Neuer Kuduro-Banger von Pongo: "Quem Manda No Mic" | Burna Boy sampelt Fela Kuti in "My Money, My Baby" | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Massive Attack, Kate Tempest und Brian Eno unterstützen Jeremy Corbyn

Jeremy Corbyn und seine Labour-Partei bekommen im Wahlkampf in Großbritannien Unterstützung von Stars aus Kultur und Wissenschaft. Massive Attack, Kate Tempest, Brain Eno, Vivienne Westwood oder Noam Chomsky haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie die Wahl einen Hoffnungsschimmer im Kampf gegen Rechtsnationalismus und Fremdenfeindlichkeit nennen.

Demnach würden Corbyn und seine Labour-Partei für Ausrottung von Rassismus stehen. Der Brief ist eine Reaktion auf den Vorwurf, dass Corbyn Antisemitismus in der Labour-Partei dulden würde. Ein BBC Doku hatte über ein antijüdisches Klima in der Partei berichtet, worauf hin bekannte Persönlichkeiten wie Wikipedia-Gründer Jimmy Wales dazu aufgerufen hatten, die Labour-Partei nicht zu wählen.

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Neuer Kuduro-Banger von Pongo: "Quem Manda No Mic"

"Wer hat das Mikro? Pongo!" In ihrem neuen Song erzählt die angolanisch-portugiesischen Sängerin Pongo von ihrem Weg in die Musik und wie sie zu der starken Frau geworden ist, die sie heute in sich sieht. Pongo ist mit der Band Buraka Som Sistema aus Lissabon bekannt geworden. In diesem Jahr hat sie als Solokünstlerin ihre Debüt-EP "Baia" veröffentlicht. Darauf mischt sie Kuduro, Global Pop und Trap.

Im COSMO-Interview hat Pongo ihre Soundformel erklärt: "Die traditionellen Stile und Tänze aus Angola, wie der Semba und vor allem der Kuduro, haben mich stark beeinflusst. In meiner Musik geht es mir darum den traditionellen Kuduro-Sound über Sprache und Rhythmus zu transportieren und ihn mit elektronischer Musik aus Europa zusammenzubringen. Die Leute sollen sich mit mir gemeinsam auf diese magische Reise begeben."

Am 7. Dezember spielt Pongo zum ersten Mal in Berlin bei Big Up! – Der COSMO Party. Neben ihr stehen Afrobeat-Star Seun Kuti, Soundvisionär Fixi und die DJs Juba, Salwa Benz und Mercy Milano auf der Bühne.

Burna Boy sampelt Fela Kuti in "My Money, My Baby"

Die nigerianische Superstar Burna Boy ist ein großer Fan von Fela Kuti. Der legendäre Afrobeat-Pionier beeinflusst seine Musik maßgeblich. In seinem neuen Song "My Money, My Baby" sampelt Burna Boy nun einen großen Hit von Fela. Der Rhythmus und die Bläser kommen aus dem Lied "Shakara" aus dem Jahr 1972. Burna Boy hat eine fettere Bassline drunter gepackt und singt davon wie er und seine Geliebte sich so durchschlagen. "My Money, My Baby" ist aus dem Soundtrack von Queen & Slim. In dem Film von Melina Matsoukas und Lena Waithe geht um ein schwarzes Pärchen, die bei ihrem ersten Date in eine Verkehrskontrolle geraten. Die Situation mit dem weißen Polizisten eskaliert, in Notwehr erschießen sie ihn und sind von da an auf der Flucht. Im Januar soll der Film auch in Deutschland in die Kinos kommen. Der Soundtrack ist schon jetzt raus, unter anderem mit Songs von Lauryn Hill, Blood Orange oder Megan Thee Stallion.

Stormzy, John Legend und Raphael Saadiq beim Global Citizen Price

In der Londoner Royal Albert Hall stehen am 13. Dezember Grime-Rapper Stormzy, sowie Soul-Crooner John Legend, Raphael Saadiq und Sting auf der Bühne. Die eigentlichen Stars des Abends sind aber Aktivisten von der ganzen Welt, die sich für die UN-Ziele einsetzen: Bis 2030 soll weltweit die Extreme Armut verschwinden. Seit 1990 hat sich diese Zahl schon halbiert auf 650 Millionen. Die Aktivisten stellen ihre Projekte zur Armutsbekämpfung für die nächste Dekade vor und bekommen mit dem Staraufgebot die nötige Aufmerksamkeit.

Die erste Verleihung des Global Citizen Price wird später im Fernsehen ausgestrahlt. Das Problem: Die Musiker sind nicht so international aufgestellt wie die Aktivisten. Alle Namen stammen entweder aus den USA oder UK: Wo bleiben die führenden Namen aus Afrika, Lateinamerika oder Asien? Aus den Ländern wo extreme Armut ein richtiges Problem ist. Global Pop Stars aus Kolumbien, Nigeria oder Indien könnten doch auch einen authentischen Beitrag leisten. 2020 wollen die Organisatoren immerhin ein Globales Medien-Event veranstalten mit Konzerten in den USA, Lateinamerika, Afrika und Asien.

Stand: 19.11.2019, 11:39