Secret Service befragt Eminem wegen "Bedrohung" von Trump

Screenshot aus Musikvideo "Framed" von Eminem

Global Pop News 25.10.2019

Secret Service befragt Eminem wegen "Bedrohung" von Trump

Von Maike de Buhr

Eminem vom Secret Service wegen "Bedrohung" von Trump befragt | Starke Frauenquote bei der Womex | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Eminem vom Secret Service wegen "Bedrohung" von Trump befragt

US-Rapper Eminem hat sich schon oft gegen Donald Trump gerichtet. In seinen Songtexten hat er der US-Präsidenten schon oft beleidigt und bei seinen Konzerten ruft er das Publikum zu "F***-Trump" Chören auf. Nun ist rausgekommen, dass der Secret Service den Rapper zur Befragung einbestellt hat. Dabei ging es vor allem um Textzeilen aus Eminems Song "Framed" von 2017 und die darin enthaltene  "Bedrohung" gegen Ivanka Trump, die Tochter des Präsidenten. Eminem rappt darin von einen Mord, an den er sich nicht erinnern könne. Er fragt sich, wie Ivanka Trump in seinem Kofferraum gelandet sei und rappt später weiter, dass "das dumme kleine blonde Mädchen" in einem Teich versenkt wurde.

Der Secret Service hatte den Hinweis auf den Song kurz nach seiner Veröffentlichung von einem Mitarbeiter des Klatschmagazins TMZ bekommen, der wissen wollte, ob der Sicherheitsdienst Eminem wegen der "drohenden Lyrics" untersucht. Zu dem Zeitpunkt wollten der Secret Service sich dazu nicht äußern.

Als Eminem 2018 im Song "The Ringer" von einer Begegnung bei der Behörde rappte, bestand Buzzfeed News auf das Recht der Informationsfreiheit und forderte Auskunft ein. Diese Woche hat der Secret Service ein 43-seitiges Protokoll freigegeben, das Eminems Befragung bestätigt. Darin heißt es auch, dass der Secret Service in der Sache keine weiteren Ermittlungen gegen ihn vornimmt.  

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Starke Frauenquote bei der Womex

Bis Sonntag läuft nach die wichtigste Musikmesse des Global Pop: Die Womex. In Finnland treffen sich rund 2700 Menschen aus dem Musikgeschäft um sich auszutauschen. In diesem Jahr sei die Frauenquote besonders stark, sagt COSMO-Musikchef Francis Gay. "Da ist die Womex total vorbildlich und man achtet darauf, dass diese Branche gendergerechter wird. Nicht umsonst spielt hier die allererste weibliche Gnawa Band aus Marokko, was wirklich einzigartig ist."

Die Womex hat nicht nur viele Musikerinnen eingeladen sondern veranstaltet auch viele Konferenzen und Diskussionen, die die Förderung von Frauen zum Thema haben. Eine davon hat die Bookerin Allie Silver aus den USA geleitet. Sie findet, dass die weibliche Community am stärksten unterstützt werden kann, wenn Frauen sich auf einer zwanglosen Ebene kennenlernen könnten. "Dabei muss es um mehr gehen als den Austausch von Visitenkarten und ernsten Businesstalks. Es braucht eine Schwesternschaft, in der Frauen sich einander vorstellen und einander helfen". Wenn dafür die Infrastruktur da sei, würde die Magie von ganz alleine passieren, sagt Allie Silver und ergänzt, dass diese Dynamik auch Support von Männern brauche.

Stand: 25.10.2019, 11:33