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Kolumbianischer Sänger LLane von Piso 21 startet solo durch

Llane - Más De Ti

Global Pop News 22.10.2019

Kolumbianischer Sänger LLane von Piso 21 startet solo durch

Von Maike de Buhr

Kolumbianischer Sänger LLane von Piso 21 startet solo durch | The Black Madonna sagt Intersect Festival aus "moralischen" und "ethischen" Gründen ab | Drill-Rapper Rico Racks verhaftet und darf bestimmte Wörter nicht rappen | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Kolumbianischer Sänger LLane von Piso 21 startet solo durch

Der kolumbianische Latin-Pop-Sänger LLane hat seine erste Single "Más De Ti" rausgebracht. Das Video zu dem locker-leichten Liebeslied hat schon in den ersten 24 Stunden über eine Million Klicks erreicht. Kein Wunder, denn Llane hat bereits viele Fans: Die kennen ihn von Piso 21. Die erfolgreiche Reggaeton/Latin Band hat er nun nach 12 Jahren verlassen. Seine Solo-Musik soll mehr von seinen eigenen Erfahrungen handeln. In einer Mini-Doku auf seinem YouTube Kanal bekommt man einen Eindruck von den Momenten, die ihn geprägt haben. Llane erzählt darin, wie er in Medellín aufgewachsen ist, dass sein Vater entführt und ermordet worden ist und von dem kürzlichen Tod seiner Mutter. Aber er will sich nicht unterkriegen lassen, sagt er. Mit seiner Musik will Llane zu einer Generation von Kolumbianern gehören, die die schöne Seite des Landes zeigen.

The Black Madonna sagt Intersect Festival aus "moralischen" und "ethischen" Gründen ab

The Black Madonna hat ihren Auftritt beim Intersect Festival in Las Vegas abgesagt. Aus "moralischen" und "ethischen" Gründen will sie bei dem neuen Musik- und Tech-Event im Dezember nicht mehr spielen, schreibt die US-DJ und Produzentin bei Twitter. Denn hinter dem Festival steckt Amazon Web Service. Das Unternehmen arbeitet mit der ICE zusammen, der US-amerikanischen Einwanderungsbehörde, und soll die Datenbanken anbieten, mit denen die ICE Einwanderer verfolgen und letztlich abgeschieben kann. The Black Madonna ist politisch und sozial stark engagiert. Sie ist Botschafterin für die Help Refugees Organisation und spendet all ihre Merchandise-Einnahmen. In einem Statement zur Festival-Absage schreibt sie, dass sie alle Demonstrierenden, Mitarbeiter und Immigranten unterstützt, die das Ende der Zusammenarbeit von dem Digital-Unternehmen und der staatlichen Behörde fordern. Sie bemerkt aber auch, dass sie in einer Position ist, in der sie es sich leisten kann ein Marken-Event abzusagen, andere Künstlern hätten unter Umständen nicht die Option.

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Drill-Rapper Rico Racks verhaftet und darf bestimmte Wörter nicht rappen

Der britische Rapper Rico Racks ist wegen Drogenhandels zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Aber nicht nur das: Fünf Jahre lang muss Rico Racks auf Begriffe verzichten, die im Drogen-Slang benutzt werden, wie "trapping" (dealen) oder "connect" (Drogen kaufen/ Dealer). Der Eingriff in die Redefreiheit ist eine weitere Maßnahme der britischen Behörden gegen Drill-Rapper. Die Musiker aus dem HipHop-Subgenre nimmt die Polizei in Großbritannien stark ins Visier. Der Vorwurf: Die Musik stehe im Zusammenhang mit Gang-Kriminalität und würde zu Gewalt aufrufen. Drill-Acts werden von den britischen Behörden oft zensiert. Songs landen auf dem Index, Musikvideos werden gesperrt, Auftritte verboten. Viele Rapper setzen sich gegen die Kriminalisierung von Drill ein. Sie sagen, der Grund für Kriminalität läge nicht in der Musik, sondern in schwerwiegenden sozialen Problemen, wie Armut oder Rassismus. Die Behörden sollten daran arbeiten.

Ägyptischer Trap zum teuflischen Preis

Die ägyptischen Musikproduzenten Zuli und Rama haben sich in der britischen Elektroszene einen Namen gemacht als innovative Köpfe und Plattendigger. Ihr neues "Noods"-Mixtape widmet sich dem Club-Underground ihrer Heimatstadt Kairo. Auf der A-Seite präsentiert Zuli experimentelle Ambient- und Bass-Clubsounds. Und auf der B-Seite stellt Produzent Rama die Trap-Szene der Stadt vor. Das klingt ziemlich so, wie das Original aus Atlanta - bloß auf Arabisch. Doch die Soundperle hat auch ihren Preis: Das Neue Mixtape soll 666 Britische Pfund als digitales, limitiertes Album auf Bandcamp kosten. Zum horrenden und teuflischen Preis gibt es auch keine weiteren Erklärungen. Wenn man runterscrollt, findet man aber den Preis für die Musikkassette und die kostet nur 8 Pfund. Zuli und Rama scheinen also richtige Retro-Nerds zu sein.

Ägyptischer Trap zum teuflischen Preis

Die ägyptischen Musikproduzenten Zuli und Rama haben sich in der britischen Elektroszene einen Namen gemacht als innovative Köpfe und Plattendigger. Ihr neues Noods-Mixtape widmet sich dem Club-Underground ihrer Heimatstadt Kairo. Auf der A-Seite präsentiert  Zuli experimentelle Ambient und Bass-Clubsounds. Und auf der B-Seite stellt Produzent Rama die Trap-Szene der Stadt vor. Das klingt ziemlich so wie das Original aus Atlanta- bloß auf Arabisch: Doch die Soundperle hat auch ihren Preis: Das Neue Mixtape soll 666 Britische Pfund als digitales, limitierte Album auf Bandcamp kosten. Zum horrenden und teuflischen Preis gibt es auch keine weiteren Erklärungen. Wenn man runterscrollt, findet man aber den Preis für die Musikcassette. Die kostet nur 8 Pfund. Zuli und Rama scheinen also richtige Retro-Nerds zu sein.

Stand: 22.10.2019, 09:00