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Brasilianer hören fast nur eigene Musik

Celso Machado

Global Pop News 15.10.2019

Brasilianer hören fast nur eigene Musik

Von Bamdad Esmaili

Brasilianer hören fast nur ihre eigene Musik | Pharrell Williams distanziert sich von "Blurred Lines" | Tyler, the Creator lästert über Eminem | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Brasilianer hören ihre Musik

Nix mit Global Pop: Die Brasilianer hören fast nur ihre eigene Musik, so das Ergebnis einer neuen Umfrage. Sie basiert auf Hits, die bei Spotify gehört werden und sie zeigt, dass in keinem anderen Land die nationalen Songs so oft gehört werden wie in Brasilien. Hier ein Beispiel:

Aktuell steht der Song "Supera" von Marilia Mendoca auf der Platz 1 in dieser Liste. Bis auf einen Rockklassiker und einen Rap-Song sind in den brasilianischen Top 50 Charts bei Spotify nur noch brasilianische Songs vertreten. Die Schlussfogerung dieser Untersuchung: Die Brasilianer lieben am meisten ihre eigene Musik.

Andersrum heißt das aber auch: Brasilien ist das musikalisch isolierteste Land der Welt, weil Hits, die in Brasilien bei Spotify erfolgreich sind, anderswo kaum bekannt sind. Der Song "Cem Mil" von Superstar Gusttavo Lima war drei Monate lang in den Top 10 in Brasilien. In anderen Ländern hat das Lied allerdings nicht mal die Top 200 erreicht. In der Untersuchung wurden rund 50 Länder miteinander verglichen.

Pharrell Williams distanziert sich von Blurred Lines

Da machst du einen Song, der zum Hit wird und Jahre später wird dir klar, was für ein Bullshit du da von dir gegeben hast. So ungefähr geht es Pharell Williams mit seinem sechs Jahre alten song "Blurred Lines". "Ich weiß, dass du es willst”, singt Pharrell Williams darin zusammen mit Robin Thicke. In dem Video dazu tanzen die beiden Musiker zum Teil mit Topless Models.

Jetzt hat Pharrell Williams in einem Interview mit dem Modemagazin GQ gesagt, dass dieses Lied ihm klar gemacht habe, dass wir in einer chauvinistischen Kultur leben. Dieses Lied habe zum Sexismus beigetragen, gibt der Sänger zu. Der Song hat ja schon damals zu Kontroversen geführt. Unzählige Universitäten hatten verboten, das Lied bei Studenten-Veranstaltungen zu spielen. Pharrell Williams sagte weiterhin: "Am Anfang dachte ich, worüber reden die Leute? Es gibt Frauen, die das Lied wirklich mögen". Und wird dann reumütig: "Dann wurde mir klar, dass es Männer gibt, die dieselbe Sprache verwenden, wenn sie eine Frau ausnutzen".

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Tyler, the Creator lästert über Eminem

In keinem Musikgenre gibt es häufiger Beef unter den Künstlern als im HipHop. Eminem und Tyler, the Creator haben schon länger Streit. Jetzt hat Tyler, the Creator wieder über Eminem gelästert. Tyler, the Creator ist ein erfolgreicher Rapper aus Los Angeles. Sein aktuelles Album war in den USA auf Platz 1. In einem neuen Podcast mit Produzent Rick Rubin erzählt er, dass Rap-Star Eminem die schlechtesten Beats ever nimmt.

Er relativiert dann zwar und sagt, dass er Eminem interessante Lines über schlechte Beats rappt, teilt dann aber weiter aus: "Wenn Eminem dann einen coolen Beat hat, zerstört er ihn oft mit seinem aggressiven Rap. Manche denken daran, eher cool zu sein als einen guten Song zu machen". Der Beef zwischen den beiden Rappern ging vor einem Jahr los, da hatte Tyler, the Creator ein Album von Eminem kritisiert. Damals hatte Eminem in einem Song den Kontrahenten als Schwuchtel beschimpft. Jetzt hat Tyler, the Creator gesagt, dass ihn das nicht gejuckt habe. Dennoch musste Eminem sich für seine homophoben Texte entschuldigen. 

Stand: 15.10.2019, 10:00