Tarek K.I.Z mit erster Solosingle "Kaputt wie ich"

Tarek K.I.Z

Global Pop News 08.10.2019

Tarek K.I.Z mit erster Solosingle "Kaputt wie ich"

Von Joyce Teng Lee

Tarek K.I.Z mit erster Solosingle "Kaputt wie ich" | Lido Pimienta mit Statement auf Facebook | "Far Away" - ein Protest gegen Trumps Einwanderungspolitik | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Tarek K.I.Z mit erster Solosingle "Kaputt wie ich"

In "Kaputt wie ich" kritisiert K.I.Z-Mitglied Tarek die drogenlastige Feierkultur in Berlin. Das dazugehörige Musikvideo zeigt einen schweren Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten und Toten. Tarek selbst ist nur am Anfang des Videos, eingequetscht in einem Auto, zu sehen. Aufgenommen wurde das Video in einem Take und Slow Motion, was einen düsteren und emotionalen Effekt hat. Mit der Single hat Tarek auch seine Solokarriere angekündigt. Das Debütalbum "GOLEM" soll am 13. Dezember veröffentlicht werden. Das Cover zeigt Tarek als Siebenjähriger, der ziemlich finster guckt. Tarek ist der erste von K.I.Z, der ein Soloalbum rausbringt.

Lido Pimienta mit Statement auf Facebook

"Wenn ihr die Politik von Álvaro Uríbe so gut findet, warum seid ihr nicht schon längst zurückgegangen?" - Das fragt sich die in Kanada lebende Lido Pimienta mit Roots in Kolumbien in einem Facebook Post. Dabei appelliert sie an die Auslands-Kolumbianer und Unterstützer von Álvaro Uríbe, Ex Präsident und Senator Kolumbiens. Seine Unterstützer feiern ihn für den Wirtschaftsaufschwung in Kolumbien, dass er gegen Drogenhändler und Rebellengruppen vorgegangen ist und die Wirtschaft angekurbelt hat. Außerdem habe er Kolumbien sicherer gemacht. Aber er ist in sehr viele Skandale verwickelt. Es geht um Korruption, Menschenrechtsverletzungen, paramilitärische Aktivitäten. Und das kritisiert Lido Pimienta. Umso weniger kann sie verstehen, dass es im Ausland Kolumbianer gibt, die Uríbe unterstützen. Das Statement kommt zeitlich gelegen, denn Ende des Monats wird sich politisch noch einiges in Kolumbien tun. Am 27. Oktober sind Regionalwahlen.

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"Far Away" - ein Protest gegen Trumps Einwanderungspolitik

Die kanadisch-kolumbianische Sängerin Jessie Reyez erzählt in "Far Away" die Geschichte eines getrennten Paares. Jessie spielt eine Kolumbianerin, die in den USA lebt. Ihr Freund lebt in Kolumbien und wartet immer noch auf seine Papiere in die USA. Als er sie bekommt und das Paar zusammen auf einer Feier ist, werden sie plötzlich brutal von Polizisten der amerikanischen Einwanderungsbehörde getrennt. Am Ende des Videos ist Reyez mit einem kleinen Mädchen, vermutlich ihrer Tochter, alleine zu sehen. Reyez sagt, dass sie sich immer in den Leuten wiedersieht, die zu Unrecht verfolgt werden. Wenn Latinos unfair behandelt werden, nur weil sie kein Englisch können, muss sie immer an ihren Vater denken. Für Immigranten hat Reyez zum Video einen Spendenaufruf auf ihrer Homepage gestartet.

Kamerunischer Rapper Valsero nach neun Monaten wieder frei

Im Januar wurde der Rapper und pro-demokratische Aktivist Valsero mit 100 anderen Demonstranten festgenommen, weil sie gegen Wahlmanipulation demonstrierten. In Kamerun regiert Präsident Paul Biya schon seit 37 Jahren, was Valsero in seinen Texten kritisiert. Während seiner Haft forderten seine Musikerkollegen, wie Sänger Bobi Wine und Singer-Songwriter Blick Bassy, die Freilassung. Amnesty International startete eine Petition für Valsero, damit er aus der Haft entlassen wird. Die Regierung in Kamerun sagt, dass sie Valsero und die anderen Gefangenen freigelassen haben, weil sie eine friedliche Lösung suchen wollen.

Stand: 07.10.2019, 10:00