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500.000 Masterbänder bei Universal Brand zerstört - Künstler klagen

Logo des US Labels Universal Music

Global Pop News 27.06.2019

500.000 Masterbänder bei Universal Brand zerstört - Künstler klagen

Von Bamdad Esmaili

Folgen des Universal Brandes kommen ans Licht | Duett von Serpentwithfeet und Ty Dolla Sign | Emicida setzt sich für Nichtbinäre ein | Perera Elsewhere veröffentlicht "Yeah Yeah" | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop

500.000 Masterbänder bei Universal Brand unwiederbringlich zerstört

Vor elf Jahren gingen durch einen Brand beim Label Universal unzählige Masterbänder unwiederbringlich verloren. Die New York Times hat nun recherchiert und eine Liste der betroffenen Künstler veröffentlicht. Insgesamt sind rund siebenhundert Künstler betroffen, u.a. Hugh Masekela. Der Südafrikaner war einer der wichtigsten Pioniere der Jazz- und Weltmusik. Er ist letztes Jahr gestorben. Auch die Aufnahmen der kultigen HipHop Band The Roots.

Laut New York Times wurden eine halbe Million Masterbänder zerstört. Universal dementiert die Zahl. In der Vergangenheit versuchte das Label das Ausmaß des Feuers zu vertuschen, weil sie Angst vor Klagen von Künstlern hatten. Klagen kamen dennoch. Aktuell gibt es Sammelklagen mit Schadensersatzforderungen von mehr als 100 Millionen Dollar. Viele Künstler erfuhren nämlich erst durch den New York Times Artikel von dem Verlust ihrer Werke. Sie sind fassungslos und haben die Plattenfirma verklagt. Mit dabei sind auch die Nachlasserben von Rapper Tupac Shakur. Der Vorwurf: Das Label habe die Aufnahmen nicht genug geschützt bzw. Universal habe die Einnahmen aus Versicherungsleistungen nicht weitergegeben. Vertraglich seien sie dazu verpflichtet 50 Prozent der Versicherungszahlungen an die Künstler weiterzuleiten.

Duett von Serpentwithfeet und Ty Dolla Sign

"Receipts" heißt das neue butterweiche RnB-Stück von Serpentwithfeet. Der New York singt hier im Duett mit Sänger und Rapper Ty Dolla Sign. Der A-Capella "Receipts" verzichtet weitgehend auf Instrumente. Serpentwithfeet ist ein Newcomer der RnB-Szene. Vor einem Jahr kam sein Debütalbum "Soil" raus. "Receipts" hat er geschrieben als er frisch nach L.A. gezogen ist. Er sagt: "Ich war so fasziniert von dieser Stadt, von den Bergen, von den Männern – er ist nämlich schwul – und dann habe ich ein Demo für Ty Dolla Sign gespielt und er bat mich auf diesen Song mitzusingen." In dem Song geht es um 2eine Momentaufnahme von zwei Brüdern, die über unvorhergesehene Romantik schwärmen", sagt der Musiker.    

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Emicida setzt sich für Nichtbinäre ein

Ein neues Video von Emicida aus Brasilien will auf die Situation der Nichtbinären hinweisen. Nichtbinäre sind Menschen, die sich weder klar weiblich noch männlich fühlen. In dem Song „AmarElo“ treten neben Brasiliens bekanntesten Rapper Emicida zwei Künstler der LTBG-Szene auf:  Pabllo Vittar und Majur. Das achtminütige Video beginnt mit einem langen Monolog über Selbstmord. Dann treten Majur und Pabllo Vittar, zwei non-binäre Musiker, hinzu und verbreiten lebensfrohe Botschaften. Der Kontext dahinter ist traurig. Die Selbstmordrate innerhalb der LTBG Community in Brasilien ist relativ hoch.

Perera Elsewhere veröffentlicht "Yeah Yeah"

 „Yeah Yeah“ heißt der erste Song aus der EP der Sängerin Perera Elsewhere. Smoothes RnB-Stück mit der sanften Stimme von der britischen Sängerin Perera Elsewhere, die in Berlin lebt. Sie hat tamilische und portugiesische Wurzeln. Worum es in dem Song geht, hat sie uns erzählt: "In dem Song geht es darum sich mit anderen zu unterhalten, Kommunikation. Verstanden oder nicht verstanden zu werden. Und es geht für mich auch um die Produktion dieses Songs. Weil ich meine Stimme auch als Instrument einsetze. Das was man als Melodie hört, was sich wie eine Trompete anhört, das ist meine Stimme. Ich liebe es meine Stimme als Instrument einzusetzen". In der EP von Perera Elsewhere geht es um eine ständige Verarbeitung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Auch sie setzt sich mit ihren vielen verschiedenen Identitäten auseinander. Die EP heißt "Thrill" und kommt am 6. September raus.

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Stand: 27.06.2019, 10:00