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Petition gegen Koffi Olomide

Kofi Olomide, Videostill aus "Jour de Joie"

Global Pop News 19.06.2019

Petition gegen Koffi Olomide

Von Maike de Buhr / Łukasz Tomaszewski

Petition gegen Konzerte von kongolesischen Sänger Koffi Olomide | Daptone Records feiert hunderste Single | Floating Points mit "Les Alpx" | Letzte Hürden für das Fusion-Festival sind genommen | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Petition gegen Konzerte von kongolesischen Sänger Koffi Olomide

Die Initiative #StopKoffiOlomide hat erreicht, dass zwei in Südafrika geplante Konzerte von Koffi Olomide abgesagt wurden. Der bekannte kongolesische Soukous-Sänger wurde in Frankreich wegen Vergewaltigung einer 15-jährigen Tänzerin zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt, wie die BBC im März berichtete. Außerdem haben vier weitere Tänzerinnen vor Gericht ausgesagt, dass Olomide sie sexuell belästigt und gegen ihren Willen in Paris festgehalten habe. Dazu wurde er 2016 nach einem Übergriff auf eine andere Tänzerin in Kenia verhaftet und abgeschoben. Seine Geschichte über Gewalt gegen Frauen nimmt die Initiative mit der Online-Petition #StopKoffiOlomide zum Anlass, um Auftritte des Sängers zu verhindern. Außerdem stehen die Macher der Initiative nach eigenen Aussagen in Kontakt mit der südafrikanischen Regierung. Sie wollen erreichen, dass Olomides Visa gecancelt wird und fordern, dass er an Sambia ausgeliefert wird. Da steht nämlich ein Haftbefehl gegen den Musiker aus, weil er letztes Jahr einen Fotografen angegriffen haben soll.

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Daptone Records feiert hunderste Single

Das New Yorker Soul und Funk Label Daptone Records feiert die Veröffentlichung seiner hundersten Single. Dazu bringen sie eine Allstar-Soulversion des Songs "Hey Brother" raus. Ursprünglich ist das Lied auf dem Album "Nothing More To Say" von der Reggae-Rocksteady-Band The Frightnrs erschienen. In der Version von "The Family Daptone" gibt es den Song von Sängern und Sängerinnen des Labels, wie Lee Fields oder Naomi Shelton. Aber auch bereits verstorbene Daptone-Soulstars wie Charles Bradley oder Sharon Jones sind im Song zu hören. "Hey Brother" ist also nicht nur ein Dankeschön des Labels an die Fans, sondern auch ein Tribut an die Soulhelden. Digital ist die Single schon erhältlich, Picture Disc und Vinyl erscheinen am 28. Juni.

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Floating Points mit "Les Alpx"

Der britische Elektro-Produzent Floating Points hat nach zwei Jahren wieder neue Musik rausgebracht. "LesAlpx" ist ein hypnotischer Technotrack mit dem Floating Points zu den Songs, die er selbst früher in Clubs gehört und gespielt hat, zurückkehrt. Dieses mitreißende Gefühl wollte er festhalten. Sonst kennen wir Floating Points auf seinen letzten Veröffentlichungen eher mit ambienten, jazzigen bis Post-Rock Sounds. Jetzt ist er bei dem Londoner Indie-Label Ninja Tune unter Vertrag und das scheint eine neue Ära einzuleiten. "LesAlpx" ist digital schon erhältlich, die Vinyl inklusive B-Seite erscheint am 12. Juli.

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Letzte Hürden für das Fusion-Festival sind überwunden

Es gibt ein endgültiges Sicherheitskonzept. Das wurde auch Zeit, denn heute in einer Woche startet das Fusion-Festival an der mecklenburgischen Seenplatte. Heute erklärte eine Sprecherin der lokalen Ordnungsbehörden: Es soll erstmals eine gemeinsame Koordinierungsgruppe geben, die die Lage auf dem Festivalgelände vom 26. bis 30. Juni täglich neu bewertet. Ihr gehören Vertreter vom Veranstalter, vom Ordnungsamt, von Sicherheits- und Rettungsdiensten sowie von Polizei und Feuerwehr an. sie zusammmen bilden eine Art runder Tisch. Monatelang wurde um die mögliche Polizeipräsenz auf dem Gelände gestritten, die Genehmigung stand auf der Kippe. Die Polizei hatte eine eigene Polizeiwache auf dem Gelände gefordert. Das hatte der Veranstalter Kulturkosmos e.V. strikt abgelehnt. Eine Wache soll nun am Eingang des Festgeländes eingerichtet werden. Bis zuletzt hatten die beteiligten Parteien noch um einzelne Auflagen gerungen – wie etwa die Zahl der anerkannten Ordner.

Stand: 19.06.2019, 10:39