Tribut an James Baldwin

Der Autor James Baldwin

Global Pop News 08.05.2019

Tribut an James Baldwin

Von Maike de Buhr

Jamila Woods widmet neuen Song James Baldwin | Proteste zum Start des ESC in Israel erwartet | Hymne für Protestbewegung im Sudan | Loredana wegen Verdacht auf Betrug festgenommen | Polizei besteht auf freien Zugang zum Fusion Festival | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Jamila Woods widmet neuen Song US-Schriftsteller James Baldwin

Die R’n’B-Sängerin Jamila Woods aus Chicago hat sich für ihren neuen Song "Baldwin" vom US-Schriftsteller James Baldwin inspirieren lassen. Der schwarze Autor und Aktivist aus New York hat sich im 20. Jahrhundert für die Gleichberechtigung aller Menschen eingesetzt, egal welche Hautfarbe sie haben oder was ihre sexuelle Orientierung ist. Im Song singt Jamila Woods so sanft und nuanciert gegen institutionalisierten Rassismus an, wie Baldwin schreibt. Der Song ist die vierte Single aus ihren neuen Album "Legacy! Legacy!". Das erscheint am Freitag (10. Mai).

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Hymne für Protestbewegung im Sudan

Vor gut einem Monat gab es im Sudan eine Revolution – Sinkane, der wichtigste Künstler des Landes, liefert jetzt den Song dazu.  "Ya Sudan" ist seine Hymne für die Protestbewegung. Positive Lyrics, die die Aufbruchstimmung einfangen sollen, für die Menschen, die jetzt den Sudan wieder aufrichten. Denn Ex-Präsident Umar Al Baschir war ein Diktator. Im Sudan sind die Menschen fast vier Monate auf die Straße gegangen, um gegen ihn zu demonstrieren, vor allem weil es ihnen an Grundnahrungsmitteln wie Brot gefehlt hat. Sinkane hatte sich den Protesten in seiner Wahlheimat New York angeschlossen. Er ist in den USA aufgewachsen und hat wie viele Sudaner vom Ausland aus die Revolution unterstützt.

Loredana wegen Verdacht auf Betrug festgenommen

Die Schweitzer Rapperin Loredana ist am Dienstagabend in ihrer Wohnung in Luzern wegen Verdacht auf Betrug festgenommen worden. Fast 800 000 Euro sollen Loredana und ihr Bruder von einem Ehepaar ergaunert haben. Dem Schweizer Nachrichtenportal hat die Ehefrau die Geschichte hinter dem Vorwurf erzählt: Übers Netz habe sie sich vor drei Jahren mit einem Mann angefreundet, dem sie ca. 200 000 Euro für Operationen geliehen habe – das soll Loredanas Bruder gewesen sein. Das Geld habe sie nie zurückbekommen. Später habe sich eine angebliche Anwältin eingeschaltet. Sie hätte sie unter Druck gesetzt und versprochen, das Geld zurück zu beschaffen. Stattdessen habe sie die Frau um weitere 600 000 Tausend Euro erleichtert. Zufällig hat die Frau im letzten Jahr dann ein Bild von Loredana in der Zeitung entdeckt und sie als die angebliche Anwältin wiedererkannt. Die Polizei ermittelt nun gegen die Rapperin wegen Betrug, Erpressung, Nötigung und Drohung. Für Loredana gilt erstmal noch die Unschuldsvermutung. Ihr Anwalt hat noch keine Stellung bezogen.

Proteste zum Start des ESC in Israel erwartet

Nächste Woche findet der Eurovision Song Contest in Israel satt. Die ersten Teilnehmer aus den 42 Ländern sind schon nach Tel Aviv gereist, doch durch die Eskalation im Gaza-Grenzgebiet ist die Lage angespannt. Israel erwartet zum Start des ESC Proteste. Die Boykott-Kampagne BDS wirft Israel vor, Musik zu nutzen, um seine Politik gegenüber Palästinensern zu beschönigen. Die Protestgruppe Globalvision kritisiert, Palästinenser im Westjordanland und Gaza würden nicht die Erlaubnis bekommen, zum ESC nach Israel zu reisen. Emmanuel Nahshon, Sprecher des Außenministeriums von Israel, sagt, so ein Verbot würde es per se nicht geben. Anderseits würde Israel sich vorbehalten Anti-Israelische Aktivisten, die den ESC stören könnten, die Einreise zu verweigern. Aktuell herrscht im Gaza-Konflikt Waffenruhe zwischen Hamas und Israel. Die ESC-Veranstalter sagen, sie würden die Lage beobachten. Rundfunkanstalt und Armee arbeiteten zusammen, um die Sicherheit aller zu gewährleisten. Das Messezentrum in Tel Aviv, wo der ESC stattfindet, ist nur 75 Kilometer vom Gaza-Streifen entfernt. Während der Angriffe vor ein paar Tagen wurden die ESC-Proben nicht unterbrochen. 

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Polizei besteht auf freien Zugang zum Fusion Festival

Der Streit uns das Fusion Festival in Mecklenburg-Vorpommern geht weiter. Die Polizei hat Sicherheitsbedenken und deswegen keine Genehmigung fürs Festival erteilt. Am Dienstag äußerte sich die Polizei zur Situation. Hauptstreitpunkt ist, dass die Polizei uneingeschränkten Zugang zum Festival-Gelände haben will. Die Fusion empfindet das als Einschränkung für die Festivalbesucher, wenn Beamte zwischen ihnen Streife laufen. Die Polizei hält aber an der Forderung fest.

Neubrandenburgs Polizeipräsident Nils Hoffmann-Ritterbusch sieht es als Selbstverständlichkeit, dass Polizei bei Festivals präsent ist. So sei das auch bei allen anderen Festivals. Die Kritik geht aber auch über fehlende Polizeipräsenz bei der Fusion hinaus. Fluchtwege seien zu schmal oder die Notausgang-Beleuchtung würde fehlen. Die Polizei wünscht sich einen gemeinsamen Dialog mit den Veranstaltern. Ihnen gehe es nicht darum, das Festival zu verbieten, sondern Sicherheitsstandards zu erfüllen. Bis zum 16. Mai soll eine Lösung gefunden werden. Dann soll die Entscheidung fallen, ob die Fusion eine Genehmigung bekommt und stattfinden kann. Die Veranstalter der Fusion haben angekündigt, wenn nötig, auch juristisch gegen die Forderungen vorzugehen.

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Stand: 08.05.2019, 10:00