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Musiker reagieren auf Feuer in Notre-Dame

Montage: Brennende Notre-Dame Kathedrale 15.04.2019, Notre-Dame Kathedrale am 16.04.2019, nachdem der Brand unter Kontrolle ist.

Global Pop News 16.04.2019

Musiker reagieren auf Feuer in Notre-Dame

Von Anne Lorenz

Künstler aus dem Global Pop schicken ihre Gedanken nach Paris | #FvckYouChallenge geht viral | EU-Parlament hat Urheberrechtsreform endgültig beschlossen - Auswirkungen für Musiker | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Brand der Kathedrale Notre-Dame

Gestern Abend stand die Kathedrale von Notre-Dame stundenlang in Flammen, eines der berühmtesten Wahrzeichen von Paris. Eine der frühesten gotischen Kirchen - knapp 900 Jahre alt. Wir schauen auf die Reaktionen der Künstler aus dem Global Pop. Christine and the Queens war gestern Abend die erste, die nach dem Schock die Worte wiedergefunden hat. Sie schreibt auf Twitter: "Notre Dame kam mir immer unzerstörbar vor - für die Ewigkeit. Die Kathedrale in Flammen zu sehen tut weh!" Die Pop-Ikone hat zu Studentenzeiten in Paris gelebt, sie hat dort Schauspiel studiert.

Auch aus dem Ausland haben sich gleich Musiker gemeldet. Die britisch-albanische Sängerin Dua Lipa schreibt: "Mein Herz bricht für Paris - so viel Geschichte - und wir müssen mit ansehen, wie sie direkt vor unseren Augen verbrennt". Hit-Produzent Marc Ronson schreibt auf Französisch: "Paris, ich bin auf ewig erschüttert!" Und der kubanische Popstar Camila Cabello erinnert sich an ihren ersten Besuch in Paris: "Ich werde nie vergessen wie ich die Kathedrale von Notre Dame betreten habe. Die Ehrfurcht vor dieser Schönheit hat mich fast umgehauen!"

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#FvckYouChallenge geht viral

In Nigeria wird bei der #FvckYouChallenge geflucht, was das Zeug hält. Angefangen hat das mit dem Song "Fvck You" von Kizz Daniel. Er lässt sich hier über seine promiskuitive Freundin aus, der er vorwirft, mit Stars wie Wizkid und Don Jazzy zu intim geworden zu sein. Daraufhin sei ihm bewusst geworden, dass es ihr nur um die Berühmtheit gehe. Unter #FvckYouChallenge folgen ihm Stars aus Westafrika, die sich einen Freestyle Wettbewerb liefern. Sie rappen über Beziehungsprobleme und verletzte Gefühle, wobei sie ordentlich fluchen. Mittlerweile können 50.000 Beiträge zu diesem Hashtag gefunden werden.

Neues Urheberrecht

Das neue Urheberrecht ist beschlossene Sache - gestern ist die Reform im EU-Parlament verabschiedet worden. Die Meinungen darüber gehen weit auseinander. Die Einen protestieren, weil sie eine Einschränkung der Kunst befürchten, die Anderen jubeln und hoffen dass die Reform Künstlern nun mehr Einnahmen bringt. Der neue Artikel 13 (nach anderer Zählart Artikel 17) schreibt vor, dass Inhalte, die auf Plattformen wie YouTube oder Facebook hochgeladen werden, vorher eine Urheberrechtslizenz benötigen. Die Lizenzgebühren kommen dem Künstler zugute. Aber die Reform öffnet gleichzeitig auch den Weg für einen automatisierten "Upload-Filter", der Inhalte zensieren und blockieren kann.

Mark Kitcatt freut sich - das ist der Vorstandsvorsitzende der Independent Music Publishers and Label Association, gleichzeitig betreibt er eine Plattenfirma in Madrid. Er sagt: "Fast jeder Künstler, mit dem ich gesprochen habe, unterstützt diese Richtlinie und insbesondere Artikel 13. Er ist wichtig für uns Musikschaffende!" Für Kitcatt bedeutet Artikel 13, dass YouTube endlich seinen Anteil an unabhängige Musiker in ganz Europa zahlen muss. Bisher hat die Videoplattform nämlich nur etwa ein Sechstel der Lizenzgebühren bezahlt, obwohl ihre Reichweite zehn bis 15-fach so hoch ist wie die vom Streaming-Riesen Spotify.

Susan Wojcicki - die Geschäftsführerin von YouTube sagt auf der anderen Seite, Künstler würden durch Artikel 13 einen wichtigen Schauplatz für ihre Arbeit verlieren. Die Reform würde die "Möglichkeit von Millionen von Menschen - von Künstlern, Kreativen oder auch normalen Usern unterbinden - Inhalte auf Plattformen wie eben YouTube hochzuladen".

Stand: 16.04.2019, 10:34