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Tod von Nipsey Hussle vereint rivalisierende Gangs

Nipsey Hussle

Global Pop News 09.04.2019

Tod von Nipsey Hussle vereint rivalisierende Gangs

Von Maike de Buhr

Tod von Nipsey Hussle vereint rivalisierende Gangs | Chilly Gonzales startet Bewerbungsphase für Musikschule "Gonzervatory" in Köln | Beyoncé-Dokumentation über Coachella-Auftritt | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Tod von Nipsey Hussle vereint rivalisierende Gangs

Vor über einer Woche ist Nipsey Hussle erschossen worden. Die Beileidsbekundungen reißen nicht ab. Der Tod des US-Rappers sorgt sogar dafür, dass rivalisierende Gangs zusammenkommen. Seite an Seite sind sie am Freitag bei einem "Marsch für Frieden" für Nipsy Hussle durch die Straßen von Los Angeles gezogen. Bloods, Crips - Gangs, die sich sonst mit Gewalt begegnen, friedlich zusammen. Das ist eine große Sache, denn zuletzt soll es das vor über 25 Jahren gegeben haben. "Wir haben einen Waffenstillstand, damit alle verschiedenen Gangs aus L.A. zusammen kommen können, um Nipsey zu feiern", sagt Organisator Big U. Er war früher selber Gang-Leader, heute setzt er sich für die Community in L.A. ein. Das hat auch Nipsey Hussle gemacht. Der Rapper wollte, dass junge Menschen eine Zukunft haben. Ein Tag nach seinem Tod wollte er sich eigentlich mit dem Los Angeles Polizeichef treffen, um zu besprechen, wie die Gewalt zwischen den Gangs gestoppt werden kann.

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Auch Musikerkollegen zollen Nipsey Hussle weiterhin Tribut. Kanye West hat während seinem Sunday Service, einem wöchentlichen Outdoor-Konzert, zu Chorgesang eine Aufnahme von Nipsey mit inspirierenden Worten gespielt.

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Ein Verdächtiger, der Nipsey Hussle vor seinem Laden in L.A. erschossen haben soll, wurde bereits festgenommen. Die Beerdigung des Rappers ist am Donnerstag.

Chilly Gonzales startet Bewerbungsphase für Musikschule "Gonzervatory" in Köln

Chilly Gonzales teilt wieder sein immenses Musikwissen. Der Pianist und Musik-Analytiker ruft zur zweiten Ausgabe seines "Gonzervatory" auf. Diesmal soll das Musik-Performance-Programm in Köln stattfinden, der Wahlheimat des kanadischen Musikers. An den zehn Tagen voller intensiven Coachings und Proben sollen Spaß und Freiheit mit Diziplin und Ehrfurcht Hand in Hand gehen. Bewerben können sich Musiker aller Art, die über 18 sind: Rapper*innen, Sänger*innen, Produzent*innen bis hin zu komponierenden Instrumentalist*innen. Fünf Teilnehmer werden am Ende ausgewählt. Die Reise, Unterkunft und Meisterklassen werden komplett finanziert. Und am Ende gibt es noch ein Abschlusskonzert mit Chilly Gonzales zusammen. Das "Gonzervatory" findet im Herbst statt. Die Bewerbungsphase geht bis zum 1. Mai.

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Beyoncé-Dokumentation über Coachella-Auftritt

Beyoncé veröffentlicht eine Doku zu ihrem Auftritt bei dem US-Festival Coachella im letzten Jahr. Gerade ist der Trailer von "Homecoming: A Film by Beyoncé" erschienen. Beyoncés Perfomance bei Coachella war eine Wahnsinns-Show und eine Ode an die Schwarze Kultur. Das wird auch schnell im Trailer klar. Darin nutzt Beyoncé Interviewausschnitte von der US-Bürgerrechtlerin und Schriftstellerin Maya Angelou. Dazu zeigt sie Szenen aus ihrer Coachella-Show. Dabei stand sie mit einer Armada an Tänzern und einer Marchingband auf der Bühne. Die Show hatte viele Referenzen zu den historisch Schwarzen Colleges in den USA. Bei dem Auftritt hat Beyoncé auch mit ihren Bandkollegen von Destinys Child performt. Die Doku zeigt aber nicht nur die Live-Show von ihrem Auftritt bei Coachella, sondern auch Behind-The-Scenes Material von den Proben und Backstage-Szenen. "Homecoming: A Film by Beyoncé" erscheint am 17. April über der Streamingdienst Netflix.

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Musikstreaming schadet der Umwelt

Die University of Glasgow und University of Oslo haben in einer gemeinsamen Studie herausgefunden, dass das Streamen von Musik schlechte Auswirkungen für die Umwelt hat. Das Streamen, Speichern und Verschicken von Musiken auf Plattformen verbraucht viel Energie, was zur Entstehung von Treibhausgasen führt. Die Werte werden aus den Zahlen der Plastikproduktion physischer Musik (CDs und Vinyl) und aus der Energieerzeugung digitaler Musik berechnet, woraus sich die Treibhaus Emission bestimmen lässt. 1977 waren es 140 Millionen Kilogramm, während es 2016 allein in den USA 350 Millionen Kilogramm waren. Zudem kommt die Studie zu dem Schluss, dass Musik an Wertschätzung verloren hat. Die Zahlen von Musikverkäufen sind die letzten Jahre durch die Streaming Dienste enorm zurückgegangen. Um den Umweltschäden entgegenzuwirken, sollten mehr Musiken gekauft und heruntergeladen werden, damit diese nicht mehr über Streaming Dienste laufen müssen.

Stand: 09.04.2019, 11:00