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Wurde James Brown ermordet?

James Brown

Global Pop News 07.02.2019

Wurde James Brown ermordet?

Von Anne Lorenz

CNN wirft Fragen zum Tod von James Brown auf. | Nigerianischer Präsidentschaftskandidat Davido Fan. | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Wurde James Brown ermordet?

James Brown war der Godfather of Soul. 2006 ist er an einer Lungenentzündung gestorben – davon ist man zumindest bisher ausgegangen. Jetzt sind Gerichts- und Polizeiakten aufgetaucht die vermuten lassen, dass er ermordet wurde. Eine neue Untersuchung vom US-Nachrichtensender CNN behauptet James Brown wäre keines natürlichen Todes gestorben. 140 Personen wurden befragt und tausende Seiten von Gerichtsakten durchgearbeitet. Das Ergebnis: Der Tod des Soul-Stars wirft Fragen auf, die nur eine Autopsie beantworten kann. Eine Autopsie hat es nämlich nie gegeben, das hat eine der beiden Brown-Töchter damals strikt abgelehnt. Obwohl viele Leute ihr dringend dazu geraten hatten, darunter auch der Arzt der die Todesurkunde unterschrieben hat. Marvin Crawford war damals schon misstrauisch, weil der Zustand von James Brown sich im Krankenhaus so schnell verschlechtert hatte.

Laut CNN hat er immer vermutet, dass da etwas faul war. Im Interview hört man ihn sagen: „Ich will einfach nur wissen wer ihn getötet hat!“ Auch die ehemalige Zirkussängerin Jacque Hollander spielt eine entscheidende Rolle. Wegen ihr wurde die Untersuchung überhaupt aufgenommen. Sie hat CNN kontaktiert und gesagt, sie habe konkrete Beweise dass James Brown umgebracht wurde. Ihre Geschichte mit dem Soul-Star ist ziemlich dunkel, er soll sie Ende der 80er Jahre vergewaltigt haben. Sie war außerdem mit Browns dritter Frau gut befreundet, die unter ähnlich ominösen Umständen wie der Sänger gestorben ist.

Die Geschichte klingt wie ein Hollywood-Thriller. In der CNN Reportage wird James Browns ganzes Leben nochmal aufgerollt. Viele dunkle Seiten kommen zum Vorschein, viele Wegbegleiter zu Wort. Gespickt ist der Text mit Fotos und Interview-Ausschnitten. Am Ende bleiben ein großes Fragezeichen und das Gefühl, dass da auf jeden Fall vieles nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Autor der Reportage Journalist Thomas Lake fordert nun den Fall um den Tod von James Brown wieder aufzunehmen.

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Nigerianischer Präsidentschaftskandidat Davido Fan

In Nigeria hat sich Oppositionspolitiker und Präsidentschaftskandidat Atiku Abubakar gerade als großer Fan von Davido geoutet. Er nennt den Sänger den "König der nigerianischen Musik". Nächste Woche sind die Präsidentschaftswahlen und um nochmal ein bisschen die Werbetrommel zu rühren hat der Kandidat der Peoples Democratic Party im Internet ein kleines Meet and Greet gegeben. Man konnte ihm Fragen stellen, und ein Nigerianer wollte wissen, wer denn sein Lieblingsmusiker sei, darauf meinte Abubakar: "In meiner Jugend war Fela Kuti der König, er war mein absoluter Favorit, ich habe kein Event im berühmten Shrine in Lagos verpasst."

Die ganze Nacht bis in die Morgenstunden hat Atiku Abubakar dort gefeiert, erzählt der Politiker, aber der King dieser Generation wäre unangefochten Davido. Er verkauft sich gut, Davido Fan mit 72, das kommt vor allem bei den jungen Wählern an. Das Image von Abubakar ist beachtlich: er hat als Selfmademan ein Vermögen mit Öl gemacht, spendet für wohltätige Zwecke und verspricht als neuer Präsident vor allem gegen Arbeitslosigkeit und Armut vorzugehen und  die Wirtschaft wieder auf Vordermann zu bringen. Aber gegen ihn gibt’s auch Korruptionsvorwürfe – als Vizepräsident soll er 2006 öffentliche Gelder umgeleitet haben. Die Präsidentschaftswahl am nächsten Samstag wird  ein Showdown der Großväter, denn Konkurrent vom Abubakar ist der aktuelle Präsident Muhammadu Buhari - und der ist auch schon über 70.

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Stand: 07.02.2019, 10:00