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Halftime-Show beim Super Bowl "Stinklangweilig"

Big Boi beim Super Bowl 2019 in Atlanta

Global Pop News 04.02.2019

Halftime-Show beim Super Bowl "Stinklangweilig"

Von Anne Lorenz

Super Bowl musikalisch langweilig | Summerjam Festival in der Kritik | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Superbowl Halbzeitshow

Der Super Bowl ist das Sportevent des Jahres in den USA, alle Augen lagen heute Nacht auf Atlanta, nicht zuletzt wegen der beliebten Halbzeitshow. Leider viel das Spektakel dann ziemlich gewöhnlich aus. Ein fünfzehn-minütiges Medley von alten Maroon5 Songs, ein kurzer Auftritt von Travis Scott und Outcast Rapper Big Boi und am Schluss singen alle zusammen den Hit "I Like The Way You Move" von 2005. Immerhin ein kleines bisschen Südstaatenflair, einer der Kritikpunkte im Vorfeld war der Ausschluss lokaler Rapper aus Atlanta wie zum Beispiel Future oder Gucci Mane. Highlight des Abends war dann tatsächlich der Auftritt von Big Boi, im roten Cadillac kam der durch die Menge zur Bühne gefahren. Ansonsten blieb alles unspektakulär. Auf Twitter lästern viele Stimmen "Stinklangweilig". Künstler wie Cardi B, Jay-Z und Rihanna hatten ihre Teilnahme beim wichtigsten TV-Ereignis des Jahres ja schon früh abgesag. In Solidarität mit Ex-Football-Spieler Colin Kaepenick. Cardi B‘s Kommentar dazu: "Ich hab zwar ganz schön viel Kohle geopfert nicht beim Super Bown aufzutreten, aber Kaepenick hat seine ganze Karriere für uns geopfert – wir müssen also hinter ihm stehen."

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Buju Banton beim Summerjam

Das berühmte Reggae Festival am Fühlinger See steht wegen der Einladung von Reggaestar Buju Banton in der Kritik. Die Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. - Veranstalter der Colone Pride ruft zum Protest auf. Das Summerjam Festival findet gleichzeitig mit dem CSD am ersten Juli Wochenende statt. Im offenen Brief auf Fakebook heißt es: "Auf eurer Homepage steht, das Summerjam wäre ein Fest mit toleranten und friedliebenden Gleichgesinnten – da passt Buju Banton gar nicht dazu, der in einem Song zum brutalen Mord an Schwulen aufgerufen hat!" Gemeint ist damit der Song "Boom Bye Bye" von 1992. Vom homophoben und hetzerischen Inhalt hat sich Buju Banton nie distanziert – so die Kritik. Festival Sprecherin Jutta Hackland sieht das anders, sie sagt: "Damals war Buju gerade mal neunzehn Jahre alt" und "man gehe davon aus, dass der Sänger seine Sicht auf die Dinge im Laufe der Jahre verändert hätte." Außerdem habe das Summerjam-Team sich vertraglich zusichern lassen, dass Banton auf der Bühne keinen Hass auf Homosexuelle verbreiten darf. "Peinlich hoch 10" finden das die Kritiker und fordern die Ausladung von Buju Banton.

Stand: 04.02.2019, 10:00