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Jarabe de Palo verabschieden sich

Jarabe de Palo verabschieden sich mit einem einfachen Schriftzug: Adios ... pero hasta luego

Global Pop News 23.01.2019

Jarabe de Palo verabschieden sich

Von Anne Lorenz/Lukasz Tomaszewski

Sänger Pau Donés hat offizielles Abschiedsvideo gepostet | Eros Ramazzotti und Luis Fonsi mit gemeinsamen Video auf den Straßen Miami Beachs | Nach Vergewaltigungsvorwürfen kündigt Chris Brown Klage wegen Diffamierung an | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Jarabe de Palo verabschieden sich

Vor gut 20 Jahren der Durchbruch für die spanische Mestizo-Band Jarabe de Palo. Unzählige Tourneen weltweit folgten. Sänger Pau Donés hat vergangenes Jahr angekündigt sich aus dem Musikgeschäft zurückzuziehen. Ein Grund ist seine Krebserkrankung an der er seit zwei Jahren leidet. Vor wenigen Tagen kam sein offizielles Abschiedsvideo im Netz. Darin bedankt er sich bei seinen Fans: "Ich will auch sagen, dass wir wiederkommen werden. Es ist ein Abschied auf Zeit und kein Lebewohl. Ich weiß nicht wann, wo und wie. Das Leben hat eine Dringlichkeit. Wir leben nur einmal und wir leben jetzt." Das will Pau Donés ab sofort tun: Sich um seine Tochter kümmern, mit Freunden ausgehen, in den Bergen Wandern. Ohne Rücksicht auf den Terminkalender. Ab sofort gibt es kein Twitter, kein Facebook, kein Instagram mehr von Jarabe de Palo oder Pau Donés mehr.

Eros Ramazzotti und Luis Fonsi mit gemeinsamen Video

Por las Calles las canciones - übersetzt: die Songs auf den Straßen. Es ist die zweite Single aus Ramazzottis 19. Studioalbum, das gibt's in zwei Versionen, auf Italienisch und auf Spanisch. Im Video fahren Ramazzotti und Fonsi in einem Mustang-Cabriolet an der Strandpromenade von Miami Beach entlang und stylen, posen und tanzen um die Wette. Luis Fonsi sagt: Es ist ein Feelgood-Song und handelt davon auf die Straße zu gehen, die Liebe zu feiern und sich mit den Leuten zu amüsieren. Es sei eine große Ehre mit dem unglaublichen Eros Ramazzotti zusammenzuarbeiten.

US-Rapper Chris Brown auf freiem Fuß

Chris Brown und zwei Komplizen saßen in der Nacht von Montag auf Dienstag in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Verdacht auf Vergewaltigung. Am Dienstagabend wurden sie wieder freigelassen, sagte ein Vertreter der Pariser Staatsanwaltschaft. Die Vergewaltigungsvorwürfe kamen von einer 25-Jährigen, die Brown auf einer Party kennengelernt hatte. Nach seiner Freilassung postete Chris Brown: "This Bitch is lying". Sein Anwalt sagt sein Mandant sei unschuldig und wolle die Frau wegen Diffamierung anzeigen. Die Staatsanwaltschaft will in dem Fall weiter ermitteln.

Studie zu globalen Hörgewohnheiten

Eine neue Studie aus den USA gibt Aufschlüsse über globale Hörgewohnheiten von Musik. Die Studie kommt von der University of Cornell. Sie basiert auf einer Datenbank vom Streamingdienst Spotify mit einem Repertoire von fast 800 Million Songs. Untersucht wurde das Hörverhalten von einer Million Menschen in 51 verschiedenen Ländern. Die Forscher haben jedes Lied in seine Metadaten zerlegt, nach Merkmalen wie beispielsweise Rhythmus, ob gesungen wird oder nicht, Tempo, Tanzbarkeit und ob es sich um ein akustisches oder elektronisches Stück handelt. So haben sie die musikalische Intensität von jedem Song gemessen.

Bei der Studie kamen einmal Ergebnisse heraus, die relativ vorhersehbar waren. Beispielsweise, dass Kids unter 18 härtere Musik hören als Über-50-Jährige. Oder dass wir tagsüber allgemein eher lebhaftere Musik hören als Nachts. Es gab aber auch einige überraschende Erkenntnisse: Im globalen Durchschnitt hören Männer zum Beispiel mehr Musik als Frauen. Außerdem gefällt dem Männlichen Geschlecht insgesamt ein härterer Sound besser. Wobei es da im Detail ziemlich große regionale Unterschiede gibt. Auf der Südhalbkugel ist es nämlich genau umgekehrt, da mögen es die Frauen musikalisch deftiger als die Männer. Die Studie zeigt Außerdem wie viel unser Hörverhalten über uns preisgibt: Alter, Herkunft und sogar die Stimmungslage. Immerhin hören wir nach Schätzungen im Schnitt in 44% der Zeit die wir wach sind Musik.

Washington D.C., London, Lissabon

Für seine neue Single "Hear From You" hüpft Produzent Branko einmal um den halben Globus. Der portugiesische Hitproduzent war erst für die Brillianz der berüchtigten Kuduro-Combo Buraka Som Systema verantwortlich, seit einigen Jahren ist er auch solo unterwegs. Auf der neuen Single hat er sich Unterstützung von US-Produzent Sango geholt. Der steht für einen schwerelosen Sound zwischen HipHop und Baile Funk. Und darüber haben sich die beiden auch verbunden: Über ihre gemeinsame Leidenschaft zur lusophonen Kultur. Bei Festivals sind sie sich immer wieder über den Weg gelaufen, haben Musik ausgetauscht und sich sofort gut verstanden. Seither wollten sie immer mal was miteinander machen, jetzt hat es endlich geklappt. Der Gesang kommt von der Londoner R'n'B Sängerin Cosima. Der Song ist Vorbote für Brankos neues Album. "Nosso" kommt Anfang März raus.

Rosalía sprengt alle Barrieren

"De Aquin No Sales” ist einer der progressiveren Songs von Rosalías gefeiertem Album "El mal Querer". Gerade hat sie dazu ein Video rausgebracht. Laut der 25-Jährigen selbst ist es ihr Lieblingssong. Im Clip bricht sie mit allen möglichen spanischen Klischees. Gedreht wurde in La Mancha, der Heimat von Don Quijote. Symbolisch lässt Rosalía eine historische Windmühle in die Luft gehen. Und macht sich dann lässig mit einem Motorrad aus dem Staub. Dabei trägt sie mal klassische Flameco-Robe und dann wieder sexy Biker-Outfit. Das Video könnte als Sinnbild für all ihre Musik stehen. Sie rüttelt an Konventionen, poliert die uralte Flamenco-Tradition mit R'n'B und elektronischen Einflüssen auf und macht ihr ganz eigenes Ding daraus. Der Songtitel "De Aquin No Sales" bedeutet zwar "Hier kommst du nicht raus", das kann allerdings nicht für Rosalía gelten, die sprengt mit ihrem Sound alle Barrieren.

Stand: 23.01.2019, 09:54