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"Cumbia City"

El Dusty - La Cumbia ft. Boogat, Szene aus dem Video

Global Pop News 16.05.2018

"Cumbia City"

Von Marc Mühlenbrock

Neues Album von El Dusty | Autobiographie der Beastie Boys | Ultraviolet fordert Spotify auf, härter durchzugreifen | Haji Mike mit neuem Album | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Cumbia in der Stadt

El Dusty hat jahrelang rumgeschraubt an seinem neuen Album "Cumbia City" – und die lange Arbeit hat sich wirklich gelohnt. "Cumbia City" ist für El Dusty nicht unbedingt seine Heimatstadt Corpus Christi in Texas, sondern ein Titel der ausdrücken soll, dass er die Cumbia, den klassischen kolumbianischen Sound – urban gemacht hat. Mit Samples von alten Latin-Platten, Gitarren, Raps und HipHop Beats und 80er Jahre Drum Computern. Sein Ziel war es, keine Musik für Cumbia-Liebhaber zu machen, sondern einfach gute Songs, von denen man gar nicht direkt merkt, dass sie auch Elemente von Cumbia in sich tragen.

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Beastie Boys Book – die Autobiographie

Mike D hat schon angekündigt, dass die Beasties daran arbeiten, jetzt ist klar, die Autobiographie ist fertig und kann ab sofort vorbestellt werden. Erscheinen wird das "Beastie Boys Book" aber erst am 30. Oktober.
Das "Beastie Boys Book" ist mehr als eine Autobiographie, es enthält unter anderem seltene Fotos, eine Graphic Novel, Mixtape Playlists, eine Beasties Karte von New York und Gastbeiträge von den Regisseuren Spike Jonze und Wes Anderson. Insgesamt soll es eine „panoramische Erfahrung“ sein, sagt die Band. Natürlich auch mit der Geschichte des Trios: von der Punkband zu den ersten jüdischen Rappern, von ihrer großen Zeit bei DefJam bis zur Rückkehr zum echten Muckertum und natürlich vom traurigen Ende der Band mit dem Tod von MCA 2012. Man hat einiges zu lesen: 592 Seiten ist das Teil dick.

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Frauenrechtsorganisation fordert Spotify zur Verbannung der Red Hot Chili Peppers auf

Letzte Woche haben wir darüber berichtet, dass Spotify die Musik von R. Kelly aus Playlisten verbannt hat – einer radikalen Frauengruppe geht das noch nicht weit genug. Ultraviolet fordert von Spotify, dass alle Künstler, denen häusliche Gewalt, sexueller Missbrauch oder Vergewaltigung vorgeworfen wird, von der Plattform verbannt werden. Dazu gehören so prominente Acts wie die Red Hot Chili Peppers, Nelly, Eminem, Don Henley von den Eagles und Steven Tyler von Aerosmith. Spotify hatte zuletzt seine Richtlinien geändert, es soll demnach jeglicher Inhalt eingedampft werden, der andere aufgrund ihres Geschlechts diffamiert. Zu Vorwürfen gegen die Person und nicht gegen die Songtexte gab es bisher nur den Fall R. Kelly und den des US-Rappers XXXTentacion. Im Gegensatz zu denen sind allerdings nicht alle auf der Ultraviolet-Liste für ihr Verhalten angeklagt worden.

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Haji Mike hat nach langer Pause mit neuem Album

Haji Mike ist Rapper, Spoken Word Poet, DJ und Radiomacher. Er lebt für HipHop, Dancehall, Dub und Reggae. Eigentlich aus Zypern, hat aber in den 90ern in London gelebt und ist dort bekannt geworden mit seinem Mix aus Dancehall-Beats und der Bouzouki, der griechischen Laute, ganz besonders mit "Mousiki", seiner Version von "Murder She Wrote". Jetzt erscheint "28", Haji Mikes neues Album, benannt nach den 28 Jahren im Recording Business. Er lebt wieder auf Zypern, aber seine Botschaften sind global. Er will mit seinen Songs zum Nachdenken anregen und für eine friedliche Welt kämpfen.

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Gericht sagt: Bushidos Texte sind jugendfrei

Dass Oberverwaltungsgericht in Münster hat entschieden: Bushidos Album "Sonny Black" darf wieder an Jugendliche verkauft werden. 2014 hatte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien das Album noch auf den Index gesetzt, "weil die Texte einen kriminellen Lebensstil verherrlichten, insbesondere den Drogenhandel, außerdem Frauen und homosexuelle Menschen diskriminierten." Aber in dieser Woche haben die Richter entschieden: Kunstfreiheit steht über dem Jugendschutz. Da darf jeder dazu denken, was er möchte.

Geld für Woman Nation Fund

Eines der größten Unternehmen für Konzert Veranstaltungen, Live Nation, startet den Woman Nation Fund. Auf und hinter der Bühne sind Frauen in der Musikbranche eher unterdurchschnittlich vertreten. Der Live Nation Woman Fund soll jetzt denen Protagonistinnen vor allem hinter der Bühne - also den Konzert- und Festival-Veranstalterinnen - zu Gute kommen. Live Nation ist Monopolist in vielen Regionen, was große Konzerte angeht. Man darf mutmaßen, warum Live Nation plötzlich sein Herz für Frauen entdeckt hat. Da dieser ja auch von größtenteils Männern geführte Konzern wahrscheinlich nicht aus altruistischen Motiven handelt, ist es vielleicht einfach eine Möglichkeit, sich in ein positives Licht zu rücken, und nebenbei den Markt zu vergrößern und damit noch mehr Fans anzulocken.

Stand: 16.05.2018, 09:30