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Igor Levit gibt Echo zurück

Igor Levit am Klavier

Global Pop News 17.04.2018

Igor Levit gibt Echo zurück

Von Bamdad Esmaili

Deutsch-russischer Pianist Igor Levit gibt seinen Echo zurück | Kurzfilm von R'n'B Sänger Vicktor Taiwo | DJ Khaled will einjährigen Sohn vermarkten | Kendrick Lamar erhält Pulitzer-Preis | Ramy Essam startet Petition | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Igor Levit gibt Echo zurück

Auch heute geht die Diskussion um die Echo Verleihung an Rapper Kollegah und Farid Bang weiter. Nachdem das Notos-Quartett und Musiker Klaus Voormann ihren Echo abgegeben haben, zieht jetzt der deutsch-russische Pianist Igor Levit auch seine Konsequenzen und gibt seinen Preis ebenfalls zurück. Den Echo hat er 2014 gewonnen.

Die deutsche HipHop Community hält sich da recht bedeckt. Statt Reaktionen gibt es öffentlich ein großes Schweigen. Der Bundesverband Musikindustrie - als Echo Veranstalter - hat angekündigt den Preis zu überarbeiten. "Wenn Künstler entscheiden, ihren ECHO zurückzugeben, bedauern wir das zutiefst, müssen diese Entscheidung aber natürlich respektieren". Nachdem der ARD Koordinator für Unterhaltung Thomas Schreiber den Echo generell in Frage gestellt hat, gibt es auch Künstler wie Peter Maffay, der den Rücktritt der Echo-Jury fordert, da nur eine Konzept-Änderung nicht ausreicht.

Kurzfilm von Vicktor Taiwo

Der 27-jährige R'n'B-Sänger Vicktor Taiwo aus Nigeria hat gerade seine EP "First Movement" rausgebracht. Und die vier Songs darauf hat er in einem Kurzfilm bebildert. In dem Kurzfilm zeigt er, wie die Kindheit eines schwarzen Jungen in Afrika verlaufen kann. Die Mutter-Kind Beziehung, die Natur, in der er aufwächst - sehr beeindruckende Aufnahmen. Vicktor Taiwo sagt dazu: "Ich finde es faszinierend wie selten schwarze Jungs in einer so friedlichen und sanften Weise gezeigt werden".  

DJ Khaled will einjährigen Sohn vermarkten

DJ Khaled, US Produzent mit palästinensischen Wurzeln, will den Namen seines Sohnes patentieren lassen - um ihn als Produktnamen einzusetzen. DJ Khaled, der mit "Wild Thoughts" featuring Rihanna einen weltweiten Hit in den Charts hat, will anscheinend aus seinem Sohn einen ebenso großen Star machen. Er möchte den Namen seines Sohnes als Markennamen schützen lassen, um ihn dann für Kosmetik, Kleidung und Kinderbücher als Produktnamen zu nutzen. Dabei kennt der Vaterstolz von DJ Khaled wohl keine Grenzen. Im Oktober 2016 kam Asahd zur Welt, der Name ist arabisch für Löwe. Bei den Komponistenangaben des letzten DJ Khaled Albums wird Asahd schon genannt - da war er vier Monate alt. Und der kleine Löwe hat einen eigenen Instagram Account mit 1,8 Millionen Followers. Jüngst hat es Papa sogar geschafft, Klein Asahd aufs Titelphoto des Luxus Magazins Ocean Drive zu bugsieren - in einem Mini-Sportwagen.

Kendrick Lamar bekommt Pulitzer Preis

US Rap-Star Kendrick Lamar hat in der Nacht den renommierten Pulitzer Preis gewonnen, er wurde für sein Album "DAMN" ausgezeichnet. Die Jury des wichtigsten US-amerikanischen Literaturpreises hat in der Nacht in New York insgesamt in 21 Kategorien Preise vergeben. Kendrick Lamar, ist der erste Rapper überhaupt, der damit geehrt wird.

Die Jury meint: Das Album sei eine "virtuose Liedersammlung, vereint von seiner umgangssprachlichen Authentizität und rhythmischen Dynamik". Und wichtig war auch für sie wie Lamar in dem Album das komplexe, moderne afro-amerikanische Leben einfängt. Jetzt hat Kendrick Lamar neben seinen Grammys eine weitere Auszeichnung im Schrank stehen - herzlichen Glückwunsch.

Petition von Ramy Essam für Songschreiber

Der ägyptische Musiker Ramy Essam hat eine Petition für die Freilassung seines Songschreibers gestartet. Der wurde wegen eines Songs von Ramy Essam verhaftet. Das Lied "Balaha" kam Ende Februar raus. Das Video dazu hat fast vier Millionen Klicks. Im dem Text wird der ägyptische Staat wegen Tortur und Korruption kritisiert. Der Songschreiber Galal El-Behairy wurde daraufhin festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Blasphemie und Beleidigung des Militärs vor. Es gibt auch einen Haftbefehl gegen Sänger Ramy Essam, der als die Stimme des arabischen Frühlings gilt. 2011 hat der 31-jährige Musiker auf dem Tahrir Platz gegen das Mubarak Regime gesungen. Mittlerweile lebt er im Exil in Skandinavien. Essam schreibt im Netz, dass sein Songschreiber gefoltert wurde und fordert seine Freilassung. Es sagt: "Mit diesem Lied wollten wir alle an die Freiheit erinnern, die wir einst durch die Revolution hatten. Und an das Recht zu sprechen, zu kritisieren und von Veränderungen zu träumen".

Stand: 17.04.2018, 09:41