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"Sex-Video" von Residente

Videostill: Residente liegt mit zwei Frauen auf einem Bett aus Obst und Rosenblättern; zusammengrollte Kondome regnen auf sie herab

Global Pop News 16.04.2018

"Sex-Video" von Residente

Von Bamdad Esmaili

Residente überrascht seine Fans und veröffentlicht "Sex-Video" | Kritik an Echo reißt nicht ab | Conchita Wurst seit Jahren HIV-Positiv | Flughafen Tegel könnte bald Techno Clubzone werden | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

"Sex-Video" von Residente

Residente ist einer der größten Rapper in Lateinamerika. Früher hat er mit seinem Bruder in der Rap-Formation Calle 13 gesungen und er ist für seine politischen und gesellschaftskritischen Texte bekannt. Jetzt hat er seine Fans überrascht und singt diesmal über was ganz anderes - nämlich zum ersten Mal über Sex. Im farbenfrohen und witzigen Video zum Song "Sexo" sieht man verschiedene Date-Situationen und Residente singt: "Sie schminken sich, weil sie Sex wollen. Kaufen Kleidung, fragen nach ihrer Nummer oder gehen Essen weil sie Sex wollen".  

Conchita Wurst seit Jahren HIV-Positiv

Conchita Wurst hat in einem Statement erklärt, das sie HIV-Positiv ist. Auf Instagram postete die österreichische ESC Gewinnerin, dass sie bereits seit Jahren von ihrer Infektion wisse. Aber auch schon lange in medizinischer Behandlung sei und immer unter der Nachweisgrenze geblieben sei. Sie könne den Virus also nicht weitergeben. Mit dem Outing ist Conchita Wurst einem Erpressungsversuch zuvorgekommen. In derselben Instagram Meldung sagt Tom Neuwirth - die Person hinter der Kunstfigur Conchita Wurst - er sei von einem Ex-Freund erpresst worden. Der drohte, die Öffentlichkeit zu informieren. Und da ist ihm Conchita Wurst zuvor gekommen. Die Fans stärken Conchita Wurst den Rücken. Nennen Conchita Wurst ein Vorbild und loben ihren Mut.

Flughafen Tegel bald Techno Clubzone?

Der Berliner Senat möchte Tegel zur Clubzone umbauen. Künftig könnten hier Techno Festivals stattfinden und Clubs Live Bands auf die Bühne bringen. Platz gäbe es in den Hangars jede Menge. Im Tower selbst hätte man beim Abraven noch den vollen Überblick über Berlin. Auch diese neue Idee für die Nachnutzung von Tegel nach dessen Schließung muss aber mit Widerstand rechnen. Denn zum Einen haben sich die Berliner mehrheitlich in einem Volksentscheid dafür entschieden, Tegel offen zu halten. Aber wenn er schon schließt - was offiziell weiterhin der Plan ist - sollen dort Wohnungen gebaut werden. Wohnungen und Party, kein Widerspruch, meint der Sprecher der Berliner Clubkommission, Lutz Leichsenring: "Ich hab die Hoffnung, dass man sich beim Flughafen Tegel frühzeitig überlegt, wo Wohnfläche ist und wo aber auch Freiflächen, die mit Festivals bespielt werden können." Am 22. Mai treffen sich Senatsmitglieder und Clubkommission am Flughafen, um Tegel auf Clubtauglichkeit abzuklopfen.

Ghana Music Awards verliehen

In Ghana wurde am Samstag der größte Musikpreis des Landes verliehen. Unter anderem hat Rapper Sarkodie, der größte Rapper des Landes, hat drei Preise gewonnen. Unter anderem als Hiplife/HipHop-Artist des Jahres und Best Rapper of the Year. Live ist er natürlich auch aufgetreten. Mit Sonnenbrille und grau gekleidet stand Sarkodie 17 Minuten lang auf der Bühne und hat seine größten Hits gesungen. Weitere Gewinner beim 18. Ghana Music Award waren: Stonebwoy als Reggae/Dancehall Artiste of the Year oder Davido als Best African Artiste of the Year. Sängerin Ebony wurde geehrt, sie ist kurz nach ihrem 21. Geburtstag bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Postum gab es drei Awards für Ebony, unter andrem in den Kategorien Album of the Year und Artist of the Year.

Echo wird überarbeitet

Die Kritik für den Echo an Rapper Kollegah und Farid Bang reißt nicht ab. Jetzt haben die Veranstalter eine "umfassende Analyse und Erneuerung der Mechanismen" angekündigt und wollen den Musikpreis überarbeiten. Bis jetzt spielen bei der Vergabe die Verkaufszahlen eine Rolle. Farid Bang und Kollegah werden vorgeworfen antisemitische Texte zu verwenden. Sie distanzieren sich davon und berufen sich auf Kunstfreiheit und eine Musik, die provozieren soll. Der WDR und SWR haben das Album der Rapper jetzt auf den Index gesetzt. Das heißt in den Radioprogrammen wird keine Musik daraus gespielt. Thomas Schreiber, der ARD-Koordinator für Unterhaltung hat den Echo generell in Frage gestellt. In der Welt schreibt er: "Es gibt nur eine sinnvolle Reaktion: Eine Entschuldigung und die Erkenntnis, dass dieser Echo keine Berechtigung mehr hat: weder inhaltlich noch moralisch."

Stand: 16.04.2018, 10:31