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Viva la Musica!

Shakira

Global Pop News 07.03.2018

Viva la Musica!

Von Bamdad Esmaili

Kolumbianische Musikkampagne auf der ITBT| Tina Tchen soll Grammys weiblicher machen | Neue Musik von Bombino | Debüt von August Greene erscheint | Banderas-Salsa aus Tokio | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Musikkampagne aus Kolumbien auf der ITB

In Berlin startet heute die weltgrößte Tourismusmesse ITB. Kolumbien nutzt den Ruf seiner Musik als touristische Attraktion und präsentiert eine entsprechende Kampagne auf der internationalen Tourismusbörse. Besucher können typische Tänze wie Salsa und Cumbia in einer Musikbox lernen. Jeden Tag wird es auf der Messe Konzerte geben zum Beispiel von einem afrokolumbianischen Kinderchor von der Pazifikküste. Und einen eigenen Kampagnensong gibt es auch schon. “Sabrosura” wird als Hymne auf der Messe eingesetzt. Verschiedene kolumbianische Künstler sind drauf zu hören, unter anderem Frauenschwarm Sebastián Yatra.

Kolumbien galt aufgrund des Bürgerkrieges Jahrzehnte lang als No-Go-Area. Vor zwei Jahren hat die Regierung mit der Guerrillagruppe Farc Frieden geschlossen. Seitdem kommen wieder vermehrt Touristen ins Land. Im vergangen Jahr gab es einen Anstieg um zwanzig Prozent. Dieser Trend soll fortgesetzt werden. Unterstützt durch die Regierung wird daher geworben mit der Musik des Landes. Kolumbien hat Brasilien als Musiknation Nummer Eins in Lateinamerika abgelöst. Viele Megastars der Global Pop-Szene, wie Shakira, Juanes oder Bomba Estereo, stammen aus Kolumbien. Cali gilt als die Salsa-Hauptstadt der Welt.

Tina Tchen soll Grammys weiblicher machen

Die Grammys sind die wichtigsten Musikpreise der Welt. Nach der Kritik an der Männerdominanz bei der letzten Verleihung gibt es jetzt einen neuen Plan. Tina Tchen, die ehemalige Beraterin von Michelle Obama, soll eine Task-Force für Gleichstellung bei den Grammys leiten. Bei der letzten Verleihung Ende Januar gab es nur sehr wenige Frauen, die nominiert waren oder gar einen Preis gewannen.
Pop-Sängerin Alessia Cara war eine der wenigen Frauen die einen Grammy bekam. Auch bei der Gala sind Männer auf der Bühne überrepräsentiert. Chef der Grammys Neil Portnow wurde drauf angesprochen. Und er hat gesagt: „Die Frauen müssen sich „steigern“ wenn sie bei der Verleihung dabei sein wollen“. Es gab daraufhin heftige Kritik von Sängerinnen, zum Beispiel von Pink oder Katy Perry. Portnow hat sich entschuldigt und daraufhin gibt es jetzt diese Task-Force.

Neue Musik von Bombino

Der nigrische Sänger Bombino bringt bald ein neues Album raus. Man kann jetzt schon in einen Song daraus hören. „Tehigren“ ist der Vorbote zum neuen Album von Bombino. Der 38-jährige Gitarrenvirtuose aus Niger spielt eine Mischung aus Folk, Blues, Rock und traditionellen Wüstenmusik der Tuareg.
Das neue Album von Bombino heißt "Deran" - was so viel wie "mit besten Wünschen" heißt. Es wurde in Casablanca aufgenommen, in einem Studio, das dem marokkanischen König gehört. Die Aufnahmen haben zehn Tage gedauert. Es ist das erste Album seit fast zehn Jahren, das Bombino in Afrika produziert hat. Offiziell erscheinen wird es am 18. Mai.

Bombino

Debüt von August Greene erscheint

Es gibt eine neue HipHop-Supergroup, die sich "August Greene" nennt. Ihr Debüt erscheint am Freitag. Das Trio besteht aus Rapper Common, Jazz-Pianist Robert Glasper und Drummer und Produzent Karriem Riggins. Das sind alles alte Freunde, die sich zu einer neuen Rap-, Jazz- und RnB-Gruppe zusammengetan haben. Kopf der Band ist der mehrfache Grammy- und Oscarpreisträger Common. Die drei haben beim letzten Album von Common schon miteinander gearbeitet und gesehen, dass sie zusammen mehr Songideen haben. So kam es vor einem Jahr zu dem Entschluss August Greene zu gründen. Am Freitag erscheint ihr Debüt "August Greene".

Banderas-Salsa aus Tokio

Der allererste Tune der Newcomer ist eine klassische Salsa Dura mit dem Titel "Tema de Banderas": Mit messerscharfen Bläsern, halsbrecherischen Percussions und akzentfreien spanischen Texten. Eigentlich assoziieren wir diesen Sound automatisch mit Havanna oder Cali. Aber nicht mit Tokio, wo die 11 Instrumentalisten, Tänzer und DJs aber herkommen. Keine Latino-Einwanderer, sondern waschechte Japaner. Banderas heißt ja übersetzt Barrieren und die wollen die Jungs anscheinend einreißen. Das Besondere ist tatsächlich die musikalische Präzision und der authentische Groove. So als wären sie direkt in der Karibik geboren. Sie Single erscheint in zwei Wochen.

Stand: 07.03.2018, 10:00