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Quincy Jones entschuldigt sich

Quincy Jones: Musikproduzent, Komponist, Jazztrompeter und Bandleader, 2013

Global Pop News 23.02.2018

Quincy Jones entschuldigt sich

Von Bamdad Esmaili

Star Produzent Quincy Jones bereut seine Aussagen über Kollegen | Clubbesitzer in Tel Aviv protestieren gegen eine Verschärfung des Asylgesetzes | Facebook hat neue Vereinbarung mit Musikrechtevertretern geschlossen | Sogand macht wieder Musik | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Quincy Jones entschuldigt sich

Das ist wahrscheinlich die süßeste Entschuldigung in der Pop-Geschichte. Star Produzent Quincy Jones bereut seine Aussagen über Kollegen, die er vor einigen Wochen von sich gegeben hat. Quincy Jones ist mit 28 Grammys DER Pop-Produzent in den USA. Vor ein paar Wochen hat der 85-jährige Musiker in Interviews viele Musikerkollegen beleidigt. Zum Beispiel hat er gesagt: "Die Beatles seien die schlechtesten Musiker auf der Welt gewesen" oder "Paul McCartney war der schlechteste Bassist, den ich je gehört habe". Selbst der King of Pop, Michael Jackson, ist schlecht weggekommen: Michael Jackson habe viel geklaut und er sei gierig gewesen. Seine Töchter haben ihn jetzt dazu bewegt sich über Twitter für seine Äußerungen zu entschuldigen. Jones schreibt: "Ich liebe meine Töchter, weil sie keine Angst haben sich gegen ihren Daddy zu stellen". Sie haben ihn sich nämlich vor ein paar Wochen zur Brust genommen und mit ihm über die Äußerungen gesprochen. Quincy Jones schreibt weiter: "Ich entschuldige mich bei allen Freunden, die ich beleidigt habe". Und unterschreibt mit: "Ein 85-jähriger Mann, der immer noch aus seinen Fehlern lernt".

Clubbetreiber in Tel Aviv protestieren gegen Asylverschärfung

In Israel gibt es ein schärferes Asylgesetz. Jetzt protestieren mehrere Clubbesitzer in Tel Aviv gegen die neue Regelung. Wer am Wochenende in Tel Aviv feiern geht, engagiert sich auch politisch, denn Israel will tausende afrikanische Flüchtlinge zur Ausreise zwingen. Es gibt von der Einwanderungsbehörde zwei Optionen: Entweder freiwillige Ausreise in ein Drittland bis April oder Gefängnis. Das finden viele Clubbetreiber unmenschlich. Sie haben eine Petition gestartet und fordern von der israelischen Regierung ein gerechtes Asylverfahren. Außerdem wollen sie einen Teil der Gewinne aus Eintrittsgeldern im Februar an Flüchtlingsorganisationen spenden. Der Sprecher dieser Initiative sagt: "Wir Clubbesitzer haben eine Plattform und die Fähigkeit zu protestieren um Treibstoff für den Kampf zu liefern".    

Musikdeal mit Facebook

Wer bisher bei Facebook Videos mit Musik hochgeladen hat, konnte Ärger wegen der Urheberrechte bekommen. Nun verändert ein neuer Deal die Regelung. Facebook hat eine Vereinbarung mit der europäischen Organisation International Copyright Enterprise Operations geschlossen, in der die Lizenzgebühren von Künstlern abgedeckt sind, wenn diese ihre Musik über Facebook verbreiten. Nach den Rechtedeals mit Universal und Sony Music, gibt es nun auch einen mit der ICE, welche von der GEMA mitgegründet wurde und die Musikrechte von fast 300.000 Künstlern in 160 Ländern vertritt. Wieviel Facebook dafür bezahlt hat, ist nicht bekannt.

Sogand macht wieder Musik

Die iranische R'n'B Sängerin Sogand ist wieder zurück in Deutschland. Gerade ist ihre Single "Yadesh Bekheir" erschienen und ist eine wahre Liebesgeschichte, gerichtet an ihren Ex-Freund. Sogand ist 30, wohnt in Wiesbaden und gilt als die erste iranische R'n'B Sängerin. Vor vier Jahren ist sie in den Iran gereist und wurde dort verhaftet, sie sagt: "Viele wissen, dass der Iran eine islamische Republik ist und Frauenstimmen dort verboten sind. Die haben mich wegen meiner Videoclips festgenommen und ich war einen Monat im Gefängnis". Sogand kam auf Kaution frei und konnte bis zu ihrer Gerichtsverhandlung das Land nicht verlassen. Sie hat ein Bußgeld von umgerechnet 1.300 Euro bezahlt und konnte den Iran dann nach vier Jahren verlassen. Jetzt konzentriert sich Sogand auf ihr Album, welches im März rauskommen soll.

Stand: 23.02.2018, 10:02