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Johnny Hallyday ist tot

Johnny Hallyday

Global Pop News 06.12.2017

Johnny Hallyday ist tot

Von Anne Lorenz

Der Französische Sänger und Schauspieler Johnny Hallyday ist heute Nacht an Krebs gestorben | Das Moogfest aus North Carolina feiert weibliche, trans- und non-binäre Künstler in einem 50-stündigen Onlineshowcase | Ein Nachtclub in Großbritannien nimmt den Kampf gegen illegale Drogen auf | Unsere täglichen News aus der Welt des Global Pop.

Johnny Hallyday ist gestorben

Der französische Sänger und Schauspieler Johnny Hallyday ist heute Nacht mit 74 Jahren an Krebs verstorben. Hallyday, der auch der französische Elvis Presley genannt wurde, war in den 60er-Jahren mit seiner Grölstimme ein großes Jugendidol und hat den frankophonen Rock maßgeblich geprägt. Mick Jagger von den Rolling Stones sagte einst über ihn: "In Frankreich ist er absolut unerreichbar". Musikalisch ist Johnny Hallyday immer offen geblieben: Er hat Rock'n'Roll, Country, HipHop und sogar Techno in seine Musik miteinfließen lassen. Hallyday war aber auch eine kontroverse Figur: Steuerflucht, Affären, Scheidungen und Drogen. Seine Beliebtheit hat der Musiker dafür aber nie eingebüßt. Er hinterlässt ein amtliches Werk: 180 gespielte Tourneen, mehr als 110 Millionen verkaufte Tonträger und rund 40 Goldenen Schallplatten.

Extraausgabe des Moogfestes feiert geschlechtsneutrale Künstler

Das Moogfest findet eigendlich jedes Jahr im Mai in North Carolina statt. Jetzt gibt es eine Extraausgabe: Bei einem Onlineshowcase werden weibliche, trans- und nonbinäre - also geschlechtsneutrale Künstler gefeiert. Host ist Madame Ghandi, ehemalige Drummerin von M.I.A, Aktivistin und selbst Electronicartist. "Always On" heißt das Event, bei dem über 50 Musiker und DJs eingeladen sind. Das Moogfest gibt es auch als 50-stündigen Livestream im Netz. Heute Mittag um zwölf Uhr geht es los, dann wird auch erst das Lineup bekannt gegeben. "Always On" ist eine Herzensangelegenheit für Madame Ghandi. Sie sagt: "Wir müssen unsere Geschichte selbst erzählen, sonst tun andere es für uns. Und das höchstwahrscheinlich nicht in unserem Sinne. The future is female!"

"Operation Waiver" - Kampagne gegen Drogen in britischen Nachtklubs

In Großbritannien nimmt ein Nachtklub den Kampf gegen illegale Drogen auf. Der Circle Nightclub in Lincolnshire hat sich mit den lokalen Behörden zusammengetan. Am Eingang müssen die Besucher ihre Hand auf eine Maschine legen. Die macht einen Abstrich und prüft auf illegale Substanzen wie Kokain, Ecstasy und Amphetamine. Wird jemand positiv getestet, muss er sich vor den Beamten verantworten. Der Circle Nightclub ist das erste Venue, das die Maschine einführt. Im Rahmen der Operation Waiver sollen in den nächsten Monaten noch weitere Klubs der Stadt dazu kommen.

Darkie Fiction will die Musiszene in Südafrika umkrempeln

Das südafrikanische Duo Darkie Fiction hat eine eindringliche Message an seine Künstlerkollegen: "Hört endlich auf, die USA zu kopieren". Sinnbildlich dafür versuchen sie in ihrem Debütvideo zum Song "Selula" einen Mann vor seiner Handysucht zu retten, damit sein Gehirn nicht umprogrammiert wird.

Sängerin Yoza Mnyanda und Rapper Katt Daddy wollen die Musikszene in Südafrika umkrempeln. Sie wollen andere Musiker dazu inspirieren, die eigenen Wurzeln zu feiern und einen authentischen, modernen Sound zu erschaffen. Die beiden sind selbst mit Kwaito, Afrofunk, Jazz und House aufgewachsen. Seit Mitte des Jahres machen sie zusammen Musik und sind dafür extra von Kappstadt nach Johannesburg gezogen.

Stand: 06.12.2017, 10:08