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Mister Boombastic

Shaggy auf der Bühne

Shaggy

Mister Boombastic

Sein bürgerlicher Name ist weitaus umständlicher: Orville Richard Burrell heißt der Jamaikaner, der seine weltweite musikalische Karriere allerdings nicht in Kingston, sondern in Brooklyn startete. Dort landete er als 18jähriger in der karibischen Community, nachdem er auf der Heimatinsel als DJ gewirkt hatte. Sein Pseudonym entlehnte er sich aus dem Cartoon Scooby-Doo, in dem es einen Detektiv diesen Namens gibt.

Mit Soundsystems und für kleine Labels aufnehmend überbrückte er seine Zeit bei den Marines, denen er auch im ersten Irak-Krieg diente. 1993 dann katapultierte er sich mit dem Remake des Klassikers "Oh Carolina" vor allem in die europäischen Charts, wobei er seine Version mit Peter Gunn-Samples unterfütterte.Zwischenüberschrift

Mister Boombastic

Für sein Machismo-Gehabe und seine - diplomatisch gesagt - frivolen Parolen ist er spätestens seit dem 1995er-Hit "Boombastic" gefürchtet, in dem er unverhohlen mit seiner Manneskraft protzte. "Dog-a-muffin" nennt er den Stil seiner Lyrics, der sich auch auf späteren Alben fortsetzte. Ein Duett mit Janet Jackson zählte zu den Highlights der späten 1990er ("Luv Me, Luv Me"). "Hotshot" mit der Single "It Wasn't Me" wurde dann sein Erfolgsalbum schlechthin, im Jahre 2000 bereits für die MCA aufgenommen, nachdem ihn Virgin wegen zwischenzeitlich mauer Verkaufszahlen hatte fallen lassen.

Back to the Roots

Auf seinem 2005er-Album "Clothes Drop" verlässt er sich auf Myriaden von Gästen wie die Pussycat Doll-Sängerin Nicole Scherzinger und will.i.am von den Black Eyed Peas. Insgesamt steuert diese Scheibe, von Sly & Robbie produziert, wieder mehr ins klassische Reggae-Fahrwasser, etwa mit einem Marley-Cover oder einer regelrechten Lobpreisung im Offbeat.

Diskografie (Auszug)
Intoxication (Big Yard, 2007)
Church Heathen (Big Yard, 2007)
Clothes Drop (Geffen, 2005)
Lucky Day (MCA, 2002)
Luv Me, Luv Me (Phantom, 2001)
Hotshot (MCA, 2000)
Pure Pleasure (Virgin, 1993)

Stand: 23.05.2013, 11:58