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An der Spitze des Afro-Futurismus

 Ibaaku: "Monkey Boy", Screenshot aus dem Video

An der Spitze des Afro-Futurismus

Der Senegalese Ibaaku ist einer der wichtigsten Kreativköpfe des Afro-Futurismus. Fernab von den Vorgaben des Marktes baut er komplexe Soundcollagen aus Dancefloor und Tradition, zwischen HipHop und Electronica.

Just A Band aus Kenia, Mongwana Star aus dem Kongo oder der Südafrikaner Okmalumkoolkat - sie alle spielen mit Science-Fiction-Ästhetik in ihrer Musik und ihren Clips. Wichtigster Vertreter dieses Afro-Futurismus aus dem Senegal ist Ibaaku Extez, der seine Musik selbst als "afro-hypnotischen Experimental" bezeichnet. Seine Laufbahn beginnt als Pianist und Klarinettist in Thiès, er schöpft aus HipHop, Soul und Jazz, ohne sich festlegen zu wollen, verbindet elektronische Experimente mit traditionellen Samples. So saugt er Inspirationen aus der Großstadt Dakar genauso wie aus der ländlichen Casamance-Region auf.

Zum Produzenten schwingt er sich Ende der 1990er auf, macht sich mit verschiedenen Bands einen Namen im HipHop, unter ihnen I-Science. Ibaaku ist ein Allround-Genie: Autor, Komponist, Produzent, Multi-Instrumentalist und Radiomann. Sein Debütalbum "Alien Cartoon" konzipiert er ursprünglich als Soundtrack für die Modeschau der Designerin Selly Raby Kane, das übergreifende Thema ist ein Angriff von Aliens. Das Werk erscheint bei den Ghanaern von Akwaaba Music, die Single "Djula Dance" wird durch einen eindrücklichen SciFi-Clip begleitet, in dem ein ausdrucksstarker Tanz in der felsigen Kulisse der Mond-Oberfläche angesiedelt ist. 2017 schafft es Ibaaku ins Programm des Roskilde-Festivals.

Diskografie
TitelJahrLabel
Alien Cartoon2016Akwaaba Music

Stand: 25.07.2017, 12:00