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Meister der Tablas

Trilok Gurtu am Schlagzeug

Trilok Gurtu

Meister der Tablas

Geboren ist der Perkussionist und Sänger am 30.10.1951 in Bombay. Die Mutter, Shobha Gurtu, ist in Indien eine berühmte Sängerin des klassischen Ghazal-Stils. Mit sechs Jahren fängt er an, Tabla zu lernen. Nach mehreren längeren Auslandsaufenthalten wird er schließlich 1978 in Hamburg sesshaft, wo er noch heute lebt - zur Hälfte jedenfalls, inzwischen ist er auch wieder sehr oft in Bombay.

Anfänglich ist Gurtu im Jazz zuhause, zwei Jahre lang schließt er sich Don Cherry an, der im dort Tür und Tor öffnet. Er spielt mit Jan Garbarek, Gil Evans, Jack de Johnette, Oregon und Pat Metheny, ist vier Jahre lang mit John McLaughlins Mahavishnu Orchestra auf Tour. Erst in den 1990ern kümmert er sich um seine Soloprojekte und formiert dafür seine eigene Band, die Crazy Saints. Und es treibt ihn mehr zu Pop und Weltmusik, Kollaborationen mit Joe Zawinul, Neneh Cherry, dem Toto-Saitenzauberer Steve Lukather, Maria João, Gilberto Gil und Carlos Santana folgen.

Vom begehrten Sideman zum Frontman

Vom begehrten Sideman entwickelt er sich zum Frontman und ist immer öfter mit eigenen Formationen zu hören. 1996 gewinnt Trilok Gurtu den renommierten Preis des "Downbeat Critics Poll" bereits zum dritten Mal und wird von den Lesern des "Drum Magazine" zum besten Perkussionisten des Jahres 1999 gewählt. Im gleichen Jahr erscheint "African Fantasy", eine Vermittlung zwischen dem Schwarzen und dem Sub-Kontinent mit den Stimmen von Oumou Sangaré und Angélique Kidjo. Ein weiterer Afrikaner, Salif Keita, ist auf "The Beat Of Love" zu Gast, auch dieses Werk pflegt die afro-indische Philosophie mit Funk und Ambient-Zutaten.

Meister der Tablas

Als Meister der Tablas und einem unüberschaubaren Arsenal von Schlagwerk fühlt er sich 2000 als Teilnehmer in Bill Laswells Tabla Beat Science-Projekt in seinem Element. Das neue Programm "Broken Rhythms" ist die vielleicht gewagteste Unternehmung Gurtus bisher: Hier gruppiert er schlüssig die E-Gitarre von Gary Moore mit den kehlköpfigen Sängern von Huun-Huur-Tu aus Tuva und einem italienischen Streichquartett.

Diskografie
Arkeology (2007)
Farakala (2006)
Twenty years of talking Tabla (Union Square
Music, 2007)
Broken Rhythms (Cream Records, 2004)
Rememberance (Emarcy, 2002)
The Beat of Love (Universal, 2001)
African Fantasy (Mintaka, 2000)
Kathak (Mintaka, 1998)
The Glimpse (Mintaka, 1997)
Crazy Saints (1993)

Stand: 23.05.2013, 11:58