Live hören
Jetzt läuft: Fête de trop von Eddy de Pretto

Frank Ocean

Frank Ocean

Keiner unter vielen

Frank Ocean

Kritiker vergleichen ihn mit Prince, Marvin Gaye oder R.Kelly: Mit seinen bilderreichen Texten und experimentellen Midtempokompositionen sticht der Mann aus L.A. unter den R&B-Poeten des 21. Jahrhunderts besonders heraus.

Frank Ocean wird 1987 als Christopher Edwin Breaux im kalifornischen Long Beach geboren, kommt als Kind aber schon nach Louisiana. Seine frühen Aufnahmen samt Studio werden beim Hurricane Catrina zerstört und geplündert. Breaux zieht daraufhin nach Los Angeles. Bekannt wird er 2008 und 2009 zunächst als Songwriter, der Lieder für Brandy, John Legend und Justin Bieber schreibt. Zur gleichen Zeit schließt er sich dem HipHop-Kollektiv Odd Future an, ändert seinen Namen in Frank Ocean und unterschreibt bei Def Jam Recordings.

Sein erstes Mixtape enthält mit "American Wedding" einen Song, der auf "Hotel California" aufbaut, woraufhin ihn die Eagles verklagen wollen. Kanye West und Jay Z dagegen outen sich als Fans und arbeiten mit Ocean auf ihrem gemeinsamen Album "Watch The Throne". Auch an Beyoncés Album "4" ist er beteiligt.

Sein fürs Genre ungewöhnlich hintergründiges Debüt "channel ORANGE" erscheint 2012 und steigt sowohl in den USA als auch England bis auf Platz 2. Es enthält etliche Songs mit dem Thema unerfüllte Liebe und Hinweise auf seine Bisexualität. Mit "Endless" veröffentlicht Ocean 2015 ein Videoalbum, bevor 2016 das lange verschobene "Blonde" erscheint. Es gilt heute als eines der ungewöhnlichsten R&B-Alben aller Zeiten. Es trägt collagenhafte Züge, enthält sich weitestgehend einer Beatstruktur und wurde als minimalistisch im Stile von Brian Eno, psychedelisch und introspektiv beschrieben. Gäste auf der Platte sind unter anderem André 3000 und Beyoncé.

Diskografie:

  • Nostalgia 2011 Eigenverlag
  • channel ORANGE 2012 Island | Def Jam Rec.
  • Endless 2016 Def Jam Rec.
  • Blonde 2016 Boys Don't Cry

Stand: 16.03.2018, 11:30