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Burial

Burial – "Untrue"

Melancholischer Dubstep

Burial

Als einer der Protagonisten des Dubstep taucht Burial 2006 mit dem selbstbenannten Debüt auf. Markenzeichen: Tief ins Gesicht gezogener Hoodie und schwere Beats mit düsteren, melancholischen Stimmen.


Seine Identität hüllt der Südlondoner William Bevan gerne in einen mysteriösen Nebel. Als sich Mitte der 2000er aus Drum’n’Bass, TwoStep und Garage herausbildet, ist der Pionier Kode9 mit seinem Label Hyperdub federführend dabei. Zum wichtigsten Musiker in seinem Stall wird schnell ein Künstler namens Burial, der sich den Mechanismen der Musikindustrie konsequent entzieht, die Öffentlichkeit scheut.

Burials Tracks bestehen aus minimalistischen aber umso schwereren Stopler-Beats und spukhaften, verfremdeten Vokalschleifen. Mit sage und schreibe zwei Alben wird er zum stilbildendsten Musiker des Dubstep, sein zweiter Wurf "Untrue" gilt neben dem weitaus poetischeren Debüt von James Blake als das Meisterwerk des Genres. In der Folge tut er sich mit Kieran Hebden von Four Tet zusammen, um House-orientiertes Material zu kreieren, remixt Massive Attack, kollaboriert mit Radioheads Thom Yorke. Vor allem aber veröffentlicht Burial eine ganze Kette von EPs, auf denen zwischendurch auch mal hellere, souligere Farben zum Zuge kommen. In seiner neuesten Entwicklungsphase vollzieht Burial den Schritt hin zur Ambient-betonten Produktion.

Diskographie (Auswahl):

  • Pre Dawn / Indoors (EP) 2017 Hyperdub
  • Subtemple / Beachfires (EP) 2017 Hyperdub
  • Young Death / Nightmarket (EP) 2016 Hyperdub
  • Rival Dealer (EP) 2013 Hyperdub
  • Truant / Rough Sleeper (EP) 2012 Hyperdub
  • Untrue 2007 Hyperdub
  • Burial 2006 Hyperdub

Stand: 10.01.2018, 17:02