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 AQUAFABA: "Electric City"

AQUAFABA: "Electric City"

Neo-Tropicália Vibes aus Berlin  

Stand: 14.08.2022, 00:01 Uhr

Es geht um Liebe, Herzensangelegenheiten und Freiheit. AQUAFABA kombinieren brasilianische Musik mit lateinamerikanischen Klängen und Psychedelic: Bunt, rebellisch und völlig losgelöst.  

Von Juliane Fehn

AQUAFABA: "Electric City"

Neu in COSMO 15.08.2022 02:58 Min. Verfügbar bis 15.08.2023 COSMO


AQUAFABA sind die Sänger Danilo Timm und Cristóbal Rey umgeben von einer vierköpfigen Band. Kennengelernt haben sich die beiden 2014 in Berlin bei guter Musik, viel Essen und tiefgründigen Gesprächen. Sie stellten sofort fest, dass sie nicht nur menschlich, sondern auch musikalisch sehr gut harmonieren. Zusammen mit befreundeten Musiker:innen gründeten sie die Band AQUAFABA und versprühen seitdem gute Laune und Leichtfüßigkeit. Jetzt haben sie ihr zweites Album "Electric City" veröffentlicht - eine südamerikanische Traumreise

Musikalisch-kultureller Mix

Brasilien, Chile, Argentinien, Italien, Spanien - die verschiedenen Wurzeln der Bandmitglieder bereichern den Klang des Albums. Der Song Bichos Do Sol ist für Sänger Danilo der „brasilianischste“ Song des Albums. Ein Freund aus Brasilien hat hierfür die prägnanten Perkussionsinstrumente eingespielt.  Die Band gibt der überwiegend lateinamerikanisch angehauchten Musik einen "Berlin-Twist", erklärt Sänger Danilo: "Künstler:in in Berlin zu sein, ist einfach toll. Man kann in diesem Epizentrum der Welt so viel entdecken: eine unglaubliche Vielfalt, so viele Installationen, Museen und Performances, die man sich ansehen kann. Wir werden dort immer wieder inspiriert. Das ist so wunderbar an Berlin. Man hat viel zu sehen und zu lernen." Denn nicht nur ihre Herkunftsländer, sondern auch ihre Wahlheimat Berlin hat einen maßgeblichen Einfluss auf ihren Genre-Mix aus Jazz, Latin, Folk, Techno, Schlager, Psychedelic Rock. Die Nische, in die sie schlüpfen, bezeichnen sie selbst als Neo-Tropicália. Bunt, rebellisch, frei und losgelöst.

Unbeschwerte Rhythmen und tiefgründige Texte

Auf Portugiesisch, Spanisch und Englisch transportieren die Musiker:innen Themen, die sie tagtäglich beschäftigen. Vor allem der Schutz der Umwelt, die queere Community und politische Missstände liegen ihnen besonders am Herzen. Sobald die Musiker:innen etwas erleben, wird es in einem Song verpackt – wie zum Beispiel ein Stromausfall im tropischen Regenwald Brasiliens im Titel-Song "Electric City": "Wir waren in 400 m Höhe auf einem Berg mitten in den tropischen Wäldern. Und wir hatten die ganze Woche ein riesiges Problem mit dem Strom: Es gab keinen – dafür hatten wir Kerzen. Und wir dachten uns – was machen wir denn jetzt? Also haben wir diesen Song geschrieben", erzählt Danilo.  

Mehr als nur Musik

Erlebt man die Musiker:innen live, so übersetzen sie die Texte für das Publikum, damit nicht nur die Musik, sondern auch die Botschaft ankommt. Das ist ihnen wichtig, weil sie sich nicht nur als Band, sondern auch als Aktivist:innen verstehen. Der Song "Moreré" beispielsweise handelt von einem Ort, an dem Cristóbal selbst Menschen und Natur unterstützt hat.

Revolution durch Liebe

AQUAFABA nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch ihre Gedankenwelt, in der viele kleine Revolutionen angezettelt werden. Das Mittel dazu ist ihrer Meinung nach eine ziemlich existentielle Sache: die Liebe - zu sich und zu anderen.