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Mit dem Rad bis nach Patagonien

Phillip mit Zelt und Daunenjacke vor Bergen

Weltweit

Mit dem Rad bis nach Patagonien

Mit dem Fahrrad von Aachen nach Südamerika — runter bis nach Patagonien an die Südspitze des Kontinents. Das war 2016 der Plan von Phillip Groten. Und hat er hat es geschafft. In "Weltweit" erzählt er von seinen Abenteuern.

Mit dem Rad bis nach Patagonien

COSMO 23.03.2019 03:41 Min. COSMO

Hinaus in die Welt und der Sehnsucht nach einer gewissen Lebendigkeit nachgehen: Das war der Wunsch von Philipp Groten als er sich 2016 auf die Reise nach Südamerika machte. "Durch unsere digitalisierte Welt wird unser Kontakt zu etwas Greifbarem immer weiter zurückgedrängt. Auch mir war diese Lebendigkeit abhandengekommen", sagt Philipp.

Und eine Sache brauchte Philipp für sein Vorhaben ganz besonders: stramme Waden! Denn er fuhr die Strecke von Aachen bis nach Südamerika mit einem Recyclingfahrrad. In 15 Monaten durchquerte er Europa, den atlantischen Ozean und einen Teil von Südamerika.

Phillip vor einem schneebedeckten Berg und Fahrrad

In 15 Monaten durch die Welt

Mittlerweile ist Philipp wieder zurück in seiner Heimat. Und sein Fahrrad? Das scheint sich von Philipp nicht mehr trennen zu wollen! Zwar verschenkte er den Drahtesel am Ende seiner Reise, durch Umwege kam das Rad aber doch wieder zurück zu ihm. Kein Wunder, schließlich haben die beiden auf der Reise ganz schön was durchgemacht. Über Südfrankreich und Andalusien ging es bis nach Gibraltar. Dort heuerte er auf einem Schiff an. Dabei war sich Philipp für keine Arbeit zu schade, ob kleine Reparaturen am Schiff, den Kochlöffel schwingen oder Kinder betreuen – hauptsache sicher über das Meer.

Mit vier Segelschiffen nach Südamerika

Ein Mann liegt auf einem Segelboot, das über das Meer fährt.

Von Gran Canaria aus ist Philipp dann mit einem Segelschiff auf die Kapverdischen Inseln gefahren. Hier stand er jedoch vor der Frage: Wie komme ich weiter? "Ich habe tatsächlich kein Boot gefunden, dass mich mit nach Brasilien nehmen konnte. Kurz hatte ich dann überlegt, einfach mit dem Flugzeug zu fliegen", erinnert sich Philipp. Soweit kam es dann aber doch nicht: Am Ende waren es insgesamt vier Segelschiffe, die Philipp nach Südamerika fuhren.

Der Kreis hat sich geschlossen

Angst hatte Philipp auf seiner Reise oft. Aber schließlich sei es genau diese Angst, die einen immer wieder dorthin ziehe, wo das Unbekannte warte, so der Weltreisende. Doch Philipp lernte mit dieser Angst zu spielen und sieht sie heute als etwas Positives, was ihn immer weiter wachsen lässt. 

Ein Mann steht an einem Geländer und schaut auf das Meer.

Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm vor allem seine Rückkehr: "Eines der schönsten Momente war tatsächlich das Nachhause kommen", erzählt Philipp. Mit dem Flugzeug – ganz klassisch – ist er nach Frankfurt geflogen, dann mit dem Zug weiter in seine Heimatstadt Aachen und schließlich zu Fuß zu seinem Elternhaus, wo er damals, vor 15 Monaten, gestartet ist. "Das war ein toller Moment, als ich an dem Punkt ankam, wo sich der Kreis wieder geschlossen hat."

Auf seinem Blog "Stille Postille" schreibt Philipp über seine Reise

Stand: 23.03.2019, 08:10