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Auf dem "Hippie-Trail" unterwegs bis nach Indien

Vier Personen auf einem Kleinlaster vor einer Bergkulisse.

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Auf dem "Hippie-Trail" unterwegs bis nach Indien

Auf dem Landweg von Deutschland bis nach Indien: Philipp aus Bremen und seine Freundin Lina machen eine XXL-Backpacking-Reise. 2019 wollen sie es bis nach Indien geschafft haben, gerade haben die beiden Georgien und Armenien bereist.

Auf dem "Hippie-Trail" unterwegs bis nach Indien

COSMO | 17.11.2018 | 05:56 Min.

Angeblich soll schon Steve Jobs auf dem "Hippie-Trail" unterwegs gewesen sein, zur Selbstfindung. Ihre Reise sei aber kein Selbstfindungstrip, erzählt uns Philipp am Telefon. "Uns treibt an, dass wir die Länder, die wir bereisen, langsam und kontinuierlich entdecken. Wir wollen möglichst auf das Flugzeug verzichten, um keine schönen Erlebnisse auf der Strecke zu verpassen. Wir wollen sehen, wie sich die Länder und Kulturen verändern und möglichst langsam reisen."

Ein Mann und eien Frau sitzen auf einem Bergrücken.

Philipp und seine Freundin Lina.

Die beiden sind erst durch Polen und durch die Slowakei gereist, dann ging es mit dem Nachtbus in die Ukraine. "Man hat gemerkt, dass Polen und die Slowakei zur EU gehören – umso mehr, als wir in die Ukraine gefahren sind. An der Grenze musste Schmiergeld an die Grenzbeamten gezahlt werden, das war schon etwas skurril, sowas zu sehen." Danach ging es dann mit einer Lastwagenfähre von Odessa im Süden der Ukraine über das Schwarze Meer nach Batumi in Georgien.

Ein türkises Haus zwischen weiteren Gebäuden, gesehen von einem Balkon mit Pflanzen.

Häuser in Tbilisi.

Ihr nächster Stopp war Georgien. In der Hauptstadt Tiflis merkten Philipp und seine Freundin, dass sich die Menschen zu der europäischen Populärkultur hingezogen fühlen – es wehen viele EU-Flaggen und in den Bars werde westliche Musik gespielt.

Eine U-Bahn-Station mit einer himmelblauen Decke und roten Streifen.

Eine Metro-Station in Georgiens Hauptstadt Tbilisi (Tiflis).

Momentan sind die beiden in Jerewan, der Hauptstadt von Armenien. Armenien fühlte sich für Philipp russischer an als Georgien, erzählt er uns. "Zwischen diesen Plattenbauten und Häuserschluchten spürt man schon den russischen Einfluss, oberflächlich betrachtet."

Die nächste Etappe soll der Iran sein. "Wir haben heute damit begonnen hier in Jerewan ein Visum für den Iran zu beantragen. Wir sind in die Botschaft gegangen und schauen mal, wie sich das entwickelt." Das Ziel: Es auf dem Landweg nach Indien zu schaffen, ob sie dafür allerdings durch Pakistan reisen können, müssen sie noch abwarten. "Wahrscheinlich bekommen wir unterwegs kein Visum, aber das wird sich zeigen." Das die Sicherheitslage in Pakistan nicht immer ganz einfach ist, wissen Philipp und seine Freundin: "In Gefahr wollen wir uns natürlich nicht begeben. Früher, in den sechziger und siebziger Jahren, konnte man einfach so mit dem Hobby-Bus durch diese Länder fahren. Das geht inzwischen nicht mehr und das müssen wir dann natürlich akzeptieren."

Ein Marktstand mit Schildern mit georgischer Schrift, vor dem Menschen stehen.

Ein Marktstand in Kutaisi, Georgien.

Stand: 17.11.2018, 10:10