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Auf dem "Hippie-Trail" unterwegs bis nach Indien

Ein Mann und eien Frau sitzen auf einem Bergrücken.

Weltweit

Auf dem "Hippie-Trail" unterwegs bis nach Indien

Auf dem Landweg von Deutschland bis nach Indien: Philipp aus Bremen und seine Freundin Lina haben eine XXL-Backpacking-Reise gemacht. Und sie haben es tatsächlich bis nach Indien geschafft – und sind sogar noch weitergereist. Zurück im COSMO-Studio erzählen sie von ihrem Trip.

Nach Indien auf dem Landweg

Auf dem Landweg von Deutschland bis nach Indien: Philipp aus Bremen und seine Freundin Lina machen eine XXL-Backpacking-Reise. Und sie haben es tatsächlich bis nach Indien geschafft.

Der Blick auf Palmen und Dickicht.

Indischer Dschungel.

Indischer Dschungel.

Indischer Dschungel.

Markttreiben.

Eine frische Rasur zwischen inmitten des Berufsverkehrs.

Nudeln to go.

Ein indischer Taxifahrer macht ein Nickerchen in der indischen Stadt Kalkutta.

Warten auf neue Fahrgäste.

Auf dem Weg nach Indien machten Philipp und seine Freundin Lina Station in Georgien.

Auf dem Markt in Kutaisi in Georgien.

U-Bahn-Station in Georgiens Hauptstadt Tbilisi (Tiflis).

Grenzenlose Freiheit in den Bergen Georgiens.

Angeblich soll schon Steve Jobs auf dem "Hippie-Trail" unterwegs gewesen sein, zur Selbstfindung. Ihre Reise sei aber kein Selbstfindungstrip, erzählt uns Philipp am Telefon, als wir 2018 zum ersten Mal mit den beiden über ihre Reise sprechen. "Uns treibt an, dass wir die Länder, die wir bereisen, langsam und kontinuierlich entdecken möchten. Wir wollen möglichst auf das Flugzeug verzichten, um keine schönen Erlebnisse auf der Strecke zu verpassen. Wir wollen sehen, wie sich die Länder und Kulturen verändern und möglichst langsam reisen." Und das hat geklappt: Nur um wieder nach Deutschland zurückzukommen sind sie per Flugzeug gereist.

Die "Hinreise" lief per Mitfahrgelegenheiten, Zug, Bus oder Schiff: Die beiden sind erst durch Polen und durch die Slowakei gereist, dann ging es mit dem Nachtbus in die Ukraine. "Man hat gemerkt, dass Polen und die Slowakei zur EU gehören – umso mehr, als wir dann in die Ukraine gefahren sind. An der Grenze musste Schmiergeld an die Grenzbeamten gezahlt werden, das war schon etwas skurril, sowas zu sehen." Danach ging es mit einer Lastwagenfähre von Odessa im Süden der Ukraine über das Schwarze Meer nach Batumi in Georgien. Das war ihr nächster Stopp. In der georgischen Hauptstadt Tiflis merkten Philipp und seine Freundin Lina, dass sich die Menschen eher zu der europäischen Populärkultur hingezogen fühlen – es wehen viele EU-Flaggen und in den Bars werde westliche Musik gespielt.

Die folgende Etappe war Jerewan, die Hauptstadt von Armenien. Armenien fühlte sich für Philipp russischer an als Georgien, erzählt er uns. "Zwischen diesen Plattenbauten und Häuserschluchten spürt man schon den russischen Einfluss, oberflächlich betrachtet."

Eine goldene Pagode inmitten eines Dschungels vor einer Berglandschaft.

Gegen Ende ihres Trips konnten Philipp und Lina auch in Myanmar Station machen.

Auf dem Weg nach Indien haben Philipp und Lina vier Monate im Iran und in Pakistan verbracht. "In Pakistan haben wir unfassbare Gastfreundschaft und so viel Herzenswärme wahrgenommen", erzählt Philipp. Deshalb ist für die beiden klar: Irgendwann wollen sie wieder hierhin reisen und das Land weiter erkunden.

Von Pakistan ging die Reise weiter ins Nachbarland Indien. Der Grenzübertritt von Wagah (Pakistan) nach Attari (Indien) war sehr skurril, erinnert sich Philipp. "Die Grenze wird jeden Abend geschlossen und das wird auf beiden Seiten groß gefeiert. Auf indischer Seite haben die Menschen zu Discomusik getanzt. Dazu wurde die ganze Zeit 'Hoch lebe Indien' und 'Tod Pakistan' gerufen. Auf beiden Seiten gab es eine Militärparade und Drohgebärden. Nachdem man in Pakistan so viel Herzenswärme wahrgenommen hat, war es seltsam dann bei so einer Grenzstation so viel Hass und Nationalismus zu spüren", sagt Philipp.

Um sich fortzubewegen nutzen die beiden vor allem den öffentlichen Nahverkehr: "Wenn man in Indien zum Beispiel Zug fährt, ist das einfach ein Erlebnis. Man hat das Gefühl, dass man am Alltag teilnimmt und das ist einfach wunderschön. Wenn man fliegt dann verpasst man das alles."

Im Juli sind beide schließlich zurück nach Norddeutschland gekommen, konnten sogar noch Myanmar und Bangkok sehen, bis es dann zurück nach Deutschland ging. Im COSMO-Interview haben sie uns von ihrer Reise berichtet.

Von Bremen bis nach Bangkok ohne Flugzeug

COSMO 17.08.2019 08:10 Min. Verfügbar bis 17.08.2020 COSMO

Stand: 17.08.2019, 10:01