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Stromspartipps von Shia Su

Eine Stromleiste mit einem Knopf.

Nachhaltigkeit

Stromspartipps von Shia Su

Am 31. März beginnt die Sommerzeit. Wenn man das Tageslicht besser nutzt, dann kann man Energie sparen. Das war einer der Gründe, warum die Sommerzeit eingeführt wurde. COSMO-Nachhaltigkeitsexpertin Shia Su hat Stromspartipps, die immer funktionieren.

Stromspartipps von Shia Su

COSMO 31.03.2019 04:44 Min. Verfügbar bis 31.03.2020 COSMO

COSOMO: Shia, du verbrauchst nur ein Drittel von dem Strom, den Menschen durchschnittlich in Deutschland verbrauchen. Und das kann jeder?

Shia Su: Ja klar. Man muss aber nicht von heute auf morgen damit anfangen. Die Umstellungen gingen bei mir auch in ganz kleinen Schritten über Jahre. Ich bin immer erst zur energiesparenderen Variante gewechselt, wenn eine Neuanschaffung nötig war. In meiner Wohnung brennen auch nicht nur LEDs, sondern sogar noch zwei ganz alte Glühbirnen – die man ja auch schon lange nicht mehr kaufen kann – und auch noch diese typischen Energiesparlampen. Bis auf einige Ausnahmen ist es eigentlich immer nachhaltiger, erst das, was man hat, aufzubrauchen, anstatt übereifrig alles auszutauschen.

COSMO: Wo lässt sich denn viel Strom sparen?

Shia Su: Eine der größten Stromfresser sind die großen Haushaltsgeräte, vor allem Kühlschränke. Die sind ja im Dauereinsatz. So ein ganz alter Kühlschrank kann 700 bis 800 Kilowattstunden im Jahr fressen – das ist so viel, wie mein Mann und ich zu zweit im Jahr an Strom verbrauchen! Ich bin kein Fan davon, Leute dazu zu bewegen, einfach blind ihre Geräte auszutauschen. Im Internet gibt es Rechner, die errechnen, wann sich das neue Gerät amortisiert hat. Dabei wird aber immer nur der eingesparte Stromverbrauch berechnet, nie, wie viele Ressourcen in die Produktion so eines Gerätes fließen – und das ist eine ganze Menge. Mein Tipp: Bei wirklich alten Kühlschränken, die über 15 Jahre alt sind, "lohnt" sich eine Neuanschaffung. Ansonsten das Gerät weiter benutzen, bis es kaputt ist und dann erst austauschen.

COSMO: Wo kann ich denn noch Strom einsparen?

Shia Su: Zum Beispiel kann man die Kleidung an der Wäscheleine statt im Trockner trocknen. Viel macht das eigene Verhalten aus. Was ich andauernd sehe ist, dass Leute den Wasserkocher mit viel mehr Wasser befüllen, als sie brauchen. Verschwendete Energie! Wo auch Energie unnötig flöten geht ist, wenn du einen Topf benutzt, der zu klein für die Platte ist. Und am besten immer mit einem Deckel kochen oder sogar den Schnellkochtopf nehmen.

Ein anderes Beispiel: Laptops verbrauchen weniger Strom als große Desktop-Computer. Wo auch noch viel unbemerkt verloren geht, ist der berühmte Stand-by-Betrieb. Viele Geräte lassen sich gar nicht komplett ausschalten und ziehen Strom, sobald sie am Netz hängen. Ich habe mir von meinem Stromanbieter ein Strommessgerät ausgeliehen. Einige Unis, Umweltschutz-Vereine und sogar Büchereien verleihen diese Geräte übrigens auch kostenlos. Ich war geschockt festzustellen, dass unsere Waschmaschine damals durchgängig über 20 Watt zog, obwohl sie komplett ausgeschaltet wirkte. Da wundere ich mich nicht mehr, dass jährlich fünf bis sechs Milliarden Euro in deutschen Privathaushalten und Büros so verschwendet werden. Dabei schaffen ganz einfache Verteilersteckdosen mit An/Aus-Schalter oder Zeitschaltuhren einfach Abhilfe. Und wenn der Stromverbrauch runter geht, kann man zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln, denn das ist dann plötzlich auch gar nicht mehr teurer.

Stand: 31.03.2019, 15:30