Übernachten und damit Gutes tun?

Ein großes Haus mit einer Halfpipe.

"Socialbnb"

Übernachten und damit Gutes tun?

Urlaub machen und dabei soziale Projekte unterstützen – das ist die Idee hinter Socialbnb. Die Plattform vermittelt Übernachtungen bei Hilfsorganisationen. Zum Beispiel bei dem Straßenkinderprojekt "Shangilia" in Nairobi.

Ein Hotel ist zu teuer und Jugendherberge bietet zu wenig Komfort?  Viele Urlauber steigen daher auf "Airbnb" um: günstig bei Locals schlafen und sich im besten Fall noch Insidertipps geben lassen. Abgesehen davon, dass viele Airbnb-Wohnungen für den Wohnraummangel und steigende Mieten in Städten mitverantwortlich machen, bietet die Plattform eine Möglichkeit, dort Urlaub zu machen, wo andere wohnen.

Angelehnt an das Airbnb-Konzept haben Studierende aus Köln nun "Socialbnb" ins Leben gerufen. Wer in ein fremdes Land reist, hat die Gelegenheit in freien Räumen von NGOs, also Nichtregierungsorganisationen, zu wohnen und mit der Miete soziale Projekte zu unterstützen.

Übernachten beim Projekt "Shangilia" in Kenia

Urlaub machen und dabei soziale Projekte unterstützen – das ist die Idee hinter Socialbnb. Die Plattform vermittelt Übernachtungen bei Hilfsorganisationen. Zum Beispiel bei dem Straßenkinderprojekt "Shangilia" in Nairobi.

Kinder auf Skateboards.

Übernachten beim Projekt "Shangilia" in Kenia.

Übernachten beim Projekt "Shangilia" in Kenia.

Wer als Socialbnb-Gast nach Nairobi kommt, zahlt 30 Dollar pro Nacht inklusive Frühstück.

Wer als Socialbnb-Gast nach Nairobi kommt, zahlt 30 Dollar pro Nacht inklusive Frühstück.

Wer als Socialbnb-Gast nach Nairobi kommt, zahlt 30 Dollar pro Nacht inklusive Frühstück.

ür eine Nacht in einem Hotel in Nairobi würde man eher 100 Euro und mehr bezahlen.

Wer sich für Socialbnb entscheidet, muss nicht zwangsläufig als Freiwilliger vor Ort mitanpacken.

Alternative Übernachtungsmöglichkeiten für den nächsten Urlaub

Die Idee dieser alternativen Übernachtungsmöglichkeit kam einem der Gründungsmitglieder, als er durch Kambodscha reiste. Er kam bei einem Mann unter, der eine Schule bauen wollte, aber noch nicht genügen Geld zusammen hatte. "Man macht einerseits lokale und authentische Reiseerfahrungen und kann andererseits den Bau einer Schule mitfinanzieren", erzählt Nils Lohmann, Projektleiter von "Socialbnb". Denn im Gegensatz zu "Airbnb" landen die Mieteinnahmen nicht bei Privatpersonen, sondern bei den Hilfsorganisationen selbst. Und das sind meist kleine NGOs, die sonst nur wenige Spenden erhalten.

Anfangs registrierten sich hauptsächliche Organisationen aus Kambodscha auf "Socialbnb". Doch mittlerweile ist das Projekt gewachsen: Auf der Socialbnb-Website sind alle Organisationen gelistet, die gebucht werden können. Auch die Schlafmöglichkeiten und die genauen Projekten sind genau beschrieben.

Übernachten beim Projekt "Shangilia" in Kenia

In Kenia beispielsweise gibt es die Möglichkeit bei einem Straßenkinderprojekt zu übernachten. Das Projekt nennt sich "Shangilia", betreut über 250 Kinder und Jugendliche und finanziert sich vor allem durch Spenden. Die Kinder werden hier bei der Ausbildung unterstützt, bekommen warme Mahlzeiten und ein Dach über den Kopf. Das Grundstück liegt am Rande einer ärmeren Siedlung in Nairobi und hat auch für Socialbnb-Gäste einiges zu bieten: Es wird viel Sport gemacht – neben Basketball- und Fußballplatz gibt es auch einen Skatepark. Aber auch bei Akrobatik, Schauspiel und Tanzen kann mitgemacht werden. Außerdem gibt es Ziegen, Hühner und einen Garten, der bebaut wird.

Wer als Socialbnb-Gast nach Nairobi kommt, zahlt 30 Dollar pro Nacht inklusive Frühstück. Und wer länger bleibt bekommt Rabatt. Für eine Nacht in einem Hotel in Nairobi würde man eher 100 Euro und mehr bezahlen. "Socialbnb" ist also deutlich günstiger und man kann allein durch die Miete etwas Gutes tun.

Denn wer sich für Socialbnb entscheidet, muss nicht als Freiwilliger vor Ort mitanpacken. Die NGOs sind quasi das Hotel und jeder kann seinen Urlaub drumherum so gestalten, wie er oder sie möchte. Wer aber den üblichen Touri-Kram satt hat und die Arbeit der Hilfsorganisationen kennenlernen will, für den ist Socialbnb möglicherweise genau das Richtige.

"Socialbnb" - wie funktioniert das?

COSMO 23.03.2019 03:28 Min. Verfügbar bis 23.03.2020 COSMO

"Socialbnb" - zu Besuch in Kenia beim Projekt "Shangilia"

COSMO 23.03.2019 03:26 Min. Verfügbar bis 23.03.2020 COSMO

Stand: 23.03.2019, 08:40